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«Die lokale Verankerung ist uns wichtig»

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Die Clientis Sparkasse Sense ist nicht nur die älteste Bank im Sensebezirk, sondern auch die älteste im Kanton Freiburg. Die Initiative kam von einigen Gemeinden, unterstützt vom damaligen Oberamtmann. Diese hatten das Ziel, mit einer eigenen Bank die damals sehr bescheidene Wirtschaft im Bezirk anzukurbeln. Zuvor gab es nur die Ersparniskasse des Saane- und Sensebezirks mit Sitz in Freiburg, die 1962 aufgelöst wurde. Nach zähen Verhandlungen mit dem Staatsrat wurden die Statuten der Sparkasse des Sensebezirks bewilligt. So konnte die Bank am 27. April 1863 gegründet werden.

Die Pläne der Sensler Gemeinden waren idealistisch, die Umsetzung gestaltete sich zu Beginn nicht einfach. «Die Bank hatte am Anfang keine Eigenmittel. Die Gemeinden leisteten lediglich ein Garantiekapital», erklärt Bankleiter Peter Rotzetter. Der erste Bankleiter musste sogar als vertrauensbildende Massnahme 15 000 Franken seines Privatvermögens als Garantie einschiessen.

Schwierige Zeiten

In der Chronik, welche die Bank zum Jubiläum herausgegeben hat, sind Details der Entwicklung der Bank nachzulesen. So etwa, dass die 1930er-Jahre sehr schwierig waren. «Die Bank hatte in dieser Zeit zu wenig freie Mittel, um den notleidenden Landwirten und Eigenheimbesitzern die notwendigen Kredite gewähren zu können», führt Peter Rotzetter aus.

Ein mutiger Entscheid

Und doch fällten die Vertreter der Trägergemeinden am 3. Dezember 1928 den mutigen Entscheid, das Gut Maggenberg zu kaufen. Mit rund 50 Hektaren Land war es eines der grössten und schönsten in der Region. Für die Finanzierung des Kaufpreises musste die Bank gar die Dienste von Bundesrat Jean-Marie Musy in Anspruch nehmen. «Ein solches finanzielles Engagement mit einem Volumen von zehn Prozent der Bilanzsumme wäre heute nicht mehr möglich», sagt der Bankleiter. «Die Bankenaufsichtsbehörde würde ihr Veto einlegen.»

Für die Region war dieses Geschäft vorteilhaft: Auf dem Gelände des ehemaligen Guts Maggenberg entstanden im Laufe der Jahre mehrere soziale Werke wie etwa das ehemalige Altersasyl im Schloss Maggenberg, das Spital, das Pflegeheim, die Behindertenwerkstätte und das Wohnheim für Behinderte.

In den ersten Statuten von 1863 war festgehalten, dass die Sparkasse es den Kunden ermöglichen wolle, «auch die kleinste Summe mit Sicherheit an Zins zu legen». Der ursprüngliche Zweck der Bank, nämlich Gemeinden, Gewerbetreibenden und Privaten günstige Kredite für ihre Projekte zu bieten, hat die Bank all die Jahre beibehalten.

Positiv für die Gemeinden

Für die 13 Trägergemeinden erwies sich die Bank im Laufe der Jahre als gute Investition. Bei der Gründung war in den Statuten festgehalten worden, dass die Trägergemeinden für die Einlagen mit ihren Gemeindegütern haften, dies proportionell zu ihrer Bevölkerungszahl. Später wurde die gesamte Gemeindegarantie auf 200 000 Franken limitiert und danach kontinuierlich auf maximal 3,6 Millionen Franken erhöht. Die Bank musste jedoch während den 150 Jahren kein einziges Mal auf die Gemeindegarantie zurückgreifen. Da die Bank mittlerweile genügend Reserven aufgebaut hatte, wurde die Gemeindegarantie 2007 aufgehoben.

Zum anderen profitierten die Eigentümergemeinden während all den Jahren von der Gewinnausschüttung in Form einer Dividende. Für das Geschäftsjahr 2012 lag diese bei 240 000 Franken.

Die 13 Gemeinden waren auch jahrelang abwechslungsweise im Verwaltungsrat vertreten. Strengere Vorschriften der Finanzmarktaufsichtsbehörde machten aber ein Umdenken notwendig: Die Verwaltungsräte müssen nun in der Mehrheit unabhängig sein und über Erfahrungen sowie fundierte Kenntnisse im Finanzbereich verfügen.

Neben den grossen Banken

Im Vergleich zu anderen im Bezirk tätigen Banken wie etwa Raiffeisen oder der Kantonalbank ist die Sparkasse eher klein. «Wir sind kein Marktführer, das ist richtig», sagt Peter Rotzetter. «Doch können wir als kleine Regionalbank neben den grossen sehr gut leben.» Für die Kunden stelle die Bank eine zusätzliche Alternative dar. Im Gegensatz zu den Grossbanken, bei denen das Vertrauen aufgrund negativer Schlagzeilen über überrissene Boni-Zahlungen und Anlegerskandale gelitten habe, habe die «kleine» Sparkasse Sense das Vertrauen ihrer Kunden stets halten können, sagt der Bankleiter.

«Unsere Kundschaft ist regional, und diese Verankerung ist uns wichtig.» So unterstützt die Sparkasse Sense jährlich mit rund 40 000 Franken regionale Anlässe aus den Bereichen Kultur und Sport. Die Bank ist beispielsweise Hauptsponsor des Schmittner Openairs und des Sensler Museums in Tafers.

 

Zahlen und Fakten

14 Angestellte an zwei Sitzen

Die Clientis Sparkasse Sense hat heute den Hauptsitz in Tafers und in Schmitten eine Geschäftsstelle. Die Bank beschäftigt 14 Angestellte (davon zwei Lernende) mit total elf Vollzeitstellen. Die Trägergemeinden bei der Gründung waren Alterswil, Brünisried, Düdingen, Heitenried, Oberschrot, Rechthalten, St. Antoni, St. Ursen, Tafers, Tentlingen, Überstorf, Wünnewil und Zumholz. Wünnewil trat 1943 aus dem Verbund aus, dafür war 1924 die neu erstandene Gemeinde Schmitten dazugekommen. Die Bilanzsumme ist in den letzten 25 Jahren von 101 Millionen Franken (1987) auf 348 Millionen Franken gewachsen. Die Kundengelder haben in dieser Zeit den Sprung von 75,5 auf 252 Millionen Franken geschafft, und die Ausleihungen stiegen von 89 auf 302 Millionen Franken. Die Bank feiert ihr Jubiläum mit mehreren Anlässen. Ende Januar fand ein Konzert im Podium Düdingen statt. Für die Jubiläumschronik zeichnet der langjährige ehemalige Verwaltungsratspräsident Paul Stritt verantwortlich. Sie erscheint in einer Auflage von 4000 Exemplaren. Am 21. Juni findet in Tafers ein Jubiläumsfest statt.im

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