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Die Lovebugs gingen unter die Haut

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Das Fri-Son zwischen Power und Melancholie

«Diese Nummer gefällt mir besonders gut, weil ich einen Stuhl habe und ihr nicht», witzelt Adrian Sieber, der Sänger der erfolgreichen Band «Lovebugs» vor seiner Akustik-Solo-Einlage mit dem Song «Fingers &
Thumbs ». Einen Stuhl hätte aber mit Sicherheit niemand aus dem Publikum gewollt, denn die Energie und Spielfreude, die von den Baslern ausging, hätte sie wohl kaum zwei Sekunden auf den Sitzen gehalten. Die Zuhörer und Zuhörerinnen hüpften bereits beim dritten Stück wie wild in der Gegend herum und wurden auch nach drei Zugaben und einem weiteren «da capo» scheinbar nicht müde. Vom strömenden Regen, der von aussen auf das Dach der gut besuchten (aber nicht ausverkauften) Konzerthalle prasselte, nahm man drinnen keine Notiz. Nach dem Motto «Pop ‚til you drop», einem ihrer Mitsing-Hits, der auch an diesem Abend besonders gut angekommen ist, feiern die Konzert-Besucher eine Band, die eine grosse Zukunft vor sich hat.

Beinahe symbolisch wirkt daher ihr Auftritt in Weiss, eine Farbe die für ihre Unschuld im Musikbusiness stehen könnte. Obwohl sie bereits seit 1993 bestehen und mit «Angel Heart», «Marilyn», «Fantastic» und «Under my Skin» bereits grosse Erfolge verbuchen konnten (man muss sich diese Lieder operativ aus den Gehörgängen entfernen lassen, sonst wird man sie nicht mehr los!), werden sie auf dem internationalen Parkett erst noch richtig Fuss fassen müssen. Eine Band muss vor allem live überzeugen, um nicht als «One Hit»-Wunder unterzugehen. Diese Gefahr besteht bei den «Lovebugs» sicher nicht, denn sie schaffen es an ihren Auftritten mit Leichtigkeit, selbst Brit-Pop-Hasser, die sich ihre Platten vielleicht nie kaufen würden, auf ihre Seite zu ziehen. Durch den druckvollen Sound, der insbesondere vom hervorragenden Schlagzeuger Simon Ramseier getragen wird und der auf dem überproduzierten, aktuellen Tonträger «Transatlantic Flight» leider etwas verloren geht, pressen sich einem die «Lovebugs» direkt ins Herz. Man muss diese Käfer einfach liebhaben, denn sie wirken auf der Bühne ausserdem sehr sympathisch und überbrücken auch Material-Probleme, etwa mit der Akustik-Gitarre, mit viel Humor.
Die Vorgruppe «Mother’s Pride» hinterliess zwar technisch einen guten kompakten Eindruck. Ihre Songs sind vom Tempo her aber eindeutig zu langsam und melancholisch, um gute Stimmung aufkommen zu lassen. Ausserdem sind sie deutlich weniger dynamisch als die «Lovebugs». Trotzdem waren an diesem Abend ein Teil des Publikums (und ihre Mütter) stolz auf sie.

Weitere Konzerte in der Nähe: 3.3. Wasserwerk, Bern; 31.3. Gaskessel, Biel.

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