Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Luft ist draussen beim FC Freiburg

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Obwohl das Fanionteam aus dem Waadtland Lausanne-Sports Ende Saison aus der Super League absteigen muss, haben die südlichen Nachbarn in Sachen Fussball den Freiburgern trotzdem noch einiges voraus. Im Klassement der 1. Liga steht ihr Nachwuchs weit vor den Freiburger Aushängeschildern FCF, Düdingen und Portalban.

Wütender FCF-Trainer

Beim FC Freiburg scheint man die Saison 2017/18 so oder so schon abgeschrieben zu haben. Denn anders ist der Umstand nicht zu erklären, dass die vor dem Match von Assistenztrainer Stefan Sojcic seriös installierte Videokamera auf der Tribüne während des Spiels nicht von einem verletzten oder gesperrten Ersatzspieler bedient wurde, wie das überall auf diesem Niveau üblich ist. So wird Coach Ismail Djelid diese Woche seinen Spielern gar keine Bilder zeigen können. Für die Mannschaft sicher kein Nachteil, denn viele Sequenzen würden bloss die mangelnde Einstellung klar zum Ausdruck bringen.

Die Ambiance um und im Team des FCF ist spätestens nach den angekündigten Wechseln in der Klubleitung und im technischen Bereich – TK-Chef Bernard Joye hat sein Amt noch vor Saisonende niedergelegt –, alles andere als optimal, die bittere 0:3-Niederlage gegen ein gutes und kompaktes Team Waadt hat das Fass am Samstag jetzt allerdings zum Überlaufen gebracht. Nach dem Spiel krachte es in der Kabine der Pinguine gewaltig, Trainer Ismail Djelid las seinen Spielern gehörig die Leviten und konnte sich noch Minuten danach nicht beruhigen: «Das lasse ich mir nicht bieten, meinem Team fehlte es heute an der nötigen Einstellung, wir spielten wie letzte Woche in der zweiten Halbzeit im Derby gegen Düdingen ohne Willen und Herz, so kann es nicht weitergehen.»

Nicht technische oder taktische Schwächen hätten zu dieser Niederlage geführt, sondern ganz einfach die fehlende Bereitschaft, für den Klub zu arbeiten. Einige Spieler seien auch wegen der Trainerfrage völlig verunsichert, und so könne man nicht weiterarbeiten. «Jeden Tag kommt in den lokalen Medien eine neue Meldung: Zuerst bin ich zu 95 Prozent der Trainer für die nächste Saison, dann wieder 50:50, und am Ende ganz einfach ein Kandidat unter vielen. Wie soll ich mich da auf meine auch sonst nicht einfache Arbeit an der Linie konzentrieren?» Den Vorwurf, dass einige Spieler vielleicht sogar gegen ihren Trainer spielen und nicht voll gehen, wollte Captain Julien Bize aber nicht akzeptieren: «Das glaube ich nicht, aber uns fehlt auch etwas der letzte Kick, weil gegen vorne und gegen hinten nichts mehr drinliegt, und so die letzte Konzentration etwas fehlt.»

Beim dritten Gegentor war der frühere Xamax-Spieler selbst mitten im Geschehen, als er den Schuss des eingewechselten Jeremy Jaquier an seinem machtlosen Torhüter Ummel vorbei ins eigene Tor ablenkte (70.). Diese Szene war dann irgendwie symptomatisch für dieses Spiel: Denn optisch war der Heimklub kaum unterlegen, aber vor den beiden Toren hatten die technisch versierten Spieler des Siegers die entscheidenden Vorteile.

Der Gast kaltschnäuziger

Nach zwei durchzogenen Partien von Sléo Freiburghaus wechselte Coach Djelid für dieses drittletzte Meisterschaftsspiel auf der Position des Keepers – ohne grossen Erfolg. Beim ersten Gegentreffer, es war praktisch der erste richtige Schuss aufs Tor, liess Marc Ummel den Aufsetzer von Captain Fabio Portelinha durchrutschen, allerdings war er an diesem richtungsweisenden Tor nicht allein schuldig. Im Mittelfeld verlor der unmotivierte Mo M Sabeg den Ball, und auch Mittelverteidiger Tim Ndarugendwamwo machte beim Abwehrversuch keine gute Figur. Diese Szene kostete übrigens bei Halbzeit M Sabeg den Platz im Team, doch die Ersatzleute wie Vedad Efendic wirkten danach viel zu eigensinnig, um dem eigenen Team noch helfen zu können. Und so führte ein herrlich herauskombinierter Angriff in der 56. Minute schon zur endgültigen Entscheidung: Dan Ndoye knallte das Leder aus zehn Metern völlig frei stehend in die Maschen. Freiburg versuchte wohl in der Restzeit das Skore noch etwas zu verschönern, das mögliche Ehrentor blieb ihnen jedoch verwehrt. Jetzt geht es deshalb laut Captain Julien Bize darum, mit Respekt und der richtigen Einstellung die Saison 2017/18 einigermassen korrekt abzuschliessen.

Telegramm

Freiburg – Team Waadt U21 0:3 (0:1)

St. Leonhard – 100 Zuschauer. – SR Johannes von Mandach.

Tore: 18. Portelinha Gomes 0:1. 56. Ndoye 0:2. 70. Bize (Eigentor) 0:3.

FC Freiburg: Ummel; Schmidhäusler, Bize, Ndarugendamwo, C. Ademi; Nguyer, M Sabeg (46. Nzinga); Rodrigues Marques, Marques Machado (10. Efendic), Mejdi (73. Ombala); Tsoutsis.

Team Waadt U21: Berchtold; Glauser, Pos. Grossrieder, Mac Kinnon (90. Ndebele); Puertas, Nioby; Ndoye, Portelinho (67. Jaquier), Schmidt; Negro (80. Regkakos).

Bemerkungen: Freiburg ohne D. Ademi, Bamele, Ozouf (alle verletzt), Cerezo (krank); Simao Marques mit schwerer Beinverletzung ausgeschieden (10.). – Verwarnunen: Nguyen (36.), Mac Kinnon (40.), Ombala (89.).

Mehr zum Thema