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Die Luftseilbahn erhält eine Chance

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Das Projekt stösst auf Interesse: Eine urbane Seilbahn soll den Bahnhof Freiburg über das Kantonsspital mit dem Autobahnanschluss in Villars-sur-Glâne verbinden, wo dann auch eine Park-and-ride-Anlage entstehen soll. Die Grossrätinnen Antoinette de Weck (FDP, Freiburg) und Erika Schnyder (SP, Villars-sur-Glâne) haben die Idee in einem Postulat aufgeworfen, der Staatsrat empfahl es zur Annahme und gestern hat der Grosse Rat nun den Vorstoss mit 77 gegen 15 Stimmen bei vier Enthaltungen gutgeheissen.

Damit wird der Staatsrat einen Bericht zur Luftseilbahn erstellen lassen, wobei er aufgrund der zahlreichen Abklärungen bereits erklärte, er könne die gesetzliche Frist von einem Jahr nicht einhalten.

Unterstützung ist da

De Weck verriet, dass das Projekt die Unterstützung der TPF geniesse und dass die Handelskammer die Bewältigung des Verkehrs als Priorität erachte. Dem Staatsrat dankte sie, dass dieser bereit sei, die Führung des Projekts zu übernehmen.

André Schoenenweid (CVP, Freiburg) äusserte die Ansicht, die Entwicklung von Bertigny-West und des neuen HFR-Standorts müsse prioritär behandelt werden. Eine Idee wie die Luftseilbahn sei deshalb unbedingt zu prüfen. «Die Studie sollte noch auf andere Quartiere mit einem Hügel wie die Neustadt oder den Schönberg ausgedehnt werden.»

«Es braucht neue Lösungen für die Pendler», forderte Michel Losey (FDP, Sévaz). Die vorgeschlagene Luftseilbahn sei «interessant, visionär und innovativ». Silvio Serena (CSP, Alterswil) meinte, das Projekt dränge sich mit der hohen Kapazität, den Kosten und der Machbarkeit geradezu auf.

Erika Schnyder betonte, der grosse Vorteil bestehe darin, dass für eine Luftseilbahn kein zusätzlicher Boden beansprucht werde. «Es könnte die richtige Lösung sein», sagte sie. Eine urbane Seilbahn funktioniere in Städten im Ausland und werde auch in anderen Westschweizer Städten geprüft.

Zwei Fraktionen skeptisch

Skeptisch gegenüber dem Projekt zeigte sich die SVP-Fraktion, die das Postulat mehrheitlich nicht unterstützte. Daniel Gander (Freiburg) meinte, zusätzliche Busstreifen seien wohl die billigere Lösung und man dürfe die Auswirkungen auf das Ortsbild nicht ausser Acht lassen. Er zeigte sich überzeugt, dass die Seilbahn viele Einsprachen provozieren würde.

Die SP-Fraktion unterstützte das Postulat nur teilweise. Benoît Piller (Avry-sur-Matran) sagte: «Einerseits ist es eine mitreissende Idee in einer Agglomeration, die am Verkehr leidet. Andererseits scheint das Projekt doch überproportioniert zu sein.»

 

Zahlen und Fakten

Über 3000 Fahrgäste pro Stunde

In ihrem Postulat haben die Grossrätinnen Antoinette de Weck und Erika Schnyder bereits einige Zahlen zur Seilbahn präsentiert. Diese hätte eine Länge von rund 1500 Metern mit drei Haltestellen. Die Kapazität soll 3200 Passagiere pro Stunde und die Fahrzeit 7 bis 8 Minuten betragen. Die Investitionskosten werden auf 24,5 Millionen Franken und die jährlichen Betriebskosten auf 3 bis 4 Millionen Franken geschätzt.uh

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