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Die Lust aufs Rampenlicht ist zurück

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Post aus Cordast erhalten deutsche Radiostationen eher selten. In den letzten Wochen allerdings wurden sie aus dem Dorf im Freiburger Seebezirk mit CDs beliefert. Der Absender: Thomas Tritten, Volksmusiker. Mit der CD, die er auch an Schweizer Medien verschickt hat, macht er Werbung für seinen neuen Titel, der «Sternenmeer» heisst. Es tönt wie die Geschichte vieler unbekannter Künstler. Doch bei Tritten steckt mehr dahinter. Die CD ist das Comeback des 43-Jährigen.

Genug von der Kuh

Früher war Thomas Tritten kein Unbekannter. Er weiss, dass der Durchbruch über Nacht kommen kann, weiss, wie sich Erfolg anfühlt. Im Herbst 1995 war sein Hit «s’Rösi» (eine Liebeserklärung an eine Kuh) einer der beliebtesten Radiohits der Schweiz. Michael Jackson und Bon Jovi liess er in den Airplay-Charts locker hinter sich. Im wichtigsten Wettbewerb seiner Sparte, dem Grand Prix der Volksmusik, schaffte er es damals bis ins die Finalsendung.

Dann erst lernte Tritten die Musikindustrie richtig kennen. «Die Plattenfirma wollte mehr von mir, und vor allem mehr von der Kuh Rösi», blickt Tritten zurück, mit gemischten Gefühlen. Eiligst wurde ein Folgealbum produziert, der Jungstar liess es geschehen und erreichte weitere drei Male die Schweizer Vorentscheidung des Grand Prix. Bis er die Freude an dieser Art des Musikmachens verlor. Tritten sagte dem Showgeschäft ade.

Nicht aber der Volksmusik. In seinem Studio in Cordast entwickelte Tritten seine Musik weiter, aber fortan für andere Künstler. Er machte sein Hobby zum Beruf und schuf eine Talentschmiede. Einer seiner Erfolge: Der Aufstieg der Düdinger Volksmusikzwillinge Eveline und Christiane. 2006 schafften auch sie es an die Schweizer Vorausscheidung des Grand Prix.

Diese ganze Zeit von über einem Jahrzehnt nennt Thomas Tritten «eine kreative Pause». Nun will er es wieder versuchen, diesmal als Einzelkämpfer, ohne Plattenfirma. Denn das nötige Know-how hat er inzwischen selber, und er kennt einige wichtige Leute. Der Unterschied zu früher ist die Sprache. Der neue Tritten singt Hochdeutsch, er möchte in Deutschland Fuss fassen.

Ein neues Album sei unterwegs, er habe genügend Songs im Köcher, aber wenn die CD einmal fertig sei, fange die Arbeit erst an, sagt Tritten. «Es ist eine Megabüez.» Es gelte die Radiostationen zu «bemustern», wie er es ausdrückt, sich ihnen möglichst geschickt anzupreisen. Tritten schielt ins nördliche Nachbarland, wo die Volksmusik noch einen höheren Stellenwert geniesse. Er lobt aber auch das Programm von Radio Freiburg: «Schön, dass sie solche Musik spielen», sagt er und schwärmt von der Arbeit von Moderatorin Trudi Lauper. Der Sender habe seine Single «Sternenmeer» bereits gespielt. So würden die Leute bald merken: «Den Tritten gibt es auch noch.»

Nach all den Jahren der Funkstille will Thomas Tritten zurück ins Rampenlicht. Warum gerade jetzt? Seine Begründung ist kurz und simpel: «Weil ich wieder Lust habe.»

Macht Musik für andere Künstler – und nun auch wieder für sich selbst: Thomas Tritten.Bild Charles Ellena

Blick in die Zukunft

Das neue Album kommt im Herbst

Seine zweite Karriere lanciert der Musiker Thomas Tritten aus Cordast mit dem Titel «Sternenmeer». Die zuckersüsse Ballade ist die erste Singleauskopplung aus dem neuen Album, das Tritten im Herbst veröffentlichen will. Mit Auftritten wolle er vorerst warten, sagt er: «Mal sehen, was sich ergibt.» Den FN hat Tritten eine Hörprobe eines weiteren Songs vom neuen Album gewährt. «Ich experimentiere gerne», erklärte Tritten die überraschend elektronische Musik, die mehr an die Streetparade erinnert als an Volksmusik. Nur der Text wird sich in typischen Schlager-Klischees bewegen: «Es war ein Sommer auf Mauritius / damals gaben wir uns den ersten Kuss…» Er sei noch nie auf Mauritius gewesen, gesteht Tritten. Manche Texte entsprängen seiner Fantasie. mk

Die Single «Sternenmeer» ist auf vielen Download-Portalen erhältlich, auch in der berndeutschen Fassung «Stärnemeer». Auf der Websitewww.tritten-music.ch gibt es eine CD mit beiden Versionen zu kaufen.

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