Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Milchviehausstellung wird aufgewertet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Milchviehausstellung wird aufgewertet

Delegiertenversammlung des Freiburgischen Holsteinzuchtverbandes in Treyvaux

Die bekannte Milchviehausstellung «Expo Bulle» wird zur nationalen Holsteinschau. Dies haben die beiden Zuchtverbände letzthin beschlossen, wie an der Delegiertenversammlung bekannt wurde.

Für die Holsteinzüchter wurde diese Neuerung schon vor zwei Jahren eingeführt. Neu haben nun auch die Red- Holstein-Züchter aus der ganzen Schweiz die Möglichkeit, Spitzentiere in Bulle auszustellen. Dies bedeute eine Aufwertung des Ausstellungsortes Bulle, wurde festgehalten.

Der Freiburgische Holsteinzuchtverband zählt 693 Züchter, welche in 37 Genossenschaften organisiert sind. Am gesamten Herdebuchbestand macht die Freiburger Herde 34,7 Prozent aus. Die Milchleistung der 10 960 kontrollierten Kühe (Standardlaktation) erreichte 7539 kg (+106) mit 3,94 Prozent Fett und 3,18 Prozent Eiweiss. Sieben Kühe überschritten die Lebensleistung von 100 000 kg. Geschäftsführer Jean-Charles Philipona ermunterte alle Holsteinzüchter im Kanton, sich dem Verband anzuschliessen, um so aus den Errungenschaften der Zucht Nutzen zu ziehen und mitzuhelfen beim Aufbau eines homogenen Tierbestandes.
Anstelle des zurückgetretenen Jungzüchters Joseph Demierre, La Joux, wurde Christoph Pittet, Grandvillard, in den Vorstand gewählt.

Subjektive Äusserungen des Seco

Vor 113 Jahren wurde in Treyvaux die erste Schwarzfleckvieh-Zuchtgenossenschaft des Kantons gegründet. Präsident Gérard Rouiller würdigte den Pioniergeist dieser weitsichtigen Züchter und freute sich, die Erfolge der vergangenen Jahre aufzuzählen. Er erinnerte insbesondere an die grosse Siegerin an der Expo Bulle «Rebeka» aus der Zucht Papaux (Les Ecasseys). «An Ausstellungen und Veranstaltungen finden wir die Motivation für die langfristige Zuchtarbeit», betonte Rouiller.

Er übte Kritik an Äusserungen des Staatssekretariates für Wirtschaft (Seco). Allein die Landwirtschaft für das hohe Preisniveau in der Schweiz verantwortlich zu machen sei unannehmbar. Er erinnerte daran, dass es zwischen dem Produzenten und dem Konsumenten einen Zwischenhandel gebe, der sich stolze Margen erlau-be.
Wie Felix Aeby, Dienstchef im Landwirtschaftsdepartment, ausführte, ist der Kanton an der Ausarbeitung eines neuen Landwirtschaftsgesetzes. Im Rahmen der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen sowie der AP 2007 würden dem Kanton neue Aufgaben zugewiesen, für die es eine gesetzliche Basis brauche. Der Kanton werde sich künftig nur noch mit Beiträgen an
Ausstellungen, Auktionen für Nutzvieh der Milch- und Fleischrassen sowie Schlachttieren oder anderen Zuchtförderungsmassnahmen beteiligen.

Wer Direktzahlungen beziehe, müsse künftig über eine fachliche Ausbildung vorweisen können. Mehr Professionalität bedeute auch mehr Verantwortungsbewusstsein. Dies sei erforderlich, wenn weniger Vorschriften und weniger Kontrollen gefordert würden, sagte er. ju
Welche Milchkuh für die Schweiz?

Basiert die Milchproduktion auf einem hohen Rauhfutteranteil, dürfe sich die Selektion nicht einzig auf die Milchleistung ausrichten, sondern auf die Eignung, kostengünstig Milch zu produzieren. Zu dieser Schlussfolgerung kam Ing. agr. Roger Daccord von der Eidg. Forschungsanstalt für Nutztiere in Posieux (RAP) in seinem interessanten Vortrag.

Der hohe Fettgehalt sei aufgrund der Marktverhältnisse (Butterüberschuss) nicht mehr gefragt, betonte der Referent. Bei Laktationsbeginn sei die Energieversorgung besonders wichtig, zeigte Daccord auf. Die Charakteristiken der an ein nachhaltiges Produktionssystem angepassten Milchkuh sind laut Daccord: voluminöser Pansen, Milchleistungspotenzial zwischen 8000 und 10 000 kg pro Laktation; Fähigkeit, bei Laktationsbeginn körpereigene Reserven zu mobilisieren ohne Schaden für Gesundheit und Fruchtbarkeit sowie eine solide Resistenz gegenüber Stoffwechselkrankheiten, insbesondere gegenüber Mastitis. ju

Mehr zum Thema