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Die Narren sind wieder los

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Aufgepasst, Ihr Kostverächter: Wenn Ihr schon nur beim Wort Fasnacht Pickel bekommt, dann solltet Ihr am ersten März-Wochenende in eine narrenfreie Zone fliehen. Denn heuer konzentriert sich der fasnächtliche Wahnsinn – ob katholisch oder reformiert – hauptsächlich auf ein Wochenende (siehe Kästen). Bei den grösseren Anlässen in der Region fährt nebst Greyerz nur Courtepin eine Extrawurst. Dort stürzen sich die Menschen schon an diesem Wochenende in den Carnaval. Narrenfreiheit nennt man das.

Termine von Ostern abhängig

Am Dienstag vor Aschermittwoch endet in den katholischen Gebieten Fasnacht. Wann Fasnacht ist, hängt davon ab, wann Ostersonntag ist. Ostern ist am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlings-Vollmond. Die vorösterliche Fastenzeit dauert 40 Tage. Sie endet am Karsamstag und beginnt am Aschermittwoch. Die Sonntage zählen nicht als Fastentage. Rechnet man von Ostersonntag 46 Tage zurück, landet man beim Aschermittwoch. Je später Ostern ist, desto länger dauert die fünfte Jahreszeit.

Das reformierte Murten dagegen hat vor Jahren entschieden, seine Fastnacht immer am ersten Samstag im März stattfinden zu lassen, wie Stefan Büschi, Präsident der Murtner Fastnachtsgesellschaft, sagt. Man habe damals bewusst vermeiden wollen, dass die Murtner Fastnacht mit den katholischen Fasnachten zusammen falle. Übrigens: 2020 findet in Murten die Fastnacht besonders spät statt. Es ist ein Schaltjahr und der erste Samstag fällt auf den siebten Tag des ­Monats.

Spotten oder Winter vertreiben

Vielerorts wird an Fasnacht eine Figur verbrannt. Das ist auch im Kanton Freiburg so. In Courtepin heisst sie Wacoucou, in Murten Füdlibürger, in Freiburg Rababou und in Plaf­feien Böög. Ihre Bedeutung und Funktion sind sehr unterschiedlich, je nachdem welchen historischen und zeitgenössischen Einflüssen sie unterworfen sind, wie Ethnologin Isabelle Raboud-Schüle erklärt. Feuer habe etwas Reinigendes, oft würde mit dem Verbrennen einer Figur der Winter vertrieben.

Weil während der Fasnacht die Machtverhältnisse zudem umgekehrt würden, würde mit der Figur oftmals auch jemand verspottet. Gleichzeitig sei dies für die betroffene Person eine Ehre, denn wer bedeutungslos ist, wird auch nicht verbrannt.

Die Idee, dass mit der Verbrennung einer Figur die Sünden getilgt werden, die während der Karnevalszeit begangen wurden, sei dagegen eine sehr katholische Interpreta­tion, sagt Isabelle Raboud-Schüle. «Aber es ist grundsätzlich so, dass den Figuren immer wieder neue Inhalte zu­geschrieben werden, je nach Zeitgeist.»

Courtepin

Wacoucou in Curtepy

Der Startschuss in Courtepin fällt morgen Abend in der Mehrzweckhalle Festisport. Es spielen die Guggenmusik Les Endiablés und das Orchester Loga­rythm. Zudem gibt es ein Essen, Reserva­tion obligatorisch. Ab 22.49 Uhr können auch Personen ohne Reservation die Fasnachts­party besuchen. Am Samstag durchquert der grosse Umzug Courtepin. Mit dabei sind unter anderen die Schulklassen und Kinderkrippen der Gemeinde Courtepin. Nicht fehlen darf die beliebte Konfetti­kanone aus Moudon. Zum Abschluss des Umzugs wird beim Festisport der Wacoucou angeklagt und verbrannt. Der Carnaval von Courtepin endet in der Halle mit einem grossen Konzert, an dem alle Guggenmusiken auftreten.

jmw/ce/a

 

Freiburg

Rababou an der Bolzenfasnacht

In der Freiburger Unterstadt beginnt die Bolzen-­Fasnacht am Samstag, 2. März, um 18 Uhr. Dann übergibt der Syndic auf dem Klein-St.Johann-Platz den Stadtschlüssel. Um 20.30 Uhr ziehen die Fasnächtler mit Fackeln durch die Strassen. Am Sonntag, 3. März, gibt es um 10 Uhr an der Balmgasse das traditio­nelle Guggen-Konzert. Punkt 14.39 Uhr startet der Grosse Umzug in der Unterstadt. Danach wird auf der Oberen Matte der Rababou verbrannt. Am Dienstag beginnt der Kinderumzug ebenfalls um 14.39 Uhr. Am Sonntag kostet der Umzug für Personen zwischen 6 und 12  Jahren fünf Franken; ab 12  Jahren zehn Franken. Es gibt auch einen Familienpass für 20  Franken.

rsa/Bild key

 

Plaffeien

Böög im Sense-Oberland

Mit bunten Girlanden hübsch herausgeputzt hat sich bereits Plaffeien. Die Fasnacht des Sense-Oberlands beginnt dort am Freitag, 1. März. Dies unter dem Motto «D’Schlacht am Dütschbach». Um 16.04 Uhr startet der Kinderumzug, ab 20 Uhr beginnt die Beizenfasnacht und ab 20.30 Uhr sind die Schnitzelbänke dran. Am Samstag, 2. März, beginnt um 20 Uhr der zweite Tag der Beizenfasnacht, gefolgt von einer Maskenprämierung im Hotel Alpenklub um 23.30 Uhr. Am Sonntag, 3. März, spielt die Guggen­musik Dütschbach-Schlorggeschlüüpfer um 10.30 Uhr das Frühschoppenkonzert, um 14 Uhr folgen der traditionelle Umzug und das Monster­konzert.

jp/Bild ae/a

 

Murten

Füdlibürger im Stedtli

In Murten regieren die Narren vom 2. bis am 4.  März. Höhepunkt ist der farbenfrohe Umzug am Sonntag. Am Freitag zuvor gibt es in den Beizen Schnitzelbänke und Guggenmusik. Die Kinder stehen am Samstagnachmittag im Mittelpunkt mit Kostümball und Umzug. Am Abend erhalten die Fastnächtler bei der Bühne Rüebeloch die Schlüssel der Stadt und proklamieren das Narrenrecht. Dann müssen sich Jung und Alt auf närrisches Treiben im Stedtli gefasst machen, ehe um Mitternacht die Guggenmusiken zu einem Platzkonzert aufspielen. Die Fastnacht endet mit der Verurteilung des Füdlibürgers und seiner Verbrennung auf dem Kanonenmätteli am Montagabend.

jmw/Bild ca/a

 

 

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