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Die National League zittert vor nächster Quarantäne-Verordnung

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Die zweite Spengler-Cup-Absage in Folge und in letzter Minute trifft das Schweizer Eishockey im Mark. Auch die Liga bangt in Anbetracht der «Omikron-Wand» um den dicht gedrängten Spielplan in der Olympia-Saison.

Der Spengler Cup ist für viele Hockey-Fans weit über die Landesgrenzen hinaus ein spektakuläres Traditionsturnier mit Festcharakter, für die «NZZ» gar ein «Cup der Realitätsflucht». Dieser hätte die Leute «nicht nur aus dem Ernst des Alltags, sondern auch dem mehr oder weniger grossen Ernst einer Eishockey-Meisterschaft herausgeholt.»

Dies ist nun in der Altjahreswoche erneut nicht der Fall. Gegen das noch ansteckender gewordene Corona-Virus gibt es unabhängig vom individuellen Impf-Status so gut wie kein Entrinnen. Wegen Olympia in Peking (4. bis 20. Februar) gibt es fast keinen Spielraum für Spielverschiebungen. Für die verschobenen Spiele von Davos gegen Biel (4.1.) und die SCL Tigers (8.1.) sowie das Auswärtsspiel gegen Genève-Servette (7.1.) müssen erste noch neue Daten gefunden werden.

In dieser Saison wurde die Liga bislang mit drei Quarantäne-Anordnungen (Ambri-Piotta, Genève-Servette und Davos) konfrontiert. Stand vom 27. Dezember ist bislang kein viertes Team aufgrund von vielen Corona-Fällen von einem Kantonsarzt in Quarantäne geschickt worden.

EVZ-Fälle im Oktober erst Tage nach der PartieDoch Davos mit seinen mindestens 18 Covid-Fällen trotz zahlreichen Drittimpfungen bestritt in den Tagen vor den positiven Tests Liga-Spiele gegen die ZSC Lions, Lugano, Zug und Ajoie.

Meister Zug hatte Mitte Oktober eine Partie in Davos wegen Corona-Fällen verschieben müssen, da wohl sechs Tage zuvor in der Champions Hockey League gegen RB München mehrere Ansteckungen erfolgt waren. Damals erfolgten die Ansteckungen mit der weniger ansteckenden «Delta»-Variante. Deshalb würde es nicht verwundern, wenn die Liste der Impfdurchbrüche in der Liga nun exorbitant zunehmen würde.

Eine äusserst unangenehme Lage für die Liga. «Wir stehen aktuell in engem Kontakt mit den Klubs und werden informieren, wenn es neue Entwicklungen gibt. Aktuell können wir nicht mehr sagen und auch keine Prognosen abgeben», liess Ligadirektor Denis Vaucher am Montag ausrichten.

Ein «Eishockey-Weiser» findet Positives

Den «Eishockey-Weisen» Ueli Schwarz (62), der schon in zig Funktionen (u.a. Spieler, Trainer, Sportchef, Ligadirektor) das Schweizer Eishockey mitgeprägt hat, lehrt die aktuelle Dauerkrise noch mehr Gelassenheit. Der aktuelle Verwaltungsrat im EHC Biel und TV-Experte von «MySports» weiss, dass man momentan quasi nur Tag für Tag, ja Stunde für Stunde planen kann. «Doch für mich gibt es auch positive Aspekte. Erstens konnten wir in dieser Saison bislang vor Zuschauern spielen. Und zweitens besteht die Hoffnung, dass Omikron zwar hochansteckend ist, aber mit einem ausreichenden Impfschutz wohl einen weniger schlimmen Verlauf nimmt», meint Schwarz.

Es sei nun von jedem einzelnen im Schweizer Eishockey «höchste Disziplin» zur Vermeidung einer Ansteckung gefordert. Solange vom Bund her keine Restriktionen und neue Auflagen kämen, müsse alles daran gesetzt werden, dass der Spielbetrieb in fairem Rahmen durchgezogen werden könne.

Olympia als Zankapfel?

Eine Rückkehr zu Zuschauer-Beschränkungen oder gar «Geisterspielen» wäre für alle Beteiligten nicht nur angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen schlimm. Aktuell noch mehr Kopfzerbrechen bereitet allen Involvierten Olympia in Peking, falls die Spiele durchgezogen werden. Einerseits könnten Nachtragsspiele der National League in diese Daten gelegt werden, wodurch vorab die Topteams auf Leistungsträger verzichten müssten. Andererseits droht gleichzeitig die Gefahr, dass ein in China positiv getesteter Spieler dort drei Wochen lang die Quarantäne verbringen muss. Also in der entscheidenden Meisterschaftsphase nicht oder nicht mehr in Form verfügbar wäre.

«Das wäre aus der Optik eines Arbeitgebers in der entscheidenden Meisterschafts-Phase natürlich nicht gerade schön, auch wenn es um übergeordnete Interessen ginge. Doch ich kann mir vorstellen, dass auch der Spieler selbst sich persönlich Überlegungen macht. Das sind sicher Sachen, die von allen Seiten und Stufen wie dem Internationalen Olympischen Komitee, den Klubs, Verbänden und Ligen in nächster Zeit diskutiert werden müssen», denkt Schwarz. Olympia droht dann, zum Zankapfel zu werden. Dabei ist es immer noch die höchste Wettbewerbsstufe, die ein Athlet erreichen kann.

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