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Die natürlichste Sache der Welt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Tagtäglich werden Babys auf der ganzen Welt auf unterschiedlichste Art und Weise geboren. Die einen müssen in den durchorganisierten Terminkalender ihrer Eltern passen und werden per Kaiserschnitt in einem Hightech-Spital zum gewünschten Zeitpunkt auf die Welt geholt, während andere unter einfachsten Bedingungen fern jeglicher Zivilisation und ohne medizinische Hilfe ganz einfach auf die Welt kommen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Hype um Hypnobirthing

Seit der Geburt von Prinz George in England ist «Hypnobirthing» plötzlich in aller Munde, zumindest in westlichen Breitengraden. Herzogin Catherine von England bereitete sich auf die Geburt ihres Sohnes mit Hypnobirthing und Schwangerschaftsyoga vor. Aber was genau ist denn nun Hypnobirthing? Hypnobirthing ist weder Magie noch Hokuspokus. Einerseits handelt es sich dabei um eine Philosophie und andererseits um eine Technik, die eine sanfte und natürliche Geburt zum Ziel hat.

Hypnobirthing besteht aus verschiedenen Elementen: Die Methode beinhaltet Tiefenentspannung, Meditation und Selbsthypnose. Mittels Atemtechniken, Visualisieren, Entspannungsübungen und Vertiefungstechniken versetzen sich Schwangere und Gebärende in einen tranceähnlichen Zustand, in welchem sie zwar keine Schmerzen empfinden, aber dennoch jederzeit spüren, was passiert–ähnlich zum Beispiel den Feuerläufern. Diese bringen sich bekanntlich mittels Ritualen und Gesängen in Trance und laufen barfuss über glühende Kohlen, ohne sich dabei die Fusssohlen zu verbrennen.

So etwas geht aber nicht von alleine. Dieser Zustand muss gelernt sein. «Es ist viel Arbeit», meint Julia Reidy aus Münchenwiler. Sie ist eine von 55 Hypnobirthing-Kursleiterinnen in der Schweiz. Sie selbst hat die Ausbildung zur Kursleiterin während ihrer Schwangerschaft gemacht und sich selber dabei intensiv auf die bevorstehende Geburt vorbereitet. Wie ein Spitzensportler. «Jeder Sportler, der einen Marathon gewinnt, ist diesen zuvor in seinem Kopf bereits hunderte Male gelaufen», sagt sie. Auch Reidy ist die Geburt ihres zweiten Kindes hunderte Male in ihrem Kopf durchgegangen, bevor sie ihre zweite Tochter in einem Geburtspool zu Hause gebar. Ohne Schmerzmittel, ohne piependes Elektrokardiogramm und ohne externen Eingriff, nur in Begleitung ihres Mannes. «Nur die letzten fünf Minuten waren schmerzhaft», meint sie rückblickend. «Ganz wichtig ist, dass man Vertrauen hat. Vertrauen in sich und seinen Körper.» Denn dieser wisse schon, was gut sei für ihn. So habe sie die Hebamme erst eine halbe Stunde vor der Entbindung rufen lassen, als sie Heisshunger auf ein Currysandwich bekommen habe.

Hypnobirthing kommt aus den USA. Dort entwickelte Marie Mongan 1989 diese Methode als Vorbereitung für eine ruhige, sanfte und natürliche Geburt durch Selbsthypnose nach dem Motto «Back to the Roots» («Zurück zum Ursprung»). Reidy meint, es habe schon immer Frauen gegeben, die das Wissen um die Geburt und um das «Ganz-beim-Kind-Sein» gehabt hätten, nur brauche dieses Wissen halt einen Namen und dieser sei nun mit Hypnobirthing gegeben.

In Schweizer Spitälern hat Hypnobirthing noch nicht Einzug gehalten. Die Frauenklinik des Berner Inselspitals ist damit nicht vertraut. Auch die Gemeinschaftspraxis der Gynäkologen Claudia Andres und Eduard Neuenschwander in Bern kennt sich mit der Thematik nicht genauer aus. Andres hatte zwar mal eine Klientin, die sich mit Hypnobirthing auf die Geburt vorbereitete, das Gelernte jedoch wegen Komplikationen nicht anwenden konnte. «Generell kann mit Hypnose viel erreicht werden», meint sie. So setze beispielsweise eine Berufskollegin ihren Patientinnen die Spirale mittels Hypnose ein. Die Frauen würden dabei keine Schmerzen verspüren. Die Gynäkologin sieht in Hypnobirthing keinerlei Risiken. Im Gegenteil. Mit Hypnobirthing würden weniger Periduralanästhesien und Medikamente gebraucht. Das senke die Gesundheitskosten und unterstütze die natürliche Geburt.

Geburt: Zwei Kursleiter in der Region

H ypnobirthing wurde 1989 von Marie Mongan in den USA entwickelt. Die Amerikanerin Sydney Sobotka-Brooks brachte die Methode nach Deutschland, in die Schweiz und nach Österreich. Heute gibt es in der Schweiz 54 Kursleiterinnen und einen Kursleiter. Im Raum Freiburg-Murten bieten die beiden Kursleiterinnen Julia Lange (Freiburg) und Julia Reidy (Münchenwiler) Hypnobirthing-Kurse an. Die Kurskosten belaufen sich auf 750 Franken pro Paar für vier Mal Gruppenunterricht. Am Donnerstag, 22. August, findet um 19.30 Uhr im Geburtshaus «Le Petit Prince» in Givisiez eine Informationsveranstaltung statt. Der Eintritt ist frei. cw

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