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«Die NLA ist keine Prügel-Liga»

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Autor: frank stettler

Während das Spitzenspiel der 40. NLA-Runde für Gottéron-Trainer Hans Kossmann ganz einfach «eine Schande für das Schweizer Eishockey» gewesen war, strich sein Gegenüber Doug Shedden hervor, wie stolz er auf die Leistung seiner Mannschaft sei. Knapp eine Woche später haben sich die Wogen allmählich geglättet. «Der Match war ein wichtiger Lehrblätz für uns», sagt Verteidiger Marc Abplanalp. «Darauf waren wir nicht eingestellt. Es ist gut, dass uns dies passiert ist. So können wir lernen, wie wir künftig auf solche Ereignisse reagieren.»

Nicht Teil der Show

Der 28-jährige Grindelwaldner kassierte selber eine Spieldauerdisziplinarstrafe, nachdem er sich mit Corsin Camichel geschlagen hatte. Unüblich für einen Spieler, der normalerweise kaum auf der Strafbank anzutreffen ist. «Es ging sicher auch darum, ein Zeichen zu setzen.» Eigentlich wollte Abplanalp nur zwischen Christian Dubé und Thomas Rüfenacht schlichten, als ihn Camichel von hinten angriff. «Dubé ist ein wichtiger Spieler von uns, deshalb griff ich ein.» Die Partie habe sich vom ersten Bully an in diese Richtung entwickelt. «Und dann waren wir selber auch geladen», so der Verteidiger.

Während der EVZ mit Timo Helbling, Thomas Rüfenacht, Josh Holden und Co. diverse Spieler mit übermässigem Aggressiv-Potenzial in seinen Reihen hat, ist es bei Gottéron im Grunde nur Shawn Heins. «Trotzdem denke ich nicht, dass uns diese Spielertypen fehlen. Die Nationalliga A ist keine Prügelliga. In der NHL sind Schlägereien Teil der Show. Bei uns gibt es diese Show nun einmal nicht. Zumal hierzulande viel zu schnell bestraft wird.» Zug sei aber nun einmal eine Mannschaft, welche den Gegner mit Provokationen aus dem Gleichgewicht bringen wolle, hält Marc Abplanalp fest. «Unser Spiel ist dies nicht. Dreinschlagen kann auch jeder von uns, das ist nicht das Problem.»

«Haben andere Qualitäten»

Deshalb lassen ihn auch jene Stimmen kalt, die sagen, dass Gottéron eine zu weiche Mannschaft habe. «Wie gesagt, das ist nicht unser Stil und niemand kann erwarten, dass wir so spielen. Es ist nicht eine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Spieler wie Helbling und Rüfenacht, mit dem ich übrigens selber zusammengespielt habe und der im Grunde ein super Typ ist, können nichts anderes. Wir haben andere Qualitäten, auf die wir setzen.» Letztlich sei die Begegnung gegen Zug eine gute Vorbereitung für die bevorstehenden Playoffs gewesen, ist Abplanalp überzeugt. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in einer Serie gegen Zug anders vonstattengehen würde.»

Spätestens heute, wenn es gegen die SCL Tigers geht, ist die letzte Partie Geschichte. In Langnau will sich Marc Abplanalp, der seinen Vertrag mit Gottéron vor Weihnachten um drei Saisons verlängert hat, wieder an die Leistungen von Ende 2011 anknüpfen. Zusammen mit seinem Abwehr-Partner Michael Ngoy hat Abplanalp die mit Abstand beste Plus/Minus-Bilanz des Teams. Doch just seit dies in einem Artikel in der «Libérte» thematisiert wurde, läuft es dem Duo nicht mehr rund. «Am liebsten würde ich nicht mehr darüber sprechen», sagt er deshalb mit einem Augenzwinkern. «Klar ist, dass wir uns wieder steigern müssen.»

Fehlerquote senken

Dass die Defensive von Gottéron seit dieser Saison merklich sattelfester ist als noch unter der Ära Pelletier, liegt für Abplanalp ganz klar am System von Trainer Kossmann. «Natürlich sind wir alle auch erfahrener geworden und mit Michal Barinka kam ein guter Verteidiger hinzu. Nicht zu vergessen sind die Stürmer, die ebenfalls das Ihre dazu beitragen.» Hinsichtlich der Playoffs erwartet die Nummer 2 diesbezüglich eine weitere Steigerung. «Das Spiel lebt von den Fehlern, sonst gäbe es keine Tore. Es geht nun darum, die Fehlerquote weiter zu senken.» Am besten bereits heute, beim Auswärtsspiel in Langnau.

Auch wenn es hier nicht danach aussieht: Marc Abplanalp (l.) war im Boxkampf gegen Zugs Corsin Camichel Punktesieger.Bild Keystone

Der heutige Gegner

Die Fakten zu den SCL Tigers

• Nach einer kaum endenden Talfahrt haben sich die Tigers wieder ein wenig aufgerappelt und vier der letzten sechs Spiele gewonnen.

• Der künftige Gottéron-Verteidiger Sébastien Schilt konnte sich in bisher 25 Partien zwei Tore und zwei Assists gutschreiben lassen.

• Die SCL Tigers haben das schlechteste Boxplay der Liga.

• Im Direktvergleich führt Gottéron mit 2:1 Siegen. fs

Vorschau:Huet kehrt in Langnau zwischen die Pfosten zurück

Gegen Biel und den EV Zug musste Cristobal Huet krankheitshalber passen. Heute beim Auswärtsspiel in Langnau wird er wieder anstelle von Ersatzhüter Simon Rytz ins Freiburger Tor zurückkehren. Der Franzose mit Schweizer Pass, der seit geraumer Zeit ein Angebot von Gottéron für eine Vertragsverlängerung auf dem Tisch liegen hat, zögert noch mit der Unterschrift. Der von den Chicago Blackhawks ausgeliehene Huet wird Ende Saison zum Free Agent, was ihn auch für die NHL wieder interessant machen könnte. Huet, dem es in Freiburg im Grunde ausgezeichnet gefällt, will sich womöglich so lange wie es geht sämtliche Optionen offen halten und sich erst im Sommer entscheiden.

«Eine stolze Mannschaft»

Der Wechsel im Tor ist heute die einzige Veränderung im Kader gegenüber dem Zug-Spiel. Verletzt ist einzig Pavel Rosa (Adduktoren). Trainer Hans Kossmann erwartet heute in der Ilfis eine Knacknuss. «Zuletzt haben die Tigers zuhause Bern ausgekontert. Wir müssen vorsichtig sein und defensiv besser spielen als in den vergangenen Spielen. Langnau ist eine stolze Mannschaft. Sie werden voll angreifen.» Heute gegen die Tigers und morgen zuhause gegen den SCB erwartet Kossmann mindestens drei Punkte.fs

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