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Die Nuancen im Elektroheizungsverbot

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Von den heute 11 000 Stromheizungsbesitzern im Kanton werden gegen 80 Prozent ihren «ineffizienten Energiefresser» – wie Staatsrat Beat Vonlanthen die Anlagen bezeichnet – ohne weiteres ersetzen. Die restlichen 20 Prozent können von Ausnahmeregelungen profitieren.

Diese treten in Kraft, wenn der vorgeschriebene Ersatz der Heizung bis 2025 aus technischen, betrieblichen oder anderen «wichtigen» Gründen nicht möglich oder unverhältnismässig ist. Dies sagte Vonlanthen gestern vor den Medien beim Start der Abstimmungskampagne zum neuen kantonalen Energiegesetz. Der Staatsrat wolle einen sanften Wechsel: «Wir berücksichtigen die Härtefälle.» Die Vorlage wird dem Volk am 25. November unterbreitet (siehe Kasten).

Gestattet viel Flexibilität

Ausnahmen sind namentlich möglich bei Zweitwohnungen; wenn eine Bodenheizung installiert ist und der Ersatz mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden wäre; bei längeren Amortisationsfristen oder wenn der Eigentümer Probleme bei der Finanzierung anmelden kann.

In der Theorie umfassen diese Ausnahmen einen grossen Kreis von möglichen Nutzniessern. Doch wie Energieamts-Chef Serge Boschung klarstellte, wird ein grosser Teil in den nächsten 13 Jahren ihre in die Jahre gekommenen Heizungen ohnehin ersetzen müssen. Nach Ablauf der rund 35-jährigen Lebensdauer ihrer Anlage, müssen sie sich nach einer anderen, sauberen Technologie umsehen. Seit 1990 dürfen keine neuen Elektroheizungen mehr eingebaut werden.

Wichtig für Energiewende

Der zuständige Staatsrat sucht das Gespräch. Er will die Bürger von den Vorteilen des neuen Gesetzes im Allgemeinen und des Verbotes von Elektroheizungen im Besonderen überzeugen. «Das Verbot ist wichtig, um die Energiewende herbeizuführen.» Allein die Elektroheizungen sind für rund zehn Prozent des Freiburger Stromverbrauchs verantwortlich; im Winter, wenn mehr Elektrizität importiert wird, gar für 20 Prozent. Der Wert gilt auch auf nationaler Ebene. Das Energiegesetz ermögliche den Freiburger Beitrag zur allgemeinen Energiewende, sagte Vonlanthen.

Auch finanziell seien die Vorteile sauberer Heizungen klar, sagten Vonlanthen und Boschung unisono. Nicht zuletzt mittels staatlicher Unterstützung kämen Eigentümer bei der Investition in ein neues System nicht schlechter weg als mit einer neuen Elektroheizung. Sie sparten zusätzlich bei den Heizkosten. Somit seien die Kosten rasch amortisiert.

 Klar ist, dass Vonlanthen nichts anbrennen lassen will. Er weiss, dass die Vorlage Emotionen weckt, und sagt: «Wir müssen aufpassen.» Deshalb sucht er vermehrt das Gespräch. Und er hält fest: «Diese Heizungen müssen verschwinden. Ob 2025 oder 2030 ist letztlich sekundär.»

 

Energiegesetz: Am 25. November wird abgestimmt

D as revidierte Energiegesetz hat als Ziel die 4000-Watt-Gesellschaft. Es steht unter dem Eindruck des Entscheids für den Ausstieg aus der Atomenergie. Der Grosse Rat winkte es mit 95 zu 0 Stimmen durch. Als Stolperstein erwies sich aber die Verpflichtung, alle Elektroheizungen und Elektroboiler bis 2025 zu ersetzen. Stockwerkeigentümer aus einer Siedlung in Villars-sur-Glâne legten sich quer und sammelten über 12 000 Unterschriften für ein Referendum. Darum stimmt das Volk am 25. November über die Revision ab. fca

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