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Die perfekte Saison von Freiburg Olympic

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Ein absichtlich daneben gesetzter Freiwurf von Dusan Mladjan sicherte Olympic letztlich den 17. Meistertitel. Mit 74:73 lag Freiburg vier Zehntelsekunden vor Ende der Partie vorne – zu wenig Zeit für die Genfer, um noch einen Korb erzielen zu können. Mit der Schlusssirene brachen im mit 3000 Zuschauern zum Bersten vollen St. Leonhard alle Dämme. Der Weg zum zweiten Triple nach 2007 mit Championat, Liga- und Schweizer Cup war an diesem Samstag aber ein langer gewesen. Genf leistete erbitterten Widerstand.

Mladjan und Touré überragend

Die Gäste – mit dem Rücken zur Wand – konnten ihre beste Leistung in dieser Finalserie abrufen und stellten die Freiburger mit einer erstmals praktizierten 1-3-1-Zonendefensive vor erhebliche Probleme. Zupass kam den Genfern zudem, dass das bis anhin so souveräne Olympic Zeichen von Nervosität offenbarte. «Für uns war es eine tolle Gelegenheit, den Titel vor eigenem Publikum zu holen. Wir wollten es nicht enttäuschen», sagte Spielmacher Jérémy Jaunin dazu. «Damit haben wir uns zusätzlichen Druck auferlegt.» Teils schlecht gema­nagte Ballbesitze und Missverständnisse auf dem Parkett waren die Folge davon. Genf nutzte diese unerwarteten Schwächen von Olympic und lag meist mit ein paar Punkten in Führung. Insbesondere der Ex-Freiburger Roberto Kovac (23 Punkte) schockte mit seinen Körben Olympic-Spieler wie Freiburger Anhang gleichermassen.

«Unsere Stärke aber war die ganze Saison über, dass wir immer einen Weg fanden, um den Sieg zu holen», erklärte der Kanadier Murphy Burnatowski. In 45 Spielen (inklusive Playoffs) gelang den Freiburgern das 42-mal – neuer Liga-Rekord. Auch im fünften Spiel des Playoff-Finals konnte Olympic auf seine Leader zählen. Da war zunächst Babacar Touré, der zum MVP (der wertvollste Spieler) ausgezeichnete Senegalese, der sich nicht weniger als 11 Offensiv-Rebounds krallte und den Freiburgern damit immer wieder zweite Chancen offerierte, und da war natürlich Dusan Mladjan. Der wohl beste Distanzschütze der Liga traf, wenn es darauf ankam. Erst brachte er seine Farben zwei Minuten vor Ende mit einem Dreier in Führung, dann versenkte er einen seiner unnachahmlichen Distanzwürfe von weit hinter der Dreierlinie zum 74:70, nachdem sein Bruder Marko auf der Gegenseite den möglichen Siegeswurf vergeben hatte. Teufelskerl Kovac konterte nur Sekunden vor Ende zwar abermals mit einem Dreier, doch das sollte wie eingangs erwähnt nicht mehr reichen.

Immer an das System geglaubt

«Wir haben zwar noch einmal ein grosses Spiel gezeigt, doch das genügt gegen eine grosse Mannschaft eben nicht immer», bedauerte der Genfer Arnaud Cotture, auch er wie Kovac und Marko Mladjan ein Ex-Freiburger. «Ich denke nicht, dass Olympic so viel besser als wir in dieser Finalserie gewesen ist, es war aber deutlich konstanter als wir. Eine Konstanz, die uns schon die ganze Saison gefehlt hatte. Gratulation an Freiburg. Es hat seine Aufgabe erfüllt, und das sehr gut.» Vedran Bosnic, der Trainer des Verlierers, zollte dem Triple-Gewinner Respekt. «Olympic ist das beste Team der Liga und hat den Titel verdient. Ich bin aber stolz, wie meine Mannschaft heute nochmals alles gegeben hat.»

Derweil versuchte Olymics Burnatowski, das Triple einzuordnen: «Niemand von uns konnte eine solche unglaubliche Saison erwarten. Wir wussten, dass wir über die Bausteine verfügen, um Grossartiges zu realisieren, aber dass es dann so aufgegangen ist, ist fantastisch.» Das Team habe Charakter. Nie habe es im Verlauf der langen Saison auch nur die geringsten Probleme innerhalb der Mannschaft gegeben, sagte der Kanadier. Jaunin, der mit seinem früheren Arbeitgeber Genf bereits alle Pokale einmal gewonnen hat, aber noch nie das Triple, ergänzte: «So wie heute auch sind wir nie eingebrochen. Wir haben stets an unser Spielsystem und an unseren Coach geglaubt. Wir wussten, dass sich das ausbezahlen wird. Das Triple mit dieser tollen Truppe zu gewinnen, ich könnte mir wirklich nichts Schöneres erträumen.»

Der eigentliche Baumeister des Freiburger Triumphs, Petar Aleksic, liess seinen Emotionen nur unmittelbar nach der Schlusssirene freien Lauf. Minuten später genoss er seinen grössten Erfolg als Trainer still für sich. Die Erleichterung des Bosniers darüber, dass Olympic den Sack am Samstag zumachen konnte, war immens. «Es war zuletzt nicht einfach. Wir hatten angeschlagene Spieler wie Mladjan und Timberlake (Red.: der Amerikaner spielte trotz einer Ellbogenverletzung). Vor Spiel drei am Dienstag in Genf habe ich meinen Spielern gesagt: ‹Wir müssen den Final zu Hause gewinnen.› Wir haben alles auf eine Karte gesetzt.»

Egal, wie gross das Budget ist oder welche Spieler im Kader stehen, von Olympic würden immer Siege erwartet, erinnerte Aleksic. «Das Triple zu holen, nachdem wir letzte Saison keinen Titel gewinnen konnten, ist eine fantastische Leistung. Wir hatten in diesem Jahr so viele tolle Momente, ich bin wirklich stolz auf meine Spieler.» Natürlich seien Teamleader wie Touré, Mladjan, Slobodan Miljanic oder Chad Timberlake vorneweg marschiert, «aber auch die jungen wie Boris Mbala oder Natan Jurkovitz haben ihre Aufgaben wirklich mit Bravour gelöst», freute sich Aleksic. Er habe von Beginn weg verlangt, dass seine Spieler mit der Haltung von Champions auftreten würden. Nun haben sie nicht nur mit der Attitude eines Champions gespielt, mit dem Triple sind sie es definitiv auch.

Telegramm

Freiburg Olympic – Genf 74:73 (35:40)

St. Leonhard. 3000 Zuschauer. SR: Novakovic/Herbert/Clivaz.

Olympic: Touré (22), Jaunin, Burnatowski (9), Miljanic (7), Jurkovitz (6); Dusan Mladjan (16), Mbala (2), Timberlake (12).

Genf: Addison (10), Cotture (11), Massamba (11), Kovac (23), Marko Mladjan (10); Jeftic (4), Williams (2), Grüninger (2), Gravet.

Playoff-Final (best of 7). Endstand: 4:1.

Triple-Team Saison 17/18

Spieler: Boris Mbala, Jérémy Ebenda, Jérémey Jaunin, Slobodan Miljanic (MNE), Murphy Burnatowski (CAN), Dusan Mladjan, Nabavar Touré (SEN), Dylan Schommer, Victor Desponds, David Fosserat, Chad Timberlake (USA), Mohamed Souare, Natan Jurkovitz, Darrel Vinon (USA). Trainer: Petar Aleksic. Assistent: Andrej Stimac.

Palmarès Olympic

17 Meisteritel: 1966, 1971, 1973, 1074, 1978, 1979, 1981, 1982, 1985, 1992, 1997, 1998, 1999, 2007, 2008, 216, 2018.

Schweizer Cup: 1967, 1976, 1978, 1997, 1998, 2007, 2016, 2018.

Liga Cup: 2007, 2008, 2009, 2010, 2018.

«Unsere Stärke war die ganze Saison über, dass wir immer einen Weg fanden, um den Sieg zu holen.»

Murphy Burnatowski

Olympic-Spieler

«Das Triple mit dieser tollen Truppe zu gewinnen, ich könnte mir wirklich nichts Schöneres erträumen.»

Jérémy Jaunin

Olympic-Spieler

Freiburg Olympic – Genf 74:73 (35:40)

St. Leonhard. 3000 Zuschauer.

Olympic: Touré (22), Jaunin, Burnatowski (9), Miljanic (7), Jurkovitz (6); Dusan Mladjan (16), Mbala (2), Timberlake (12).

Genf: Addison (10), Cotture (11), Massamba (11), Kovac (23), Marko Mladjan (10); Jeftic (4), Williams (2), Grüninger (2), Gravet.

Final (best of 7). Endstand: 4:1.

Team Saison 17/18

Spieler: Boris Mbala, Jérémy Ebenda, Jérémy Jaunin, Slobodan Miljanic (MNE), Murphy Burnatowski (CAN), Dusan Mladjan, Babacar Touré (SEN), Dylan Schommer, Victor Desponds, David Fosserat, Chad Timberlake (USA), Mohamed Souare, Natan Jurkovitz, Darrel Vinon (USA). Trainer: Petar Aleksic. Assistent: Andrej Stimac.

Palmarès Olympic

17 Meistertitel: 1966, 1971, 1973, 1074, 1978, 1979, 1981, 1982, 1985, 1992, 1997, 1998, 1999, 2007, 2008, 216, 2018. Schweizer Cup: 1967, 1976, 1978, 1997, 1998, 2007, 2016, 2018. Liga Cup: 2007, 2008, 2009, 2010, 2018.

Ausblick

Wieder europäisch – aber mit welchem Team?

Ein Triple lasse sich nicht planen, sagte Philippe de Gottrau. «Im Liga-Vergleich haben wir nur das dritt- oder viertgrösste Budget», stapelte der Olympic-Präsident wohl ein wenig tief. «Wir verfügen nicht über die besten Individualisten, dafür stellen wir aber das beste Team. Wir suchen keine Stars, sondern Siege im Kollektiv.» Der Schlüssel zum Erfolg sei gewiss Trainer Petar Aleksic gewesen. «Er will sich immer verbessern und wie der Vorstand auch hat er aus Fehlern gelernt.» De Gottrau erinnerte daran, dass mit Aleksic als Trainer erst neun Finals verloren gingen, ehe diese Negativserie mit dem Double 2016 (Meisterschaft und Schweizer Cup) durchbrochen hatte werden können. «Viele sagten damals, Petar sei ein Verlierer. Ich entgegnete stets: ‹Nein, Petar ist ein Champion.› Der heutige Tag gibt mir recht.»

Mit dem Triple ist für den Olympic-Präsidenten klar, dass die Freiburger auf das internationale Parkett zurückkehren müssen. Letztmals hat Olympic 2009 an der EuroChallenge teilgenommen. «Diese Mannschaft hat es verdient, international zu spielen. Wir werden schauen, was die beste Option für uns ist. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir versuchen werden in der Champions League teilzunehmen.» Nach der EuroLeague ist die Cham­pions-League der zweithöchste europäische Wettbewerb. Sollte es mit der Qualifikation nicht klappen, würden die Freiburger immer noch im EuroCup starten können, der dritthöchsten Stufe.

Wie viele Spieler der aktuellen Mannschaft dann dabei sein werden, ist allerdings völlig offen. Im Schweizer Basketball sind Einjahres-Verträge die Regel, und so kommt es dazu, dass Olympic für die Saison 2018/19 noch keinen einzigen Spieler unter Vertrag hat. «Jeder der Spieler hat das Triple verdient und viele haben Lust, in Freiburg zu bleiben», gibt sich de Gottrau trotz dieser speziellen Situation nicht sonderlich beunruhigt. «Natürlich steigen mit diesen Erfolgen die Ansprüche der Spieler.» Der Verein weise dank seinen vielen Sponsoren gewisse Mittel auf, «deshalb hat der Club Beständigkeit. Aber wir werden jetzt sicher keine verrückten Dinge tun. Zudem drücken den Club noch immer Schulden (Red.: rund 170 000 Franken). Wir haben diese Saison gut gearbeitet, das zeigen die Resultate auf dem Parkett. Die Schulden sind deshalb die eine Sache, gleichzeitig wollen wir den erwirtschafteten Bonus auch für das Team nutzen.»

fs

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