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Die «Pfielleicht-Rose»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ratgeber Garten

 Haben Sie eine Pfingstrose in Ihrem Garten? Nein? Wenn Sie verführt werden möchten, dann lesen Sie hier weiter.

 

 Beginnen wir der Ehrlichkeit halber mit dem einzigen Nachteil der Pfingstrose: Sie blüht nur einmal im Jahr, im Sommer und Herbst blättert sie schmucklos vor sich hin. Aber ist das ein Nachteil? Nein. Wenn sie blüht, dann tut sie das dermassen überschwänglich, die Blüten sind von solch einer überirdischen Schönheit und einem derart betörenden Duft, dass es irgendwann auch mal reicht. Und was heisst hier «schmucklose Blätter»? Nichts dergleichen, die der Pfingstrose schmücken durchaus.

Man sagt ja Rosen divenhafte Zickigkeit nach. Das ist an sich sowieso falsch, bei der pfingstigen jedoch völlig daneben. Kaum ein Gewächs ist so genügsam: Am liebsten ist es ihr, wenn man sie nach dem Pflanzen in Ruhe lässt. Sie dankt es damit, dass sie von Jahr zu Jahr breiter wird und mehr Blüten produziert. Und anders als viele Pflanzen, die sich schon nach wenigen Jahren für immer verabschieden, bleibt sie uns jahrzehntelang treu wie eine Schildkröte.

Einige Hinweise sollte man doch beherzigen. Es gibt verschiedene Päonien (Strauch-/Baum- und Staudenpäonien), hier beschränke mich auf die staudige Bauernpfingstrose, Paeonia officinalis, mit der geht man immer auf Nummer sicher. Pflanzen Sie sie an einen sonnigen Standort und nicht zu tief, sonst wird sie nur spärlich oder gar nicht blühen. Düngen? Müssen Sie nicht, sie holt sich die wenigen nötigen Nährstoffe mit ihren tiefen Wurzeln selber. Ameisen krabbeln auf den Knospen rum? Keine Panik, die laben sich nur an den süss-klebrigen Ausscheidungen. Die einzige Arbeit, die Sie mit ihr haben, ist das Wegschneiden der abgestorbenen Blätter. Ich mache das erst im Februar/März, damit sie bis dahin einen Winterschutz hat.

Der deutsche Name kommt übrigens daher, dass sie an Pfingsten blüht. Anscheinend. Meine hielt sich bislang nicht dran. Aber wer weiss, «pfielleicht» schafft sie es ja irgendwann.

Fragen? Ich würde mich «pfreuen».

 Nicole Häfligerstudierte Germanistik/Anglistik und arbeitete fünfzehn Jahre als Gymnasiallehrerin in Freiburg. 2012 hat sie ihre lang gehegte Leidenschaft zum Beruf gemacht und verdient heute ihr Geld in den Bereichen Gartendesign/-unterhalt. Im eigenen Garten zieht sie vor allem Stauden, Gemüse und Heil-/Gewürzkräuter. nicole-haefliger@gmx.ch

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