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Die POZ-Gemeinden sind unter Zeitdruck

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In Plaffeien sagten 81 Prozent Ja zur Fünferfusion, in Oberschrot 80 und in Zumholz 75 Prozent. Damit war die Zustimmung in Plaffeien am grössten. Kann der Plaffeier Syndic Otto Lötscher das Abstimmungsresultat von gestern deshalb mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten? «Nein, kein lachendes Auge. Wir wollten eine Fünferfusion, und die ist nun gescheitert», so die klare Aussage Lötschers, der sich als Präsident der Arbeitsgruppe Fusion in den vergangenen Jahren stark für die Fusion eingesetzt und viel Herzblut und Zeit darin investiert hat. Positiv stimmt Otto Lötscher hingegen, dass das Resultat in den POZ-Gemeinden deutlich ausgefallen ist. «Das ist von Bedeutung für den weiteren Verlauf.» Gleich sehen dies Irene Herzog-Streuli, Gemeindepräsidentin von Zumholz, und Armin Jungo, Ammann von Oberschrot. «Wir dürfen dies als Auftrag werten, weiterzumachen», sagt Irene Herzog. Sie wollen nun zu dritt fusionieren. «Das ist keine Notlösung oder gar eine Zweckheirat, sondern der logische Schritt», betont Armin Jungo.

Gemeindegrenze unwichtig

Er habe diese klare Zustimmung der Oberschroter zur Fusion so erwartet, sagt Jungo. «Wir sind mittlerweile ein Kulturkreis geworden. Die Bewohner der POZ-Gemeinden sind zusammengewachsen und arbeiten zusammen. Ihnen ist egal, wo die Gemeindegrenzen sind», sagt er. Auch in Zumholz hätte die Bevölkerung eingesehen, dass eine Gemeinde mit 420 Einwohnern längerfristig nicht bestehen könne, sagt Herzog.

Damit die Fusion von Plaffeien, Oberschrot und Zumholz von der Finanzhilfe des Kantons profitieren kann, muss die Fusion bis Ende Jahr unter Dach und Fach sein. Die Abstimmung muss sogar bis Ende September 2015 durch sein, damit die Gemeinderatswahlen vom Frühjahr 2016 auf Herbst 2016 verschoben werden können und so die Gemeinden nicht innerhalb eines Jahres zweimal ihre Exekutive wählen müssen. Damit dieser Zeitplan realistisch bleibt, müssen die POZ-Gemeinden ihre Fusionsvereinbarung bis am 30. Juni 2015 beim Staatsrat einreichen. «Das ist ein sportlicher Zeitplan», sagt Otto Lötscher. Deshalb gehe es nun nahtlos weiter. «Es kommt viel Arbeit auf uns zu», sagt Irene Herzog-Streuli. Zuerst wird das weitere Vorgehen in den drei Gemeinderäten besprochen; diese müssen ihre Zustimmung geben. Bereits am 18. März trifft sich die redimensionierte Arbeitsgruppe Fusion zum nächsten Mal.

Später über die Bücher

Die POZ-Gemeinden hatten ursprünglich zu dritt angefangen und machen nun zu dritt weiter. Otto Lötscher kann sich vorstellen, dass Brünisried in einigen Jahren über die Bücher muss und wieder über eine Fusion nachdenkt. «Wollen die beiden Gemeinden in einigen Jahren zu uns stossen, nehmen wir sie dennoch auf», sagt Armin Jungo.

 

 

Oberamtmann: «Die logische Fusion»

K ommt es zur Fusion zwischen Plaffeien, Oberschrot und Zumholz, zählt diese neue Gemeinde rund 3700 Einwohner. «Eine Dreierfusion ist für mich auch in Ordnung. Die POZ-Gemeinden arbeiten schon heute in vielen Bereichen zusammen, es ist eine logische Fusion», sagt der Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser. Er hatte in seinem Fusionsplan für das Sense-Oberland hingegen die Fünferfusion mit Plasselb und Brünisried vorgesehen. «Es ist schade, dass es nicht geklappt hat, diese fünf Gemeinden hätten eine gute Einheit gebildet», sagt Bür-gisser. Man müsse diese Abstimmungsresultate respektieren. Gleichzeitig müsse die Bevölkerung von Brünisried und Plasselb nun auch die Konsequenzen tragen und sich in Zukunft in den Kommissionen und im Gemeinderat engagieren.

Gefreut hat den Oberamtmann, dass die Jugend-Abstimmung in allen fünf Gemeinden eine Zustimmung zur Fünferfusion ergeben hat (siehe Text links). ak

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