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«Die Pride ist für uns wichtiger denn je»

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«Hat die Pride heutzutage noch ihre Daseinsberechtigung?» Diese Frage werde ihm immer wieder gestellt, sagte Alexandre Robatel gestern vor den Medien. Statt auf langwierige Erklärungen griff der Präsident des Vereins Fribourg Pride Freiburg auf ein schlagendes Beispiel zurück, das er bei der Organisation des Anlasses gegen die Homophobie selbst erlebt hatte: Als er in einem Hotel Zimmer für die Pride reservieren wollte, habe er eine Absage erhalten. Dies mit der Begründung, der Anlass entspreche nicht den Werten der Hotelbetreiber. «Deshalb meine Antwort: Ja, die Pride ist nötig.»

Feiern und diskutieren

Bereits 2013 hatte die Pride Romandie in Freiburg stattgefunden und 12 000 Besucherinnen und Besucher angelockt. Vom 24. bis zum 26. Juni kommt sie erneut in die Saanestadt und wartet mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm, einem farbenfrohen Umzug und einem gemütlichen Ausklang auf (siehe Kasten). Unter dem Motto«Anders zu sein ist keine Wahl, die Gleichstellung aber schon» soll die Pride Diskriminierungen aufzeigen und die Akzeptanz für verschiedene Formen der sexuellen Orientierung fördern. «Wir werden zeigen, wer wir sind, wir werden diskutieren, uns austauschen und so vielleicht auch die Meinung einiger Leute ändern», sagte Mehdi Künzle, Medienverantwortlicher des Vereins Pro Aequalitate, der sich für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transmenschen und Intersexuellen einsetzt. Denn was deren Rechte anbelange, sei die Schweiz keineswegs ein Musterschüler.

Gemäss einem Ranking des Vereins Rainbow Europe, der die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen in allen Ländern Europas bewertet, liegt die Schweiz lediglich auf Platz 23 von 49. Angeführt wird die Liste von Malta, Belgien und Grossbritannien. «Und sogar Länder wie Kroatien und Ungarn liegen diesbezüglich vor der Schweiz», so Künzle.

Gründe für das mittelmässige Abschneiden der Schweiz gebe es viele. So fehle der Schutz für die sogenannten Regenbogenfamilien; weder Ehe noch Adoption sei bei gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, sagte Künzle. Auch würden intersexuelle Babys nach der Geburt nach wie vor oft operiert, um ihnen ein Geschlecht zuzuweisen. Schwulen sei es verboten, Blut zu spenden, und um ihr Geschlecht zu wechseln, müssten Transgender eine irreversible Geschlechtsumwandlung vornehmen. «Und durch diese Hormontherapie werden sie sterilisiert.» Und schliesslich fehle der Schweiz ein Aktionsplan zur Bekämpfung der Diskriminierung, die Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transmenschen und Intersexuelle oft erfahren. Die Ablehnung der Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe, welche die Ehe als «Lebensgemeinschaft von Mann und Frau» in der Verfassung verankert hätte, sei ein grosser Erfolg gewesen, sagte Künzle. Schon bald stünden aber weitere wichtige Abstimmungen an. So etwa eine Revision des Adoptionsrechts, wonach Homosexuelle ihre Stiefkinder adoptieren dürfen, die Ehe für homosexuelle Paare und ein Diskriminierungsverbot für Homosexuelle. Deshalb betont auch Mehdi Künzle: «Die Pride ist für uns wichtiger denn je.»

Programm

Umzug, Party und Brunches

Die Pride Freiburg findet vom 24. bis 26. Juni statt.Freitag:Unterhaltung im Dorf der Pride auf dem Gelände der Universität Perolles und der Ingenieurschule ab 17 Uhr mit Eva Detox, Jefferey Jordan, Solange La Frange, Closet Disco Queen etc.Samstag:Unterhaltung ab 11 Uhr im Dorf der Pride mit Paillettes Queer Show, Fiji, Desireless & Operation of the Sun etc. Umzug vom Georges-Python-Platz bis zum Dorf der Pride um 14Uhr. Party im Fri-Son ab 23 Uhr mit L’Homme Seul, Solange La Frange, Chantal La Nuit etc.Sonntag:Brunch an verschiedenen Orten.rb

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