Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Regionen unterscheiden sich stark

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Bauboom hält in weiten Teilen der Schweiz an, so auch im Kanton Freiburg. Wegen der tiefen Zinsen fliesst immer mehr Geld in den Immobilienmarkt – besonders Mehrfamilienhäuser sind für Investoren attraktiv. Auch im Kanton Freiburg war in den letzten Wochen verschiedentlich von einer drohenden Immobilienblase die Rede. Die FN haben die Leerwohnungsziffern deshalb genauer unter die Lupe genommen. Im Kanton beträgt die Ziffer 1,51 Prozent. Es zeigt sich, dass grosse re­gio­nale Unterschiede bestehen: Während in Marly 3,8 Prozent der Wohnungen leer stehen, sind es in Murten 1,1 Prozent (siehe Kasten).

«Die Nachfrage nach Wohnraum in der Re­gion Murten ist gross, wir haben zu wenig Bauland, Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen», sagt Benno Hungerbühler von der Firma Immoschwab in Murten. Bei der geplanten Überbauung «Fleur de Morat» zum Beispiel werde mit einer sehr guten Nachfrage gerechnet.

Eine interessante Entwicklung zeige sich in Sugiez: «Leute aus dem Raum Neuenburg ziehen in die neue grosse Überbauung, die Nachfrage ist auch dort gross.» Während Murten für die Berner interessant sei, ziehe es die Neuenburger an den Vully. «Neuenburg bietet nicht viel Wohnraum oder eher solchen im höheren Preissegment.» Für die Investoren entscheidend seien die Nähe zum ÖV, die Anbindung an die Autobahn, Einkaufsmöglichkeiten und die Schulen: «Das zählt sehr stark.» Sobald sich eine Immobilie ausserhalb der Zentren befindet, werde es schwieriger. Auch Kerzers, wo in den letzten Jahren einige Mehrfamilienhäuser gebaut wurden, zähle zu den guten Pflastern.

Der Präsident des kantonalen Hauseigentümerverbands, FDP-Grossrat Ruedi Vonlanthen, nennt Düdingen und Schmitten als Gemeinden, die noch gesund wachsen. Es sei jedoch wichtig, den Bogen nicht zu überspannen: «Nach dem Bau von Mehrfamilienhäusern beim Bahnhof in Düdingen ist jetzt ein moderateres Vorgehen angebracht.» Das gelte auch für die Agglo­mera­tion von Freiburg. «Es ist wichtig, dass alles im Mass bleibt.» In Marly beträgt die Leerwohnungsziffer mit 3,8 mehr als doppelt so viel wie der kantonale Durchschnitt. In Bulle sind es 2,2 Prozent. Für Ruedi Vonlanthen ist 1 Prozent ein gesunder Wert. Dominik Matter vom Raumentwicklungs-Büro Fahrländer in Zürich spricht von 1,5 Prozent, «damit der Markt funktioniert».

Der Präsident des Mieterverbandes Deutschfreiburg, Markus Tschudi, relativiert in Bezug auf Marly: «Da müsste man genauer anschauen, was für Wohnungen dort leer stehen.» Je nach Grösse sei die Nachfrage unterschiedlich.

Die Leerwohnungsziffer von Schmitten beträgt 1,7 Prozent. Dort wehren sich Anwohner gegen eine Überbauung mit der Begründung, dass bereits genug Wohnraum bestehe.

Das Instrument der Gemeinden, um den Wohnungsbau zu steuern, ist die Ortsplanungsrevision. «Wichtig ist, vermehrt regional zu denken», sagt Vonlanthen.

Mit zu vielen Leerwohnungen schade man generell allen. «Es kommt zu Mietzinssenkungen, wenn die Eigentümer ihre Wohnungen über längere Zeit nicht vermieten können», so Vonlanthen. Wie eine Grafik des Raumentwicklungs-Büros Fahrländer zeigt, sind die Mietpreise für Neubauwohnungen im letzten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal im Raum Freiburg wie auch im Raum Murten leicht rückläufig. Im Greyerzbezirk sind sie stabil geblieben. Für Tschudi ist klar: «Die Mieten hätten in den letzten zehn Jahren wegen der tiefen Zinsen markant sinken müssen.»

Büromietpreise sinken

Bei der Entwicklung von Mietpreisen für Büroräumlichkeiten in Neubauten stechen Freiburg und seine Agglomeration schweizweit heraus: Laut einer Grafik von Fahrländer sind die Büromietpreise so stark rückläufig wie an keinem anderen Ort in der Schweiz. Klar ist: Büro- und Wohnraum entsteht nicht immer dort, wo die Nachfrage hoch ist. Im Seeland gilt laut Medienberichten Lyss als eines der negativen Beispiele. Für den Kanton gibt die Freiburger Kantonalbank Entwarnung: Für sie entspricht die Entwicklung im Kanton in keinem Fall den Merkmalen für eine Immobilienblase (siehe FN von gestern).

Zahlen und Fakten

Wohnungen und Einfamilienhäuser

Die Leerwohnungszählung des Bundes vom 1. Juni 2018 zeigt einen Anstieg der Anzahl Leerwohnungen im Kanton Freiburg. 2017 betrug die Leerwohnungsziffer 1,34 Prozent, 2018 waren es 1,51  Prozent. Dominik Matter vom Raumentwicklungs-Büro Fahrländer in Zürich hat die Zahlen für die FN auf einzelne Gemeinden heruntergebrochen: In Düdingen waren es am Stichtag 0,6 Prozent, in Murten 1,1 Prozent, in Schmitten 1,7 Prozent, in Bulle 2,2 Prozent und in Marly 3,8 Prozent. In der Zählung sind leer stehende Wohnungen und auch Einfamilienhäuser eingeschlossen.

emu

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema