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Die Résidence Beaulieu ist auf Kurs

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«Den Turnaround haben wir geschafft», sagt Boris Roncevic, Geschäftsführer der Senevita Résidence Beaulieu in Murten. Seit zehn Jahren betreibt die Senevita-Gruppe hier 55  Seniorenwohnungen und über die Stiftung Résidence Beau­lieu auch 20 Pflegebetten. Im April wird sie ihr Jubiläum mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Mitarbeitern und der Bevölkerung feiern.

Der Start im Beaulieu war holprig. 2013, nur drei Jahre nach der Eröffnung, klopfte die Senevita bei der Gemeinde Murten an und bat um finanzielle Hilfe wegen nicht gedeckter Betriebskosten der Stiftung. Das Geschäft war im Generalrat umstritten. Dennoch bewilligten die Politikerinnen und Politiker damals für drei Jahre einen Gemeindebeitrag von total 337 000 Franken.

«Sehr hohe Auslastung»

«Heute hängen wir nicht mehr am Tropf der Gemeinde», sagt Roncevic im Gespräch mit den FN. Dies verdanke die Institution der «sehr hohen Auslastung» der Seniorenwohnungen und der Pflegebetten. Freie Seniorenwohnungen würden rasch erneut vergeben werden. Die 20 Pflegebetten seien durchgehend belegt. «Im Seebezirk und in der weiteren Region ist unser kombiniertes Angebot von betreutem Wohnen und Pflege einzigartig.» Der Übertritt von den Seniorenwohnungen in die Pflegeabteilung verlaufe unkompliziert, weil die Bewohner die Örtlichkeit und die Mitarbeiter schon kennen, so der Geschäftsführer.

Das Wohnungsangebot reicht von 1,5-Zimmer-Wohnungen ab monatlich 2650 Franken bis 3,5-Zimmer-Wohnungen ab 4550 Franken. In diesem Preis sind unter anderem ein täg­liches Vier-Gang-Mittagessen, eine wöchentliche Reinigung der Wohnung und ein Notrufsystem enthalten. Spitexleistungen werden separat verrechnet. Zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz beziehen laut Roncevic Spitexleistungen.

Senevita kaufte Liegenschaft

Für die Residenz sowie die Pflegebetten, die Teil der Stiftung sind, gebe es getrennte Buchhaltungen, weil es nicht erlaubt sei, die beiden Abteilungen gemeinsam abzurechnen. «Dies wird regelmässig von externen Stellen kontrolliert und funktioniert reibungslos», so Roncevic.

Beim Start hatte die Sene­vita-Gruppe die vier Gebäude­teile noch von der Kantonalen Gebäudeversicherung gemietet. Das ist heute nicht mehr so. 2017 hat die Unternehmensgruppe die Liegenschaft gekauft. «Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.»

Zusammenarbeit mit Kita

Zu Beginn standen einige Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Hauptgebäudes leer. Die geplante Vermietung an eine Krankenkasse scheiterte am Nein der Gemeinde Murten, weil die Residenz in einer Zone von Allgemeinem Inte­resse steht, die für öffentliche Nutzungen vorgesehen ist. Ende 2012 zog schliesslich die Kindertagesstätte «Schnäggehuus» ein mit einem Mietvertrag für zehn Jahre. Sie bietet heute bis zu 26 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten an. Roncevic spricht von einer «tollen Zusammenarbeit» zwischen Seniorenresidenz und Kita. Regelmässig gebe es gemeinsame Aktivitäten wie Basteln, Kochen oder Spielnachmittage.

Rund 65 Mitarbeiter

Holprig war der Start auch in der Geschäftsleitung. In den ersten zwei Jahren gaben sich im Beaulieu vier Geschäftsführer die Klinke in die Hand. Roncevic, der unter anderem eine Hotelfachschule absolviert hat, leitet seit sechs Jahren die Résidence. «Meine Aufgabe war zu Beginn, Stabilität zu schaffen.»

Unter seiner Leitung stehen rund 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. «Wir sind einer der grösseren Arbeitgeber in der Region», sagt der Geschäftsführer. Alle zwei Jahre finden anonyme Mitarbeiterbefragungen statt: «Über 90 Prozent sagen, dass das Beaulieu ein toller Arbeitsort sei.»

Blick in die Zukunft

Die Senevita betreibt in der Residenz ein Restaurant, das mittags öffentlich zugänglich ist. Roncevic möchte das bekannter machen: «Wir werden alle über 70-Jährigen anschreiben und auf den öffentlichen Mittagstisch aufmerksam machen. Auch werden wir Firmen und Vereine kontaktieren, dass sie hier ihre Anlässe für bis zu 120 Personen abhalten könnten.»

Grundsätzlich könne er sich einen Ausbau der Pflegeabteilung vorstellen, was zusätzliche Arbeitsplätze schaffen würde. «Aber zuerst müssen wir schauen, wie viele Pflegebetten der Seebezirk vom Kanton zugesprochen bekommt. Diesbezüglich stehen wir mit dem Gesundheitsnetz See in Kontakt, das diesen Bereich koordiniert.»

Zahlen und Fakten

Mit der Region verbunden

Derzeit leben in der Seniorenresidenz und der Pflegeabteilung der Résidence Beaulieu rund 80 Personen zwischen 72 und 98 Jahren. Etwa 90  Prozent sind laut Geschäftsführer Boris Roncevic deutscher Muttersprache. Der Grossteil der Bewohnerinnen und Bewohner habe zuletzt in einem Radius von 10 bis 15  Kilometern um Murten gelebt. Die ausserkantonalen Bewohner hätten meist ihre Kindheit oder Jugend in der Region Murten verbracht und seien nun im Alter hierhin zurückgekehrt. Oder sie seien in die Résidence gezogen, weil ihre Kinder sich in der Region niedergelassen haben.

Gesundheitsnetz See

Regelmässiger Austausch zwischen GNS und Senevita

Petra Schlüchter, Vorstandspräsidentin des Gesundheitsnetzes See (GNS), bewertet die Zusammenarbeit mit der Senevita Résidence Beaulieu und ihrem Geschäftsführer Boris Roncevic als sehr gut. Regelmässig treffen sich die Betreiber der Pflegeheime im Seebezirk zu einem Austausch. Bei diesen Gesprächen gehe es vor allem um die Koordination der Pflegebettenplanung. Wenn Spitäler oder Angehörige für eine Person ein Pflegebett suchen, müssen sie alle Heime einzeln kontaktieren. In Zukunft solle das Koordinationszentrum des GNS solche Anfragen entgegennehmen, sagt Schlüchter.

Eine Zusammenarbeit mit der Senevita im Bereich Seniorenwohnungen suche das GNS hingegen nicht. «Als nicht gewinnorientierter Gemeindeverband müssen wir trennen zwischen den Pflegebetten, die von einer Stiftung verwaltet werden, und der profitorientierten Seniorenresidenz.»

Seniorenwohnungen bewertet Schlüchter als bereicherndes Angebot. Möchte auch das GNS zusätzlich zu seinen Pflegeheimen ein solches Angebot schaffen? «In unserer laufenden Strategiefindung ist das ein wichtiger Punkt. Aber es ist noch keine Entscheidung gefallen.»

 

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