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«Die Sandalen sind etwas rebellisch»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Meine Leidenschaft ist es, neue Produkte zu entwickeln und Alltagsgegenstände umzunutzen. Ich habe immer wieder neue Ideen und möchte etwas erfinden, was noch niemand vor mir gemacht hat», sagt Corinne Kündig Kössler. Sandalen mit zwei Sohlen sind das neueste Produkt der 47-Jährigen. «Es ist ein Schuh für drinnen und draussen», erklärt sie bei sich zu Hause in Estavayer, unweit des Sees. Wenn man rausgeht, befestigt man die zweite Sohle mittels acht Magneten an der ersten Sohle.

Ihre patentierten Sandalen hat sie Wandal getauft. Das bedeute ‹wandelbarer Schuh›. Die Nähe zum Wort Vandale sei ein bisschen beabsichtigt: «Die Sandalen sind etwas rebellisch.» Statt zwei Paar im Schuhschrank – eines für im Haus und eines für den Garten – reiche jetzt ein einziges Paar aus.

Kreativer Ausgleich

Einen konkreten Auslöser für ihre Erfindung habe es nicht gegeben, sagt Corinne Kündig Kössler. Schon ihr Grossvater väterlicherseits sei künstlerisch tätig gewesen: Er habe seine Freizeit mit Landschaftsmalerei verbracht. Ihre Schwester stelle zudem Collagen her und habe ihre Passion zum Beruf gemacht. Für Corinne Kündig Kössler ist das Tüfteln und Erfinden (siehe Kasten) ein kreativer Ausgleich zu ihrer 50-Prozent-Stelle beim Freiburger Tourismusverband, wo sie seit 13 Jahren arbeitet, und zum Alltagsstress als Hausfrau und Mutter.

Die in Bern aufgewachsene Frau hatte auf Anraten ihrer Eltern eine Wirtschaftsmittelschule besucht und ihre berufliche Laufbahn als Sekretärin begonnen. «Meine Eltern wollten, dass ich etwas ‹Richtiges› mache.»

Die dreifache Mutter bezeichnet ihre Sandalen als ihr viertes Kind. Die Magnete an der Sohle sind klein und rund und an der dünnen Sohle festgeklebt oder festgeschraubt.

Drei Jahre lang experimentiert

Ganz anders sieht ihr erster Prototyp aus: Lange, breite Magnetplatten kleben an der Sohle. Deshalb ist der Prototyp im Vergleich zu herkömmlichen Schuhen ziemlich schwer. Drei Jahre lang habe sie mit solchen Prototypen experimentiert und diese zu Hause selbst hergestellt. «Ganz zu Beginn habe ich die Sohlen von Hand mit einer Säge zugeschnitten.» Später wechselte sie auf eine computergesteuerte Maschine. Ihr Mann, Informatiker von Beruf, habe ihr geholfen, die Maschine mit den notwendigen Daten zu füttern.

Produktion in Portugal

Jedoch sei die produzierte Stückzahl zu Hause zu gering gewesen. Deshalb habe sie sich in Portugal auf die Suche nach einem Fabrikationsbetrieb gemacht. Weil ihre Sandalen aus einer Kork-Latex-Mischung gefertigt sind – Kork alleine sei nicht stabil genug – und es in Portugal viele Korkeichen gibt, sei ihre Wahl auf dieses südeuropäische Land gefallen. Zudem stamme ihr zukünftiger Schwiegersohn aus Portugal und habe sie bei ihrem ersten Besuch in Porto als Dolmetscher unterstützt, sagt Corinne Kündig Kössler. Dort sei die Mentalität anders: «Es ging eher langsam voran. Immer wieder musste ich die Verantwortlichen dort anstossen. Aber mit der Qualität der Sandalen bin ich sehr zufrieden.» 200 Stück für Frauen und Männer habe sie herstellen lassen, die sie jetzt über ihren Online-Shop verkauft.

Austauschen und recyclen

Die Riemen zu den Sandalen produziert Corinne Kündig Kössler in ihrem Atelier im Keller. Sie sind aus Filz, Stoff oder Leder und mit Klettverschlüssen verbunden. Das macht sie austauschbar. Sie können paral­lel oder gekreuzt getragen werden, und es gibt sie in verschiedenen Farben.

Die Erfinderin bietet für ihre Sandalen ein Recycling an. Denn die Magnete sollen nicht im Abfall landen. Stattdessen kann Corinne Kündig Kössler sie von der Sohle lösen und an neuen Sandalen anbringen.

Erfindungen

Titel Kasten 2sp Titel 2-zeilig

Taschen aus Wärmflaschen und Schaufensterpuppen als Kleiderständer

Schon als Teenager hat sich Corinne Kündig Kössler als Erfinderin und Bastlerin betätigt. Mit 18 Jahren habe sie auf einem Berner Märit eine Lichtskulptur verkauft, die sie aus einem Lochblech und Murmeln konstruiert hatte, sagt sie. Ihre Bottlebags hatte die heute 47-Jährige vor etwas mehr als zehn Jahren entworfen. Dabei handelt es sich um Wärmflaschen, die gefaltet und versehen mit einem Schlitz zu Taschen werden. Ein Verschluss hält die beiden Enden der Flaschen zusammen. 4000 Stück habe sie verkauft, sagt Corinne Kündig Kössler. Die Lizenz für dieses Produkt habe sie schlussendlich einem Hersteller von Wärmflaschen verkauft. «Für ihn waren die Taschen der perfekte Werbeträger», sagt sie. Eine weitere Kreation waren Wäscheständer aus ausrangierten Schaufensterpuppen, zwischen die sie Schnüre gespannt hatte. Dieses Projekt habe sie aber nicht weiterverfolgt, denn ihre Kinder fanden das etwas komisch.

jmw

Erfindungen

Wärmflasche als Tasche

Schon als Teenager hat sich Corinne Kündig Kössler als Erfinderin und Bastlerin betätigt. Mit 18 Jahren habe sie auf einem Berner Märit eine Lichtskulptur verkauft, die sie aus einem Lochblech und Murmeln kon­struiert hatte, sagt sie.

Ihre Bottlebags hat die heute 47-Jährige vor etwas mehr als zehn Jahren entworfen. Dabei handelt es sich um Wärmflaschen, die gefaltet und versehen mit einem Schlitz zu Taschen werden. Ein Verschluss hält die beiden Enden der Flaschen zusammen. 4000 Stück habe sie verkauft, sagt Corinne Kündig Kössler. Die Lizenz für dieses Produkt habe sie schlussendlich einem Hersteller von Wärmflaschen verkauft. «Für ihn waren die Taschen der perfekte Werbeträger», sagt sie.

Kinder fanden es komisch

Eine weitere Kreation waren Wäscheständer aus ausrangierten Schaufensterpuppen, zwischen die sie Schnüre gespannt hatte. Dieses Projekt habe sie aber nicht weiterverfolgt, denn ihre Kinder fanden es etwas komisch.

jmw

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