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Die sanierte Grasburg ist tags und nachts ein Anziehungspunkt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Einige Mauerstücke der Grasburg sind aktuell von grossen Blachen bedeckt. Im Oktober sollen die Renovationsarbeiten beendet sein – und die historisch bedeutende Mittelalteranlage, die bei Tag und Nacht von vielen Leuten besucht wird, in neuem Glanz erstrahlen. 

Das Thermometer zeigt dieser Tage deutlich über dreissig Grad an. Zwei Frauen steigen mit ihrem Begleiter die Hohle Gasse von der Grasburg hinauf, die steil auf die Schwarzenburger Ebene führt. Die Damen tragen seltsame Kleider. Am Waldrand nimmt die Gruppe auf einer Bank Platz, um sich von der Strapaze zu erholen.

Severin aus Bolligen gibt Auskunft: «Wir gehören einer Gruppe an, die Mittelalter-Anlässe veranstaltet. Gestern sind wir von der Schwarzwasserbrücke zur Grasburg gewandert und haben hier übernachtet.» Ein Zelt durften die drei nicht aufstellen. Kampieren ist auf der Grasburg verboten. «Wir haben uns im voraus beim Naturpark Gantrisch und der Stadt Bern erkundigt. Übernachten im Freien ist gestattet.» Severin fügt hinzu: «Ein Pärchen hatte den Ort ebenfalls ausgewählt, um die laue Sommernacht im Freien zu verbringen.»

Der Bolliger ist Pfadileiter. Er war schon mit einer Pfadi-Gruppe auf der Burg. Er meint zur Burganlage:

Die Grasburg ist ein spezieller und eindrücklicher Ort. Die Mauern zeugen von einer alten Zeit, die Freiflächen und die Bäume laden zum Verweilen ein.

Severin 
Mittelalter-Freak

Der Pfadileiter ist an diesem Tag als «Wanderprediger und Gasthauskritiker» gekleidet. «Bei der Hitze habe ich darauf verzichtet, ein Gewand mitzunehmen, zu dem eine Kapuze gehört.»

Einige Meter weiter hat sich eine Gruppe Touristen erfolgreich auf die Ruine gekämpft. «Schade», sagt eine Frau. Die Gruppe stammt aus der Westschweiz und blickt zur Tuffquadermauer hin, die das äussere Bollwerk der Burg im Eingangsbereich bildet und um 1484 gebaut wurde.

Blick auf die Vorderburg der Grasburg im August 2023.
Foto Aldo Ellena

Die Frau ist enttäuscht, weil die historische Mauer von einem Baugerüst umgeben und kaum sichtbar ist. Die Gruppe atmet erfreut wieder auf, als sie erfährt, dass die Hinterburg mit dem Ritterhaus wieder frei zugänglich ist.

Immer wieder Sanierungen

Die Ruine Grasburg wird zum wiederholten Mal renoviert. Die Geschichte der Burg reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. 1894 erwarb die Stadt Bern das Gelände. Von 1903 bis 1907 wurde in einer ersten Renovation die Ruine «vor dem Zerfall gerettet», heisst es auf einem Erinnerungsschild an einer Aussenmauer. Eine zweite Renovation erfolgte von 1928 bis 1931.

Seit den letzten grösseren Instandsetzungsmassnahmen in den Jahren 1983/84 und 1998 wurden im Wesentlichen nur Unterhaltsarbeiten und notfallmässige Massnahmen zum Substanzerhalt durchgeführt, erklärt das Amt Hochbau Stadt Bern auf Anfrage. Dieses ist für die aktuellen Arbeiten zuständig.

Baugerüste gewährleisten nahe dem Abgrund Sicherheit für die Bauarbeiter.
Foto Aldo Ellena

Die letzten Sicherungsarbeiten erfolgten 2015 nach einem partiellen Hangrutsch im Bereich der Fundamente der Hauptburg. Der betroffene Burgbereich war seitdem abgesperrt. «Nach den letzten Sanierungsmassnahmen ist es notwendig, an der gesamten Anlage Instandsetzungsmassnahmen an der historischen Substanz durchzuführen, um den durch Witterung eingetretenen Materialabtrag zu stoppen und die Bauwerke zu stabilisieren», erklärt das Amt über den Leiter des Informationsdienstes der Stadt Bern, Michael Sahli.

Sicherungs- und Sanierungsarbeiten 

Vor allem Natur- und Kunststeinarbeiten zur Sicherung und zum Erhalt der historischen Bausubstanz würden durchgeführt und Massnahmen, die der Sicherheit der Besucher auf der freizugänglichen Burganlage dienen. Diese liegt auf einem riesigen Felssporn. Auf drei Seiten führen die Felswände senkrecht ins Sensebecken hinab.

Der Zugang in die Hinterburg wurde verbessert.
Foto Aldo Ellena

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Oktober 2023. Der Stadtrat Bern hat einen Baukredit von insgesamt 1,54 Millionen Franken bewilligt. Darin enthalten sind auch die zu erwartenden Subventionen von Bund und Kanton.

Wasserschäden vorbeugen

Speziell am Projekt war gemäss dem Hochbau-Amt die Planung und die Installation von sicherheitskonformen Gerüsten aufgrund der speziellen Lage der Burganlage direkt am Hang. Dieses betont:

Die historische Bausubstanz soll erhalten werden.


Hochbau Stadt Bern 

Die abgetragene Substanz an den Natursteinmauern wird durch partielle Aufmörtelung und Schliessen der Fugen wieder instand gesetzt.

Blick in die Hinterburg der Grasburg.
Foto Charles Ellena / a

Verschlissene Mauersteine werden ersetzt und Mauerausbrüche geschlossen. Absätze in den Mauern sollen zur Verbesserung der Wasserführung wieder hergestellt werden. Geschosssteine an den Mauern der Hauptburg wurden zur Kenntlichmachung der Stockwerke wieder hergestellt.

Grosser Arbeitsaufwand

Betonsteine an einzelnen Mauerkronen werden demontiert und die Mauerkronen nach aktuellem Wissensstand aufgebaut, so Sahli. Vorgesehen ist auch eine extensive Begrünung auf den Mauerkronen. Nach jetziger Schätzung werden nach Abschluss der Arbeiten an der Vorburg im Oktober 2023 rund 5000 Arbeitsstunden durch Natur- und Kunststeinexperten an der Haupt- und Vorburg erbracht worden sein.

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