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Die SBB und der Röschtigraben

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Die SBB und der Röschtigraben

Autor: «SBB brüskieren Freiburger mit neuer Ansage» – FN vom 22. Dezember; «SBB gibt Protesten nach» – FN vom 24. Dezember

Das neue Ansagekonzept der SBB verbietet es also, nicht zweisprachige Haltestellen mehrsprachig anzukündigen. Wagen wir einen kurzen Ausflug in die Lautsprecherrealität. So klingt es am 28.12. in Bern aus den Lautsprechern: «Intercity nach Fribourg, Lausanne, Genf, Genf Flughafen». Kürzlich in Freiburg passend dazu: «Intercity pour Berne, Zurich, Zurich aéroport, Winterthur, St-Gall». Davon leiten wir ab, dass nach dem Geografieverständnis der SBB Genf, Bern, Zürich und St. Gallen zweisprachige Städte sind, während es Winterthur, Lausanne und natürlich Freiburg nicht sind. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass die Geografiekenntnisse in der SBB-Führungsetage wirklich so schlecht sind – immerhin kommen Züge doch zumeist am richtigen Zielort an. Vielmehr ist anzunehmen, dass schlicht und einfach auf Deutsch die deutschen Namen und auf Französisch die französischen Namen verwendet werden, wie das im normalen Sprachgebrauch eigentlich selbstverständlich ist. Wieso also bereitet es den SBB so viel Mühe, ausgerechnet Orte mit umstrittenem sprachlichem Status zweisprachig anzusagen, während es bei unbestritten einsprachigen Orten offenbar keinerlei Mühe zu bereiten scheint, sie zwei-, manchmal gar dreisprachig anzukündigen? Könnte es sein, dass sich hier das überregional operierende Unternehmen vor einen lokalpolitischen Karren spannen lässt? Ganz erstaunlich, wenn man bedenkt, wie viel Geld es kosten mag, um diese Spezialbehandlung einiger Orte wie Freiburg, Murten und Burgdorf umzusetzen, statt sie ganz einfach wie andere Orte mehrsprachig anzusagen.

Autor: Thomas Aeby, Giffers

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