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Die Schüler aus Villarepos müssen zügeln

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Seit rund 15 Jahren besuchen die Schulkinder von Villarepos die Primarschule in Courtion. Nach der Gemeindefusion mit Courtepin musste die neue Gemeinde die entsprechende Konvention mit Misery-­Courtion erneuern. Laut Gemeindepräsident Daniel Jorio war die neue Konvention befristet: «Die kantonale Erziehungsdirektion gestand uns eine Übergangslösung bis 2020 zu.» Courtepin könne so seine Schule erweitern und Platz für alle Schüler der neuen Ortsteile schaffen. Die Erziehungsdirektion habe aber die Bedingung gestellt, dass Misery-­Courtion genügend Platz habe, um die Schüler aus Villarepos aufzunehmen.

Höhere Schülerzahlen

Nun hat Misery-Courtion in den letzten Wochen die Schülerzahlen für die kommenden Jahre neu berechnet. Dabei zeigte sich: Die Gemeinde muss bereits ab 2017 eine zusätzliche Klasse eröffnen. «Für ein Jahr erlaubt die Erziehungsdirektion die Umnutzung eines Handarbeitszimmers», erklärt Jorio. Spätestens ab 2018 muss Misery-­Courtion aber seine Schülerzahlen reduzieren. Weil die Kapazitäten des Schulhauses in Courtion ausgeschöpft sind, erfüllen die Gemeinden die Bedingung der Erziehungsdirektion für eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr. Dementsprechend müssen die knapp 60 Schülerinnen und Schüler aus Villarepos ab 2018 die Schule in Courtepin besuchen.

Dass Misery-Courtion plötzlich mit höheren Schülerzahlen rechnet, hängt laut Syndic Jean-Pierre Martinetti nicht nur mit dem dynamischen Wachstum der Gemeinde zusammen. Ein weiterer Grund sei die geänderte Zählweise, welche mit dem neuen Schulgesetz in Kraft trat. Demnach werden Schüler mit Unterstützungsmassnahmen dreifach gezählt. «Damit können die Schülerzahlen statistisch gesehen stark schwanken.»

Pavillons lindern Platznot

Um die neuen Schüler aufnehmen zu können, muss die Gemeinde Courtepin erst praktische Schwierigkeiten lösen. Denn sie hat selber zuwenig Schulraum. Nun geht die Gemeinde zweigleisig vor. Einerseits treibt sie das Projekt für einen Erweiterungsbau des Schulzentrums voran. Andererseits baut sie als Übergangslösung mehrere Pavillons auf der Strasse beim Sportplatz. Die seien aber nicht ausschliesslich für die Kinder aus Villarepos gedacht. «Wir werden die Schülerinnen und Schüler aus Villarepos auf die bestehenden Klassen verteilen und einige Klassen in den Pavillons platzieren», stellt Jorio klar. Diese seien komfortabel und eine valable Alternative zu den bestehenden Schulzimmern. «Sie bieten sogar mehr Platz.»

Weiter muss die Gemeinde den Transport der Schüler neu organisieren. So will Courtepin mit einem kleinen Schulbus die Weiler von Villarepos abdecken und mit einem grossen Schulbus die Schüler aus dem Ortskern nach Courtepin transportieren.

Emotionale Diskussion

Die Erklärungen der Gemeindevertreter lösten vor allem bei den anwesenden Müttern heftige Reaktionen aus. Eine Bürgerin bezeichnete das Vorgehen als «skandalös». Die Gemeinden Courtepin und ­Misery-Courtion machten es sich mit ihrer Lösung zu einfach. Andere Bürger versuchten, die Stimmung zu beruhigen. So erzählte eine junge Frau aus Villarepos, wie sie vor rund 15 Jahren als Schülerin den Umzug von Villarepos nach Courtion erlebt hat. «Ich habe schnell neue Freundinnen gefunden.»

Eine Bürgerin sah das Problem eher in der Kommunikation. «Ich glaube, wir in Villarepos haben manchmal das Gefühl, wir würden in letzter Minute informiert.» Dafür zeigte Daniel Jorio Verständnis. Genau darum führe die Gemeinde die Informationsveranstaltung durch. «Wir tun, was wir können.» Er verstehe die Reaktionen der Eltern, so Jorio. Aber: Als ehemaliger Ammann von Bärfischen habe er ähnliche Emotionen bereits erlebt, als Bärfischen seine Schule schliessen musste. «Heute hört man keine Klagen mehr. Denn die Kinder gewöhnen sich schnell an die neue Situation.»

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