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Die Schweiz fordert Australien bis zum Letzten

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Daviscup: Zur Sensation gegen den Titelverteidiger hat nur wenig gefehlt

Die Schweiz muss damit erstmals seit drei Jahren wieder in die Relegationsrunde, derweil Australien im Viertelfinal zu Hause auf Deutschland trifft.

Obwohl die ganz grosse Sensation ausgeblieben ist, durften die Schweizer die Zürcher Saalsporthalle mit erhobenen Köpfen verlassen. Federer, Bastl und Lorenzo Manta haben während der drei Tage weit mehr erreicht, als selbst die kühnsten Prognostiker vorauszusagen gewagt hätten. Auch vor dem Relegationsspiel muss diesem Team nicht bange sein, zumal dann vielleicht auch Marc Rosset wieder dazu gehören wird. Der Gegner vom 21. bis 23. Juli wird erst nach den Viertelfinals (7. bis 9. April) ermittelt.

Lorenzo Manta und Federer hatten am Samstag im Doppel Wayne Arthurs und Sandon Stolle, immerhin die Nummern 23 und 8 im Doppel-Ranking, nach verlorenem Startabschnitt dank einer eklatanten Leistungssteigerung in vier Sätzen bezwungen und so für die unerwartete 2:1-Führung gesorgt. Federer spielte dabei erstmals in einem Daviscup-Doppel; gemeinsam mit Manta war er zuvor ein einziges Mal, vor zweieinhalb Jahren bei einem Challenger in Genf, auf dem Platz gestanden.

Mit dem überraschenden Zwischenergebnis stieg im Schweizer Lager die Hoffnung auf den Überraschungscoup – und damit bei Federer (verständlicherweise) auch die Nervosität. Jedenfalls vermochte der Münchensteiner im Duell der zurzeit besten Junioren im Welttennis nicht mehr an seine Leistungen der beiden Vortage anzuknüpfen. Der gut 18-jährige Baselbieter wirkte verkrampft, gehemmt, über weite Strecken der Partie zu passiv und spielte zu fehlerhaft. 57 «unforced errors» gegenüber 16 von Hewitt sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. «Das war heute nicht mein Tag. Vielleicht wäre es anders heraus gekommen, wenn ich den dritten Satz gewonnen hätte», meinte Federer, der gegen Hewitt schon im vergangenen Oktober beim Hallenturnier in Lyon den Kürzeren gezogen hatte. Der verlorene dritte Satz war denn auch mehr als eine Vorentscheidung; anschliessend brachte Federer seinen Aufschlag kein einziges Mal mehr durch.

Bastls erstes Fünf-Satz-Spiel

George Bastl, der erstmals überhaupt einen «Fünfsätzer» bestritt, zeigte gegen Philippoussis die wohl beste Leistung seiner Karriere. «Ich habe alles gegeben, doch leider hat es nicht gereicht. Ich bin enttäuscht, vor allem wegen Lorenzo und Roger, die uns vor diesen letzten Einzeln in Führung gebracht hatten», sagte Bastl nach der 3:40 Stunden dauernden Partie. «Trotz der Niederlage habe ich im Hinblick auf meine sportliche Zukunft einen Schritt nach vorne getan.»

Auf eine dermassen spannende Auseinandersetzung hatte zu Beginn wenig hingedeutet. Der Australier führte im ersten Satz nach einem Break schnell 4:1 und schien auf dem Weg zum siegsichernden dritten Punkt für sein Team wenig gefährdet. Doch dann steigerte sich Bastl in einen wahren Spielrausch, gewann den ersten Satz im Tiebreak und liess sich auch vom Satzausgleich zum 1:1 nicht beeindrucken. Der Romand spielte auch in den restlichen Sätzen auf einem ungemein hohen Niveau und forderte Philippoussis bis zuletzt alles ab. Die Entscheidung fiel schliesslich zu Beginn des Schlussabschnitts, als Philippoussis das Break zur 2:1-Führung gelang.

Federer für höhere Aufgaben bereit

Trotz der Niederlage gegen Hewitt hat Federer unterstrichen, dass er schon im Alter von 18 1/2 Jahren für höhere Aufgaben bereit und derjenige ist, der in absehbarer Zeit im Schweizer Team in jene Rolle schlüpfen wird, die in den vergangenen Jahren Marc Rosset bekleidet hatte. Er hat zwar dem immensen Erwartungsdruck (noch) nicht ganz standhalten können. Sein Talent, das ihn dereinst in die höchsten Tennis-Sphären hieven soll, hat Federer indessen gleichwohl aufgezeigt. Auf Lorenzo Manta war im Doppel einmal mehr Verlass. Er wies am Samstag Federer auch in jenen Momenten den erfolgreichen Weg, in denen der Münchensteiner nicht sein normales Rendement erreichte. Und Bastl hatte seine enormen Fortschritte im spielerischen und physischen Bereich bereits bei seiner Niederlage im Auftakteinzel am Freitag gegen Hewitt unter Beweis gestellt.

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