Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Sense ist der natürlichste Alpenfluss

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda Ruffieux

Freiburg Der WWF Deutschland hat 15 Alpenflüsse in Deutschland, der Schweiz und in Österreich auf ihre Naturnähe untersucht. Faktoren wie Wasserqualität, biologische Durchgängigkeit und die Lebensräume wurden dabei analysiert. Die Studie kommt zum Schluss, dass nur gerade zehn Prozent aller Gewässerstrecken noch natürlich sind. Bei der Sense hingegen wurden rund 95 Prozent als natürlich eingestuft – damit schnitt dieser Fluss am besten ab.

Verbesserungen angeregt

Die Studie hält auch fest, dass der Oberlauf der Sense bis Zollhaus bereits starke Eingriffe durch den Menschen erfahren hat, dass aber der Mittelteil zwischen Zollhaus und Mittelhäusern noch sehr naturnah ist. Der Unterlauf der Sense von Mittelhäusern bis zur Einmündung in die Saane wird am schlechtesten taxiert: er ist durch höhere Siedlungsdichte, intensivere landwirtschaftliche Nutzung, Begradigungen und Verbauungen charakterisiert. Die Studie regt Massnahmen für eine Verbesserung der Naturnähe an. So soll beispielsweise die biologische Durchgängigkeit im Oberlauf der Sense durch neue Rampen umgestaltet werden.

Für den WWF Freiburg sind die Resultate der Studie eine Bestätigung einer eigenen Untersuchung von vor zwei Jahren. «Das hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagt Herbert Känzig, Präsident von WWF Freiburg.

Kraftwerkprojekt bleibt

Die Umweltorganisation bekämpft ein geplantes Kleinwasserkraftwerk, das zwischen der Geissalpbrücke und der Industriezone von Zollhaus gebaut werden soll (die FN berichteten). Hinter dem 5,5 Millionen-Franken-Projekt steht Sol-E, eine Tochterfirma der Bernischen Kraftwerke (BKW). Das Kleinwasserkraftwerk soll Strom für etwa 400 Haushalte produzieren. «Wir nehmen die Studie zur Kenntnis, halten aber an unserem Projekt fest», sagt Pressesprecher Antonio Sommavilla. Vorgesehen sei das Kraftwerk auf einer Strecke, die schon stark verbaut sei. «Eine Renaturierung dieses Trassees würde sehr viel kosten», erklärt er. Würden die Schwellen abgebaut, bliebe immer noch das Problem, dass die Kantonsstrasse anders vor Hochwasser geschützt werden müsse. Ein Konzessionsgesuch ist noch nicht eingereicht worden.«Die Sol-E wird Ende November nochmals ein Vorgesuch ihres Projekt einreichen», sagt Antonio Sommavilla auf Anfrage. Ein erstes war von den kantonalen Ämtern negativ beurteilt worden, unter anderem wegen des als nur mittel eingestuften hydroelektrischen Potenzials. Durch eine Verschiebung des Standorts habe man das Projekt nun optimiert. Neu würde es näher an Holz Zollhaus zu stehen kommen. Dies steht auch im Zusammenhang mit dem geplanten Bau einer Lagerhalle durch den Holzverarbeitungsbetrieb.

Lachse im Schwarzsee?

Für Herbert Känzig sticht das Argument mit den bestehenden Schwellen nicht. «Die Rampen sind teilweise in einem schlechten Zustand und müssen über kurz oder lang ersetzt werden.» Bei dieser Gelegenheit könne man sie neu bauen: eher schräg als hoch. «Wenn sie naturnaher gebaut wären, hätten Fische eine bessere Chance, den Fluss hinaufzukommen», sagt er und erzählt von einem WWF-Projekt, den Lachs mittelfristig wieder in die Schweizer Flüsse zu bringen. «Es täte der Warmen Sense gut, wenn man ihr gewisse natürliche Geschiebemöglichkeiten lassen würde.»

Wie der WWF hat sich auch der Heimatkundeverein gegen das Wasserkraftwerk-Projekt ausgesprochen. «Falls ein Konzessionsgesuch bewilligt wird, werden wir das Baugesuch bekämpfen», sagt Herbert Känzig. Die neue Studie würde dafür zusätzliche Argumente liefern. Er kritisiert die Freiburger Ämter: In der Bewertung möglicher Standorte von Kleinwasserkraftwerken hätten sie das ökologische Potenzial (wie viele Kilowatt können pro Höhenunterschied erzeugt werden) im Vergleich zum Kanton Bern viel zu wenig streng angesetzt.

Der mittlere Teil der Sense ist gemäss Studie noch sehr naturnah.Bild Charles Ellena/a

Mehr zum Thema