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Die Sensler Viehzüchter finden einen Corona-gerechten Weg für ihre Stierenschau

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Stier Swat auf dem Hof der Betriebszweiggemeinschaft von Simon Zahnd (r.) – mit den Söhnen Levio und Lionel – und Heinz Herren in Wünnewil. 
zvg

Statt der üblichen Stierenschau in Plaffeien hat der Viehzuchtverein Sense heuer eine Corona-gerechte Alternative gefunden. Die Zuchtexperten führten die Punktierung auf den Höfen der Züchter durch.

Letztes Jahr haben sich Viehzüchter aus dem Sensebezirk, dem benachbarten Bernbiet und dem Seebezirk zu einer grossen Stierenschau in Plaffeien getroffen und unter 42 Stieren den schönsten Muni gekürt. Dieses Jahr ist alles anders.

«Wir sind froh, dass wir überhaupt etwas durchführen konnten», sagt Bruno Beyeler, Vorstandsmitglied des Viehzuchtvereins. Für die Züchter sei es wichtig, dass ihre Tiere punktiert werden. So erhalten sie einen Eintrag in das Herdenbuch, was für die Zucht und einen allfälligen Verkauf wichtig ist.

Kommt noch dazu, dass es immer weniger Gelegenheiten für die Tierhalter gibt, ihre Tiere miteinander zu vergleichen. Denn einst gab es in den Bezirken des Kantons Freiburg mehrere jährliche Viehschauen. Heuer gibt es neben dem Zuchtstiermarkt in Bulle im Herbst nur noch den Anlass des Viehzuchtvereins Sense.

Stierexperten auf Achse

Als klar gewesen sei, dass eine Schau im üblichen Rahmen dieses Jahr nicht möglich sei, habe der Verein nach einer Alternative gesucht. «Die schweizerische Schaukommission hat Hand für eine Lösung geboten», sagt Bruno Beyeler. Diese bestand darin, dass die beiden Stierexperten von Swissherdbook von Hof zu Hof gingen und die Tiere vor Ort taxierten. Auf eine Rangliste und die Kürung von «Mister Plaffeien», wie dies in früheren Jahren jeweils gemacht wurde, hat man dieses Jahr verzichtet.

Dass diese Alternativ-Stierenschau von den Züchtern geschätzt wurde, zeigt die Zahl der Anmeldungen, nämlich 46 Tiere. «Das ist sehr erfreulich», sagt Bruno Beyeler. Zum einen, weil es keine normale Schau war, und zum anderen, weil der Viehzuchtverein mit 180 Mitgliedern auch schon schlechtere Jahre erlebt hat, in denen knapp 15 Tiere vorgeführt wurden.

Viele mit dem Maximum

Ebenso erfreulich ist das Resultat. Rund zwei Drittel der präsentieren Tiere waren Jungtiere: Alle erhielten gemäss dem Experten Rolf Dummermuth die Herdenbuchberechtigung. «Es gab zudem vier Stiere, die in ihrer Kategorie die maximale Punktzahl erreicht haben», sagt Bruno Beyeler. Einer davon kommt aus seinem eigenen Stall.

Einige der rund 15 teilnehmenden Züchter haben ein Tier präsentiert, andere bis zu zehn. Vorgeführt wurden Simmentaler, Swissfleckvieh sowie Holstein und Redholstein. «Jede Rasse hat andere Zuchtziele», erklärt er. So stehe bei den Simmentalern zum Beispiel die Bemuskelung im Vordergrund. Während es bei den Holstein auf den Milchcharakter ankomme: Tiere mit breiten Rippen können viel fressen und deshalb viel Milch produzieren.

Bei der ersten Punktierung werde jedem Tier auch eine Haarprobe entnommen, erklärt Bruno Beyeler. Das diene einerseits als Kontrolle der Abstammung, andererseits auch für die genomische Selektion. «Auf diese Weise kommen wir allfälligen Erbkrankheiten, die weitergegeben werden könnten, auf die Spur.»

Auch ein Senior dabei

Die meisten vorgeführten Tiere sind letztes Jahr zur Welt gekommen. Der älteste Stier gehörte mit seinen rund zweieinhalb Jahre zu den Senioren – auch er schaffte die Maximalpunktzahl. Es handelt sich um den Stier Swat der Rasse Swissfleckvieh. Er ist normalerweise bei Swiss Genetic im Dienst, macht nun aber gerade eine Weile in Wünnewil Ferien. Dort ist er auf dem Hof von Vorstandsmitglied und Mitorganisator Simon Zahnd. Dieser bewirtschaftet den Hof in Form einer Betriebszweiggemeinschaft mit seinem Nachbarn Heinz Herren.

Vergleich ist wichtig

Die Rückmeldung der Experten sei sehr positiv ausgefallen, sagt Bruno Beyeler. «Die Züchter haben die Tiere gewaschen, geschoren und so herausgeputzt, als ob es auf eine richtige Schau ginge.» Auch wenn er also zufrieden mit dieser Stierenschau-Alternative war, für nächstes Jahr hofft der Vorstand des Viehzuchtvereins wieder auf eine richtige Schau. «Es geht nicht nur um die Taxierung, es geht auch um den Vergleich vor Ort. Stehen die Tiere nebeneinander, kann ein Halter direkt vergleichen.» Das gebe ihm einen Anhaltspunkt, wo er mit seiner Zuchtarbeit stehe. Bruno Beyeler ist überzeugt:

Der Austausch und die Diskussionen unter den Züchtern ist wichtig, das bringt die Landwirte weiter.


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