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Die Société d’histoire du canton de Fribourg veröffentlicht Buch über Verdingkinder in Freiburg

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Von den 1800er-Jahren bis in die 1960er-Jahre wurden in der Schweiz tausende von Kindern als billige Arbeitskräfte fremdplatziert, unter anderem auch im Kanton Freiburg.

Die Verdingkinder waren mehrheitlich Waisen oder auch Mädchen und Jungen, die ihren Familien – oft Alleinerziehende oder Jenische – entnommen wurden, weil man sie für unfähig hielt, sie zu erziehen. Die Opfer dieser Massnahmen wurden in verschiedenen Einrichtungen, Heimen, Strafvollzugs- und psychiatrischen Anstalten untergebracht. Da es häufiger günstiger war, bedürftige Kinder in anderen Familien unterzubringen, als Sozialhilfe zu bezahlen, war dies eine beliebte Praxis.

Die Société d’histoire du canton de Fribourg (SHCF) veröffentlicht nun ein Buch, das die Lebensumstände dieser Personen im Kanton Freiburg bekannt macht. Diese Geschichten wurden von Caroline Mauron im Rahmen eines Projekts des Vereins Agir pour la dignité gesammelt, das vom Bundesamt für Justiz unterstützt wird. Historische Infoboxen, verfasst von Anne-Françoise Praz, ordnen die einzelnen Geschichten in den Kontext der damaligen Zeit ein.

Mit dem Erscheinen dieses Buches will sich die SHCF an dem in der Schweiz eingeleiteten Prozess der Wiedergutmachung für die von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen betroffenen Personen beteiligen. Die Schicksale dieser Menschen öffentlich zu machen, ist auch eine Anerkennung des erlittenen Leids, eine Frage der Gerechtigkeit und eine Möglichkeit, sie nach Jahren der Stigmatisierung zu rehabilitieren.

Die Vernissage findet am Donnerstag, 27. Juni, um 18 Uhr im Dachsaal des Ateliers, Liebfrauenplatz 14–16, in Freiburg statt.

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