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Die Sonnenfinsternis

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zeiten der Veränderung sind von Bedeutung. Es sind Zeiten, in denen wir gezwungen sind, aufzuwachen. Wenn wir wach sind, gibt es viel zu sehen.

Das genaue Hinsehen und Hinhören zeigt die Wesen unseres Planeten. Sie vervielfachen sich rasant und haben alle dieselbe Bestimmung: als Individuum überleben. Mit wachsendem Bewusstsein lernt jedes vom Anderen. Jedes Ich von einem Du und von seiner Sippe.

Viele Menschenfreunde sagen: Es gilt, den Anderen nicht allein zu lassen, ihm zuzuhören, wenn er ruft. Die Politik ist am Ende, Verfilzung und Verflechtung sind komplett. Im Rad des gemeinsamen Vorwärtsrollens knirscht Stein. Ein neuer Wert kommt auf uns zu, wie eine Sonnenfinsternis. Blockaden sollen damit gelöst werden: «Lehnt den Anderen ab! Verschliesst die Türen, lasst ihn rufen!» Schonungslos prasseln Feind- und Diskriminierungsbilder vom «Anderen» aus der Online-Welt.

Alleingelassen liegen wir offline unter dem Haufen einer Auswahl, wer wessen Feind sei, nach Luft schnappend, unter dem Gewicht des Zuviel – und wünschen uns das Weniger. Noch lieber das Nichts, den leeren Raum, zur freien Gestaltung des gemeinsamen Über-Lebens auf dem Planeten. Mit neuen Ideen, neuen Vor-Bildern, wenn die alten leck sind. Eine interessante Herausforderung, doch immer wieder in Hass und Furcht ertrinkend.

Als das Fragen noch geholfen hat, in eine gute Haltung des Wartens zu gelangen – in die der kreativen Geduld –, war die Beschleunigung noch nicht normaler Alltag, die Diskriminierung des Anderen noch nicht System. Derzeit sind Antworten mehr als gefragt, am besten in Beschleunigung, um Menschengräuel abzuhalten. Dumpfer Selbsterhaltungstrieb bringt Heerscharen von Zeugen dazu, die Augen zu schliessen, die Arme hängen zu lassen. Wo Hinsehen und Handeln Not täte, ist Loch.

Welche Grossartigkeit! Jeder kann heute ein Produzent werden! Jeder kann Verkaufsangebote und Argumente zum Planeten entwickeln, Ware anbieten. Es ist die Zeit der unendlich vielen Ideenverwirklichungen und der grossen Angebote. Es ist möglich, dass in der Zukunft auch stets mehr Immaterielles angeboten wird. So wäre es sinnvoll, neue Berufe zu erfinden, um zukünftige Bedürfnisse zu befriedigen. Oft käme dies einer Rettung gleich.

Folgendes Angebot könnte in Zukunft sehr gefragt sein: Zu mieten, Menschen in neuen Berufen:

• der Aufjemandzugehbegleiter

• der Hasserkennerundaustreiber

• der Liebesbriefschreiber

• der Angstraumleerer

• der Menschenliebelehrer

• der Ausgrenzungsvernichter

• der Begeisterungssäer

• der Zuhörer

• der Fremdekulturerklärer …

Selbstverständlich wäre alles in weiblich oder männlich zu mieten. Wenn du deine Ideen zu neuen Berufsbildern hast, bist du vielleicht schon in der Ausbildung, Selbstausbildung, bist du ein Privatgelehrter. Anders bringen wir den Ausgleich zwischen Gut und Böse nicht zustande.

 

 

Sus Heiniger ist Kunstmalerin und lebt in Murten. Als Kulturschaffende ist sie in einem FN-Kolumnistenkollektiv tätig, das in regelmässigem Rhythmus frei gewählte Themen bearbeitet.

Gastkolumne

«Die Politik ist am Ende.»

 

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