Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die SP setzt auf Demierre und Steiert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Für die SP war die Sache gestern Abend an ihrer Versammlung in Freiburg klar: Beim zweiten Wahlgang für die Staatsratswahlen vom 27. November tritt sie mit der Bisherigen Anne-Claude Demierre und mit Nationalrat Jean-François Steiert an. Aufgrund der Ergebnisse beim ersten Wahlgang wäre auch noch die Kandidatur der Murtner Gemeinderätin Ursula Schneider Schüttel möglich gewesen. Hätte die SP für den zweiten Wahlgang jedoch alle drei Kandidaten aufgestellt, hätte sie die Allianz mit den Grünen gebrochen: Da im Staatsrat nach dem ersten Wahlgang noch drei Sitze zu besetzen sind, kann eine Liste nur drei Namen enthalten. Mit drei SP-Kandidaten hätte die Grüne Marie Garnier alleine eine Liste stellen müssen.

«Die Kampagne geht weiter»

«Ich habe am Sonntag das viertbeste Resultat erzielt, deshalb ist für mich klar, dass ich mich für den zweiten Wahlgang zurückziehe», sagte Ursula Schneider Schüttel gestern Abend. «Aber die Kampagne geht weiter.» Die drei freien Sitze im Staatsrat müssten unbedingt an die Linke gehen. «Unser Ziel muss eine ausgeglichene Regierung sein.» Auch sei die Aufgabe der linken Liste, die Vertretung der Frauen in der Regierung zu garantieren.

Aufruf zur Mobilisierung

Anne-Claude Demierre, die am Sonntag ein leicht schlechteres Resultat als Garnier erzielt hatte und deren Sitz also gefährdet ist, gab sich kämpferisch: «Ich werde bis zum Schluss kämpfen», sagte sie. Angesichts des bürgerlichen Bündnisses sei klar gewesen, dass es nicht einfach werden würde, die drei Sitze der Linken zu behalten. «Für den zweiten Wahlgang sind die Zähler aber wieder auf null gesetzt.» Wie Ursula Schneider betonte sie, dass ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis in der Regierung wichtig sei, um die Werte der SP in die Kantonalpolitik einzubringen. Sie rief ihre Parteikolleginnen und -kollegen auf, zu mobiliseren. «Jede Stimme wird beim zweiten Wahlgang zählen.»

Auch Jean-François Steiert betonte, dass er die Kam­pa­gne so engagiert weiterführen werde wie bisher. Er erzählte von seinem Arbeitstag in Bundesbern, wo SP und CVP gestern gemeinsam beschlossen hatten, sich gegen die von der SVP geforderten Rentenaltererhöhung auf 67 Jahre zu stellen. «Auch am Sonntag hat sich gezeigt, dass viele CVP-Wähler nicht für die SVP sind. Das wird sich beim zweiten Wahlgang bestätigen», zeigte sich Steiert überzeugt.

Ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis von Links und Rechts in der Kantonsregierung sei nicht einfach so wichtig, sondern aufgrund der Werte, für welche sich die SP einsetze. «Wir sind die Partei, die die älteren Menschen vertritt. Wir schauen, dass Verkehrspolitik nicht einfach aus dem Bau von Strassen besteht. Und wir kümmern uns auch um Dinge wie Natur und Umwelt, die sich nicht in Franken messen lassen», sagte Steiert.

«Grosses Risiko»

Grossrat Raoul Girard, der die Resultate des ersten Wahlganges analysierte, sagte: «Es geht in den nächsten Wochen um sehr viel. Wir riskieren, einen Sitz in der Regierung zu verlieren», sagte er. «Doch es ist immer gut, wenn man sich des Risikos bewusst ist, denn dann beginnt man zu kämpfen.» Dabei erinnerte Girard an den zweiten Wahlgang bei den Ständeratswahlen im letzten Herbst, bei dem der SP-Vertreter Christian Levrat seinen SVP-Herausforderer Jean-François Rime problemlos geschlagen hatte. Die Allianz der Linken funktioniere, jene der Bürgerlichen bekomme jedoch Risse – so werde der zweite Wahlgang ein Erfolg werden.

Grosser Rat

«Der Kampf beginnt jetzt erst richtig»

Seit Sonntag ist die Freiburger SP die stärkste Partei im Grossen Rat. «Jetzt beginnt der Kampf erst richtig», versprach Fraktionspräsident Pierre Mauron gestern Abend in Freiburg. In der vergangenen Legislatur sei die Linke vom Rest des Grossen Rates ignoriert worden; oft hätte sie Abstimmungen mit dem Verhältnis 60 zu 30 verloren. Die SP werde weiter mit Referenden kämpfen oder vor Gericht gehen, wenn sie Gesetze als illegal erachte. Mauron hofft, dass die vereinigte Linke so ihren Erfolg ausbauen kann und in kommenden Legislaturen die Mehrheit halten wird.

mir

«Ich habe am Sonntag das viertbeste Resultat erzielt. Es ist klar, dass ich mich zurückziehe.»

Ursula Schneider Schüttel

Staatsratskandidatin

Mehr zum Thema