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Die Sparidee von Grossräten

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Sparen ist «in». Auch bei den Grossräten. Man will sich ja profilieren, die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Zur Begründung sind dann alle bei den Haaren herbeigezogenen (auch unwahren) Argumente erlaubt. Ein schönes Beispiel dafür ist die Motion Jörg Schnyder und Jean Jacques Collaud. Diese Motion möchte das Gymnasium auf drei Jahre «verkürzen» und das rein aus Spargründen.

Da wird etwa behauptet, dass die meisten andern Kantone ein dreijähriges Gymnasium haben. Dies ist falsch, es gibt keinen einzigen Kanton mit einem dreijährigen Gymnasium. Vom Bund vorgeschrieben sind mindestens vier Jahre. Korrekt ist, dass in vielen Kantonen die gesamte Schulzeit bis zur Matura 12 Jahre und nicht 13 Jahre wie im Kanton Freiburg dauert.
Weiter wird behauptet, die Gemeinden könnten so Geld sparen. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Findet nämlich das erste Gymnasialjahr an der OS statt, müssen die Gemeinden teilweise dafür aufkommen und die gymnasiale Ausbildung ist ca. 1000 Franken pro Schüler und Jahr teurer als die Sekundarschule. Für Deutschfreiburg kommt noch dazu, dass etwa ein Drittel der heutigen Gymnasiasten nicht von einem Progymnasium, sondern von der allgemeinen Sekundarschule ans Gymnasium übertreten. Da vier Jahre Gymnasium vorgeschrieben sind, müssten diese Schüler in die dritte Klasse des Progymnasiums einsteigen und die Gemeinden müssten für sie ein Jahr länger bezahlen.
Nach den Motionären würden selbst die Familien sparen. Ist es nicht so, dass viele Familien heute froh darüber sind, dass ihre Kinder während den Ferien oder in der Freizeit ein Sackgeld verdienen? Durch den zusätzlichen Stress (höhere Stundenzahlen – kürzere Ferienzeit) dürfte das kaum mehr möglich sein.
Auch bei den Sparmöglichkeiten des Staates habe ich meine Bedenken. Um nach einer Verkürzung der Gesamtschulzeit auf 12 Jahre eine zu den andern Kantonen vergleichbar gute Ausbildung zu gewährleisten, müssten die Infrastruktur der Gymnasien verbessert und die Bedingungen den andern Kantonen angenähert werden. Dazu nur einige Stichwörter: kleinere Klassengrössen, höhere Anzahl Wochenlektionen für die Schüler, bessere Entlastungen der Lehrer, sinnvolle ergänzende Angebote für die Schüler usw.
In den letzten Jahren wurden auf dem Gymnasium enorme Sparanstrengungen durchgeführt. Ein Gymnasiast kostet den Staat Freiburg ca. 14000 Fr. (dies vor den letzten Sparmassnahmen) pro Jahr, im schweizerischen Durchschnitt kostet ein Gymnasiast 19700 Fr. Man rechne selber aus, wie gross die Sparmöglichkeiten sind.

Kurzfristig dürften gar noch höhere Ausgaben anstehen, denn es müssten die Lehrpläne der OS und des Gymnasiums überarbeitet, die Infrastrukturen der OS angepasst und vielleicht sogar Sozialpläne für entlassene Lehrer finanziert werden.

Es mag andere Gründe für eine Verkürzung der Schulzeit geben, gespart wird dabei vor allem bei der Bildung unserer Jugend.

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