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«Die Stadt kann nichts mehr beeinflussen»

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Das 117-jährige Haus aus der «Belle Epoque» an der Beauregard-Allee 8 oberhalb des Freiburger Bahnhofs soll abgebrochen werden: Das zumindest möchten die Besitzer. In einer Petition, die von Pro Freiburg unterstützt wird, wehren sich 1500 Personen gegen dieses Ansinnen: Sie möchten das Gebäude aus architektonischen Gründen erhalten. Letzte Woche meldete sich das Kollektiv «Beauregard en lutte» zu Wort, das sich für günstigen Wohnraum einsetzt und das Haus deshalb vor dem Abbruch bewahren will (FN vom Samstag).

Der revidierte Ortsplan der Stadt Freiburg liegt derzeit zur Vorprüfung beim Kanton. Das Kollektiv spricht davon, dass Grundbesitzer und Promotoren sich mit der Stadt auf Detailbebauungspläne ganz nach ihren Wünschen einigen können, da der neue Ortsplan noch nicht in Kraft ist. Die neue Baudirektorin der Stadt Freiburg, Andrea Burgener Woeffray (SP), widerspricht: «Wir haben Detailbebauungspläne, und bei Änderungen verabschiedet die Stadt diese–immer mit dem Blick aufs Ganze.» Dabei sei der Stadt die Werterhaltung wichtig. Promotoren könnten nicht einfach alle ihre Interessen durchsetzen.

Noch kein Entscheid

Das kantonale Amt für Kulturgüter hat ein Verzeichnis mit schützenswerten Bauten in der Stadt Freiburg erstellt. «Das Gebäude an der Beauregard-Allee 8 ist auf dieser Liste, aber es ist nicht geschützt», sagt Andrea Burgener. Der neue Ortsplan stelle mehr Gebäude unter Schutz als bisher; «im konkreten Fall aber kann die Stadt nichts mehr beeinflussen». Denn das Abbruchgesuch sei gestellt. Nun sei es am Oberamtmann des Saanebezirks, darüber zu entscheiden.

Oberamtmann Carl-Alex Ridoré sagte gestern den FN, er werde den Entscheid zum Abrissgesuch in den nächsten Wochen fällen.

Das Ziel des Kollektivs, bezahlbare Wohnungen im Stadtzentrum zu erhalten, ist auch Andrea Burgener wichtig: «Ich hoffe, dass wir im Legislaturprogramm einen Akzent auf Wohnpolitik und günstigen Wohnraum setzen werden.» Der Kanton Freiburg kenne zwar kein Gesetz zur Wohnbauförderung, doch sei sie zuversichtlich, dass die Stadt zusammen mit dem kantonalen Wohnungsamt im Bereich des sozialen Wohnungsbaus einiges erreichen könnte. «Aber nicht von heute auf morgen.»

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