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Die Stadtbibliothek wird nicht saniert

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Autor: Lukas Schwab

Bereits vor der Generalratssitzung vom Mittwoch war klar, dass der Sanierungskredit für die Stadtbibliothek Murten für Diskussionen sorgen wird (die FN berichteten). Die Finanzkommission (FiKo) erachtete es als unverhältnismässig, 1,6 Millionen Franken in den Ausbau der Bibliothek zu investieren. «Wir beantragen, die Investition zu streichen», sagte FiKo-Präsident Peter Stoller. Der Gemeinderat solle einen Verkauf des Gebäudes und alternative Standorte für Bibliothek und Ludothek prüfen.

Während eine Mehrheit der CVP/EVP-Fraktion den FiKo-Antrag unterstützte, schlug EVP-Präsidentin Susanne Rüfenacht vor, die Räume im Erdgeschoss künftig dem Konservatorium zu vermieten. Dadurch könnten die Kosten für einen Lift, wie er im vorliegenden Projekt vorgesehen sei, eingespart werden, und das Konsi würde Betriebskosten und Miete zahlen. «Die SP-Fraktion ist zu keinem eindeutigen Entschluss gekommen», sagte Alex Schröter. Die SP sei aber gegen einen Verkauf und befürworte die Prüfung einer Nutzung durch das Konservatorium. In der FDP-Fraktion sprach sich eine knappe Mehrheit für den Kredit aus, während die SVP das Projekt als zu teuer erachtete.

Die Suche geht weiter

Gemeinderat Peter Huber hielt fest, die Sanierung des Hauses sei dringend nötig. Die Idee, die Räume fürs Konsi zu nutzen, sei zwar interessant, er zweifle aber daran, dass die Sanierung dadurch billiger würde. «Zudem bleibt die Standortfrage der Bibliothek ungeklärt», so Huber. Der Gemeinderat habe bereits erfolglos andere Lokale für die Bibliothek gesucht. Zudem sei der heutige Standort ideal und mit dem Umbau würde auch der nötige Platz geschaffen.

Hubers Worte überzeugten die Generalräte nicht: Der Kredit wurde mit 23 zu 16 Stimmen abgelehnt.

Huber bedauerte den Entscheid, hielt aber fest, es gelte nun eine Lösung zu finden. Der Gemeinderat werde früher oder später ein neues Projekt präsentieren, damit dass Gebäude saniert werden könne. Für den Gemeinderat sei auch ein Verkauf kein Tabu, dafür müsste aber eine Lösung für die Bibliothek gefunden werden.

Parkhaus ja, Motion nein

Der Generalrat lehnte auch die Überweisung der FDP-Motion ab, die vom Gemeinderat eine Realisierung des Parkhauses Ost innerhalb der nächsten Legislaturperiode forderte (die FN berichteten). Obwohl sämtliche Fraktionen den Bau eines Parkhauses grundsätzlich befürworteten, sprach sich mit 26 zu 18 Stimmen die Mehrheit der Generalräte gegen die Motion aus. Die Stossrichtung sei zwar richtig, die Motion stecke den Rahmen aber zu eng, so der Tenor der Fraktionen. Kritisiert wurden unter anderem der enge Zeitrahmen und die konkrete Vorgabe bei der Finanzierung. Befürwortet wurde dagegen die Absicht des Gemeinderates, dem Generalrat im Verlaufe des nächsten Jahres einen Nachtragskredit für die weiter Planung eines Parkhauses Ost zu unterbreiten.

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