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Die Sternwarte Uecht ist noch nicht gebaut – hat aber bereits einen Geschäftsführer

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Die geplante Sternwarte bei Nacht.
Bild zvg

Nachdem vor eineinhalb Jahren der Spatenstich für die Sternwarte Uecht in Niedermuhlern erfolgte, startet das Projekt dieses Jahr durch. Die FN haben mit dem neuen Geschäftsführer Michael Kropf gesprochen.

Eines der qualitativ besten Teleskope der Schweiz, ein vom renommierten Architekten Mario Botta konstruiertes Gebäude und modernste Technologie: Dies alles wird die Sternwarte Uecht in Niedermuhlern auf fast 1000 Metern über Meer bieten. Doch seit dem Spatenstich vor eineinhalb Jahren hat man nicht mehr viel von der Sternwarte gehört. Nun kommt wieder etwas Schwung in die Sache: Die Stiftung Sternwarte Uecht hat mitgeteilt, dass Michael Kropf als neu gewählter Geschäftsführer ab diesem Jahr die Realisierung des Vorhabens leiten wird und das Grossprojekt kurz vor dem Start stehe.

Forschung und Vermittlung

Was macht ein Geschäftsführer einer Sternwarte, die noch gar nicht steht? «Momentan gibt es viel vorzubereiten», sagt Kropf mit einem Lächeln. Die Bauprojekte müssten realisiert werden, Partnerschaften gepflegt und ausgebaut werden, die Kommunikation verbessert und der Betrieb professionell weitergeführt werden. Hinzu komme die Verfeinerung des Konzepts für die Wissensvermittlung auf der Sternwarte. Denn langfristig wird die Vermittlung der Inhalte eine wichtige Aufgabe des neuen Geschäftsführers sein. Für Kropf ist klar: «Die besten Erkenntnisse und die erfolgreichste Forschung bringen nicht viel, wenn sie nicht auf breite Unterstützung stossen.»

Diese Kombination zwischen Forschung und Wissensvermittlung mache das Projekt «Swiss Space and Sustainability Observatory», kurz S3O, der Sternwarte Uecht so einzigartig in der Schweiz. Es gebe bereits einige Sternwarten, Observatorien und Forschungsinstitute in der Schweiz. Die meisten würden sich aber entweder fast nur der Forschung widmen oder sich rein auf die Wissensvermittlung konzentrieren – im Gegensatz zur Sternwarte Uecht. «Bei der Planung dieser Sternwarte war von Anfang an klar, dass die breite Bevölkerung miteinbezogen werden soll.»

Die neue Sternwarte habe auch den grossen Vorteil, dass sie im Dreieck Bern, Freiburg, Thun stehe und somit in der Nähe der urbanen Zentren liege. «Auf dem Jungfraujoch hat man zwar auch einen guten Blick auf die Sterne, unsere Sternwarte ist aber besser erreichbar.» Trotz der Nähe zu den Städten, habe man auf der Uecht einen klaren Blick auf den Sternenhimmel. «Der Standort ist ideal, da er im Sternenpark des Naturparks Gantrisch liegt, wo die Lichtverschmutzung noch nicht so schlimm ist. Zudem ist es hier fast immer nebelfrei.» Gute Sicht – und Lichtverhältnisse seien gegeben.

Sternwarte soll lebendig sein

Damit das neue Zentrum S3O auch finanziell gut funktioniere, ist es auf Besucher und Partner angewiesen, so Kropf. «Damit wir diese nachhaltig für uns gewinnen können, brauchen wir eine stetige Entwicklung der Inhalte.» Dazu gehören Ausstellungen, Szenografien, Inszenierungen oder interdisziplinäre Projekte, die dort oben stattfinden könnten. «Wir wollen das Observatorium lebendig halten.»  

Aus diesem Grund sei es auch ein grosser Gewinn für die Sternwarte, dass der bekannte Tessiner Architekt Mario Botta das Gebäude entworfen hat. Doch nicht nur das Gebäude werde den Besucherinnen und Besucher etwas bieten: Neben Live-Beobachtungen am Teleskop, die erlebbar und unmittelbar sind, sollen im Planetarium auch am Tag in Echtzeit Bilder von Teleskopen aus der ganzen Welt zu sehen sein. «So können die Besucherinnen und Besucher beispielsweise sehen, was die Teleskope in Chile oder Australien zeigen.»

Darüber hinaus gibt es ein szenografisch-inszeniertes Bildungszentrum mit Multimedia-Installationen, Ausstellungsobjekten aus dem Weltraum und einer Planetarium-Vorführung. «Wir sind bestrebt, unsere Gäste auf eine Reise mitzunehmen.» Ausserhalb der Gebäude entsteht ein Outdoor-Lernpfad, wo die Besucherinnen und Besucher beispielsweise mehr über Weltraumschrott oder Nachhaltigkeit auf der Erde erfahren. Hinzu kommt ein Aussenbereich für Kinder sowie ein Beobachtungsplatz, wo man in warmen Nächten die Sterne mit blossem Auge auf Liegeplätzen beobachten kann. «Die Sternwarte soll ein beliebtes Ausflugsziel werden, aber nicht ein Vergnügungspark.» Die Wissensvermittlung stehe im Zentrum, so Kropf.

Lust auf etwas Sinnvolles

Neben den zwei Komponenten Astronomie und Weltraumforschung liegt Kropf das dritte Themengebiet der Stiftung Sternwarte Uecht besonders am Herzen: die Nachhaltigkeit. Dies sei auch mit ein Grund gewesen, weshalb sich der ehemalige Eventmanager für die Stelle als Geschäftsführer der Sternwarte beworben habe. «Nach dreissig Jahren in einem Business, das von Kurzlebigkeit und Wiederholungen geprägt ist, hatte ich Lust auf einen Wechsel.»

Das Bedürfnis, etwas Sinnvolles zu machen und mehr in die Tiefe zu gehen, sei gross gewesen. Die Sternwarte habe ein grosses Vermittlungspotenzial, um auf verschiedene Probleme auf der Erde aufmerksam zu machen. Dazu gehöre beispielsweise die Lichtverschmutzung, von der die Sternwarte auch betroffen sei. Denn die Sternwarte könne als Einrichtung, die den Blick Richtung Sterne richte, auch für die Probleme der Erde sensibilisieren. «Die Sicht in das Weltall verändert unsere Sichtweise auf den Planeten.»

Ehemaliger Eventmanager 

Michael Kropf (50) war während 30 Jahren in der Event- und Veranstaltungsbranche tätig. Er war je fünf Jahre lang Geschäftsführer der Markthalle Burgdorf und der Stockhorn-Arena in Thun. Zuvor war er für fünf Jahre stellvertretender Geschäftsführer im Stade de Suisse. Kropf wohnt in Vechigen, ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren.

Der neue Geschäftsführer des geplanten Observatoriums auf der Uecht in Niedermuhlern, Michael Kropf.
Bild zvg

Im Sommer ist Baubeginn

Im September 2019 feierte die Stiftung Sternwarte Uecht den Spatenstich für das geplante «Swiss Space and Sustainability Observatory», kurz S3O. Die seit 1951 bestehende Sternwarte auf knapp 1000 Metern über Meer soll zum Observatorium und Forschungs- und Informationszentrum für Astronomie, Weltraumforschung und Nachhaltigkeit ausgeweitet werden. Für den Bau des neuen Observatoriums wurde der Tessiner Architekt Mario Botta engagiert. Auch der ehemalige Astronaut Claude Nicollier war beim Spatenstich als Projektbotschafter anwesend.

Dass mit dem Bau noch nicht begonnen wurde, liegt laut Michael Kropf, dem neuen Geschäftsführer der Sternwarte Uecht, vor allem an Projektanpassungen. So hätten sich mit neuen Partnern neue Möglichkeiten ergeben. Zum Beispiel beim Teleskop: Dank einer neuen Partnerschaft habe man ein qualitativ viel besseres Teleskop beschaffen können. Auch Optimierungen beim Planetarium, Verbesserungen bei der Logistik und Vereinfachungen der Bausubstanz hätten mehr Zeit in Anspruch genommen. Momentan sei man aber auf Kurs, so Kropf. Er rechnet damit, dass die ersten Bagger diesen Sommer auffahren. Die Sternwarte soll Ende 2022 fertiggestellt sein.

Die Basiskosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 10,3 Millionen Franken. Finanziert wird das neue Zentrum von Partnern aus der Wirtschaft, privaten Gönnern, Stiftungen, dem Bund, dem Kanton, der Stadt Bern sowie einigen Gemeinden aus der Region.

Das Teleskop im neuen Observatorium ist mit 101 Zentimetern Durchmesser eines der grössten und besten der Schweiz, so Michael Kropf.
Bild zvg

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