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Die Strassen bekommen einen Namen

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Autor: Imelda ruffieux

Im Rahmen der amtlichen Vermessung setzt die Gemeinde Oberschrot derzeit das Projekt für Strassenbezeichnungen und die neue Hausnummerierung um. «Die Strassen waren bei uns bisher nicht angeschrieben», hält Margrit Mäder, Gemeindeschreiberin und Mitglied der Ortsnamenkommission, fest. Das sei vor allem für die Sanitätspolizei und die Feuerwehr ein Problem gewesen. Aber auch die Post und private Lieferanten hätten Mühe gehabt, ihre Kunden zu finden. «Wir hatten deshalb sehr viele Anfragen auf der Verwaltung.»

Nichts neu erfunden

Seit über einem Jahr ist deshalb die Ortsnamenkommission an der Arbeit. Sie hat Quartier für Quartier, Strasse für Strasse, Flurnamen für Flurnamen unter die Lupe genommen und die Namen systematisch erfasst. So weit als möglich habe man bei der Neubezeichnung mit bestehenden Namen gearbeitet, erzählt Margrit Mäder. «Wir haben nichts Neues erfunden.»

Benissle verschwindet

Man habe sich bei jedem Gebiet die Frage gestellt, ob der Begriff auch heute noch in Gebrauch sei oder nur noch auf alten Karten existiere. Da der Landwirt sein Emd noch heute auf dem Haltacher einfährt, wurde beispielsweise dieser Name beibehalten. Das Gleiche gilt für Purshubel, Fendersch. Auf der anderen Seite wurden Flurnamen wie Benissle, Hüsi, Dornacker gestrichen.

Keine einzige neue Strassenbezeichnung in Oberschrot trägt das Anhängsel «-strasse».

Eine Aufgabe war auch, bisher namenlosen Gewässern eine Bezeichnung zu geben. Auch hier hat man sich an die Logik gehalten. So entstand zum Beispiel der Eggbach, der von der Egg Richtung Gousmatte fliesst.

Interne Namen bleiben

Ein Spezialfall war der Gemeindewald – Oberschrot hat selbst rund 150 Hektaren Wald, dazu kommt noch viel Privatwald. In Waldgebieten habe es sehr viele Bezeichnungen gegeben. Sie alle genau auszuscheiden und zu bezeichnen, hätte den Rahmen gesprengt. Die Bezeichnungen wie Fuchslöcher, Rumos Tannen, Geissboden und Im lenge Stutz sollen aber gemeindeintern auch weiterhin verwendet werden.

Die Vorschläge wurden nach Genehmigung durch den Gemeinderat der kantonalen deutschsprachigen Kommission für Nomenklatur zur Prüfung vorgelegt. Da die Gemeinde die Wahl der Namen genau nach den Prinzipien dieser Kommission ausgewählt hat, gab es wenig Änderungen.

Schreibweise angepasst

Einzig bei der Schreibweise wurden ein paar Anpassungen gemacht, im Sinne, dass man möglichst eine senslerdeutsche Schreibweise anwendete: so wurde aus Bühl nun Büel, aus Riedern wurde Riedere und aus Gansmatte wurde Gousmatte.

Derzeit läuft die zweite Phase des Projekts, für das die Gemeindeversammlung einen Kredit von 25 000 Franken genehmigt hat: die Umsetzung.

Die Ortsnamenkommission hat diesen Frühling nach den Standorten für die Strassenschilder gesucht und 33 Plätze festgelegt. Wo diese auf Privatgebiet fallen, seien die Besitzer sehr entgegenkommend gewesen, hält Margrit Mäder fest.

Logische Nummerierung

Die zweite Arbeit der Ortsnamenkommission war der Neunummerierung der Häuser gewidmet. Bisher hatten die Häuser nur die Nummern der kantonalen Gebäudeversicherung, welche diese nach einem eigenen System vorgenommen hat. «In jedem Quartier fingen wir mit der Nummer eins an.» Dort, wo noch Bauzonen vorhanden oder vorgesehen sind, hat man Reservenummern ausgeschieden.

Strassenschild am Haus

350 Hausnummernschilder sowie 155 für Nebengebäude wie Scheunen und Gara- gen wurden bestellt. Am meisten Häuser stehen im Ried und in der Plötscha, aber es gibt auch Quartiere, wo nur ein, zwei Häuser stehen: etwa Auf der Egg, im Löchli, im Hubel oder in der Giga. Im Stahlen steht nur ein Haus mit der Nummer eins – eine Besonderheit dort ist, dass die Strassenbezeichnung direkt an den Schindeln der Hauswand angebracht ist. Bis Ende Jahr sollen alle Hausnummern und Strassennamen angebracht sein.

Neue Namen verwenden

In nächster Zeit werden die Einwohner von Oberschrot mit einem Brief über die Neuerungen informiert. «Wir legen ihnen ans Herz, die teilweise neue Schreibweise auch anzuwenden, damit die Begriffe geläufig werden», sagt Margrit Mäder.

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