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Die Strategie auf dem Weg an die Spitze

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Eigentlich besitzt der Kanton Freiburg bereits ein beeindruckendes Arsenal, um sich im Lebensmittelsektor auszuzeichnen. Dazu gehöre ein reichhaltiges Ökosystem mit einer grossen Dichte an Landwirtschaftsbetrieben, Verarbeitungsindustrie, KMU, Campus und Forschungsinstitute, sagte Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP) gestern an einer Medienkonferenz. Nun stünde der Bereich aber in einer entscheidenden Phase, wo immer mehr demografische und ökologische Fragen sowie neue Bedürfnisse der Bevölkerung an die Ernährung gestellt würden.

Aus diesem Grund hat der Staatsrat kürzlich seine Strategie für den Lebensmittelbereich des Kantons verabschiedet und gestern den Medien vorgestellt. Ziel sei es, national ein Leader im Lebensmittelbereich zu werden. Wie Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung, sagte, gebe es kaum einen Kanton, der sich wie Freiburg so auf diesen Bereich konzentriere. Freiburg orientiere sich dabei an internationalen Hotspots im Lebensmittelsektor wie Israel und Colorado sowie Regionen in Brasilien und Holland.

«Wir haben zwar die wesentlichen Bausteine dazu, aber es fehlte dieser Dynamik bisher einen Rahmen in Form eines Wegplans, mit ambitionierten Zielen und Programmen, um das vorhandene Potenzial bestmöglichst auszuschöpfen», sagte Curty.

Drei Schwerpunkte

Wie er betonte, basiert die Strategie auf drei Programmschwerpunkten. Der erste betrifft die Digitalisierung und Automatisierung der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie, sei es in Form von Robotik, Maschinenbau oder Big Data. Dabei sollen sowohl die Produktivität und Wertschöpfung gesteigert als auch natürliche Ressourcen geschont werden.

Der zweite Programmpunkt beinhaltet die Biomasseverwertung. Sie basiert auf einer Kreislaufwirtschaft, in der Abfallprodukte des Lebensmittelsektors nutzbringend verwendet werden können, etwa für Verpackungen aus Biomaterialien. Ein neues Projekt will die Federn von Schlachthühnern wiederverwenden, was bei einem Grossproduzenten wie der Micarna viel Potenzial hat.

Der dritte Schwerpunkt nennt sich Food Living Lab. Dabei handelt es sich um einen Ort des Austauschs und des Experimentierens rund um die Ernährung und das Konsumverhalten. Daraus sollen Start-ups und neue innovative Produkte entstehen.

Mit der Umsetzung der kantonalen Lebensmittelstrategie wird der in der Blue Factory angesiedelte Cluster Food & Nutrition betraut. So kann man auf eine bestehende Struktur zurückgreifen. Wie Olivier Curty sagte, wird dieser Cluster zusätzlich mit 1,4 Vollzeitstellen verstärkt. Auf operationeller Ebene entsteht ein Co-Präsidium zwischen einer Delegation des Staatsrats, der Wirtschaftsförderung, den Fachhochschulen, dem Cluster und Grangeneuve.

Viel Geld für Investitionen

Wie Jerry Krattiger sagte, sollen noch dieses Jahr 800 000 Franken zur Umsetzung dieser Strategie zur Verfügung stehen. Dazu gesellen sich öffentliche und private Investitionen: Für Projekte wie Agri-Co, Agroscope und Grangeneuve sind 250 Millionen Franken bis 2028 vorgesehen. Nespresso und Micarna haben schon oder investieren noch bis 2023 einen Gesamtbetrag von einer Milliarde Franken.

Landwirtschaft

Viele Möglichkeiten für Roboter und Computer

Als der Kanton Freiburg kürzlich die Idee eines Food Living Labs äusserte, da erfuhr er, dass auch die Forschungsanstalt Agroscope eine ähnliche Vorstellung hatte. Nun kann diese im Rahmen der Strategie für den Lebensmittelbereich zusammengeführt werden. «Der Campus Grangeneuve-Posieux wird als Hauptakteur wegweisend sein für die Umsetzung der neuen Strategie im Lebensmittelbereich, insbesondere bei der Forschung und Entwicklung», sagte Landwirtschaftsdirektor Didier Castella (FDP) an der gestrigen Medienkonferenz. So werde etwa bei der Digitalisierung und Automatisierung der im September betriebsbereite neue Schulbauernhof eine wichtige Rolle spielen. Er werde eine Referenz für alle Landwirte, die ihre Betriebe digitalisieren wollen.

Die Nutzung digitaler Technologien in der Milchwirtschaft werde es erlauben, die Tiergesundheit zu verbessern und auf Antibiotika zu verzichten. Auch können Treibhauseffekte dank Digitalisierung vermindert werden, so Castella. Zusätzlich soll der Schulbauernhof ein grosses Testlabor sein für Techniken des Smart Farming.

Gemäss Castella wird dabei auch die Zusammenarbeit mit Agroscope eng sein. Im Rahmen der Restrukturierung der Forschungsanstalt werde Freiburg zum Kompetenzzentrum für Rohmilch: Agroscope, die Betriebsorganisationen Gruyère und Vacherin und Grangeneuve sind daran beteiligt.

Die Forschungsanstalt arbeite an Monitoring-Systemen bei der Tiergesundheit, ihrer Ernährung, Bewegung und Fitness. Die Robotik könne beispielsweise bei der Tierfütterung oder beim Wenden von Käselaiben eingesetzt werden.

Castella betonte, dass für solche Projekte im Wiederankurbelungsplan des Kantons ein Betrag von 250 000 Franken vorgesehen sei. Bauern könnten für die Digitalisierung bis zu 10 000 Franken pro Betrieb beziehen.

Als weiteres Beispiel nannte Castella den Einsatz von Drohnen und Robotern, um den Einsatz von Pestiziden zu verringern. Im Mai wolle Grangeneuve auf dem Gebiet von Agri-Co in St-Aubin einen Demonstrationstag organisieren.

uh

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