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Die Suche nach einem Präsidenten der Kirchenversammlung geht weiter

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Das Büro der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft des Kantons Freiburg (kkK, siehe Kasten) hat beschlossen, die nächste Plenumsversammlung zu annullieren. Diese wäre für den 18. Juni vorgesehen gewesen und hätte unter anderem die Wahl eines neuen Präsidenten der Versammlung vorgesehen (die FN berichteten). Ein entsprechender Brief ging letzte Woche an die Beteiligten. Laut Arnold Schöpfer, Vizepräsident der Versammlung aus St. Antoni, haben die Verantwortlichen festgestellt, dass zu wenige dringende Traktanden vorlagen, so dass das Büro die Delegierten nicht grundlos zu einer Sitzung einberufen wollte. «Das hätte keinen Sinn gemacht.» Die Versammlung lege im Voraus vier Termine pro Jahr für Sitzungen fest. Der Juni-Termin werde dann oft mangels Traktanden gestrichen, so Schöpfer.

Prinzip Hoffnung

In einer Verlautbarung nach der letzten KkK-Versammlung vom 23. April war die Wahl eines Präsidenten am 18. Juni in Aussicht gestellt worden. Laut Interims-Präsident Schöpfer wurde auf den 18. Mai eine Meldefrist für Kandidaturen angesetzt. Diese sei ungenutzt verstrichen. Der amtierende Präsident der Geschäftsprüfungskommission (GPK) der Versammlung, Walter Buchs, habe sich zwar zur Verfügung gestellt, das Präsidium der Versammlung zu übernehmen, wie er auf Anfrage sagte, doch er stellte eine Bedingung: «Ich würde es tun, wenn sich im Gegenzug jemand für das Amt des Kommissionspräsidenten meldet. Das war bisher nicht der Fall», so Walter Buchs. Er habe nach der Sitzung vom April mögliche Anwärter angefragt, ohne Erfolg.

Deshalb habe das Büro der kkK beschlossen, die Pfarreien und die Delegierten erneut mit einem Brief anzugehen, mit der Bitte, einen Kandidaten zu melden, so Schöpfer weiter. Ein wenig Hoffnung bleibe ihm, «es kann sich ja noch immer ein Törchen öffnen». An seiner nächsten Sitzung Anfang September werde das Büro das Thema noch einmal aufnehmen. «Dann müssen wir entscheiden.» Arnold Schöpfer betont, dass die Funktion der Versammlung und der kkK wegen der Vakanz des Präsidiums nicht infrage gestellt sei.

Vakanz nach Rücktritt

Der Stuhl des Präsidenten der Versammlung war frei geworden, nachdem der Amtsinhaber Laurent Passer Anfang Jahr seinen Rücktritt erklärt hatte. Damals wurde bekannt, dass Passer die Kreditkarte der Stadtfreiburger Pfarrei Christ-König – deren Präsident er ebenfalls war – für private Zwecke verwendet hatte. Laurent Passer demissionierte Mitte April auch als Delegierter der Versammlung. Seither sucht die kkK einen Vorsitzenden für die Versammlung, und Schöpfer führt sie ad interim.

Zur Definition

Die Versammlung der Freiburger Katholiken

Mit dem Gesetz über die Beziehungen zwischen den Kirchen und dem Staat anerkennt der Kanton die katholische und die reformierte Kirche und ihre Körperschaften nach öffentlichem Recht. Diese gaben sich in der Folge eine Verfassung und eine Organisation. Die katholische kirchliche Körperschaft des Kantons Freiburg wird namentlich von einem Exekutivrat und der Versammlung gebildet, welche sich ihre jeweiligen Präsidien wählen. Das Pendant bei den Reformierten sind der Synodalrat und die Synode. Das Gesetz gibt den kirchlichen Körperschaften eine grosse Autonomie für die Gesetzgebung, die Organisation, die Verwaltung und die Rechtsprechung. Dies mit dem Ziel, dass sie ihre Aufgaben ohne Einmischung des Staates und der Gemeinden erfüllen können. Die Versammlung der kkK übt gesetzgeberische und finanzpolitische Aufgaben aus, wie ihrer Homepage zu entnehmen ist. Die Versammlung besteht aus neunzig Mitgliedern: 60 Vertretern der Pfarreien und Wahlkreise, zehn Priestern, Diakonen oder Laienseelsorgern, zehn Mitgliedern von Ordensgemeinschaften und Bewegungen sowie zehn Delegierten des Bistums.fca

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