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Die SVP will die Stadt Freiburg mitgestalten und den Autos mehr Platz geben

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David Papaux (links) und Christophe Giller möchten den ersten SVP-Gemeinderatssitz erobern.
Corinne Aeberhard

Der Anwalt David Papaux und der Physiker Christophe Giller treten für die SVP zu den Gemeinderatswahlen in der Stadt Freiburg an. Ihr Ziel: mehr Parkplätze, weniger Stau, tiefere Steuern. Und eine Grossfusion.

Seit die SVP im Jahr 2006 in den Freiburger Generalrat einzog, hat die Partei eine treue Stammwählerschaft in der Stadt Freiburg. Im 80-köpfigen Generalrat holte sie bei den letzten Wahlen neun Sitze: einen weniger als die FDP. Die FDP hat mit diesem Wähleranteil meist einen Gemeinderatssitz auf sicher. Nicht so die SVP: Sie stellte in der Stadt Freiburg noch nie einen Gemeinderat oder eine Gemeinderätin.

Das möchten David Papaux und Christophe Giller nun ändern. Die beiden treten auf einer Zweierliste an. «Ich bin ein geborener Nörgler», sagt Christophe Giller über sich selber. «Meine Eltern sagten mir schon früh, ich solle einmal in die Politik, dann könne ich die Probleme angehen.» Und so sitzt der Physiker seit 2013 im Generalrat; 2016/17 hat er den Rat präsidiert – als erster SVP-Politiker. Er ist Mitglied der Raumplanungskommission und des Agglomerationsrats.

Wille zur Mitgestaltung

Doch das Politisieren im Parlament reicht dem 40-Jährigen nicht mehr: «Es ist frustrierend, nicht konkreter etwas für die Stadt Freiburg tun zu können.» Der Generalrat könne nur Ja oder Nein zu einem Projekt sagen, aber keine Verbesserungen anbringen. Darum möchte er nun in die Exekutive.

Ähnlich geht es dem 39-jährigen Papaux; er ist seit fünf Jahren im Generalrat, seit 2018 Mitglied der konstituierenden Versammlung von Grossfreiburg und seit kurzem Präsident der städtischen SVP. Der frühere Judoka, der an Europa- und Weltmeisterschaften teilnahm und als einziger Judoka elf Mal Schweizer Meister wurde, möchte die Politik des jetzigen Gemeinderats in eine andere Richtung lenken.

Giller leitet seit mehr als zehn Jahren sein eigenes Unternehmen. Bei der AB14, wie seine Firma heisst, dreht sich alles um den Bau: Bauakustik, Studien zur Lärmbelastung, Asbestdiagnose und Wärmebilanzen sind im Angebot. Papaux hat Wirtschaft und Informatik studiert, bevor er Anwalt wurde. Er ist Verwaltungsrat bei der Metzgerei Papaux, die seinem Vater gehört, und kümmert sich dort unter anderem um die Führung und die Finanzierung neuer Projekte.

Hauptanliegen Parkplätze

Dank den Erfahrungen aus diesen Unternehmen seien sie sich der wahren Probleme des Gewerbes bewusst, sind die beiden überzeugt. Das grösste Problem: die fehlenden Parkplätze in der Stadt. Der jetzige Gemeinderat mache alles, um den Autos den Zugang in die Stadt zu vermiesen. Und darum zögen immer mehr Unternehmer weg. «Doch ohne Gewerbe gibt es in der Stadt kein Leben, keine Arbeitsplätze, keine Steuereinnahmen», sagt Papaux.

Mit ihrer Verkehrspolitik vergraule die Stadt auch die Nachbargemeinden. Die Fusion Grossfreiburgs sei eines der wichtigsten Dossiers der anstehenden Legislatur. Doch die Stadt müsse den Nachbarn Lust auf eine Fusion machen. «Heute haben die Bewohner der umliegenden Gemeinden gar keine Lust, in die Stadt zu kommen, da sie jedes Mal im Stau stecken bleiben», sagt Papaux.

Die beiden befürchten, dass auch der Steuerfuss Freiburgs die anderen Gemeinden von einer Fusion abhalten könnte. Der Gemeinderat gebe zu viel Geld für Studien aus und achte bei den Bauprojekten nicht aufs Sparpotenzial. «Würde er das tun, könnten wir die Steuern weiter senken», sagt Giller.

Nur richtige Kandidaturen

Die SVP hätte die Wahlchancen der beiden erhöhen können, wäre sie mit einer Fünferliste angetreten: In einer Proporzwahl kommen so mehr Listenstimmen zusammen. «Wir wollten keine Listenfüller nominieren», sagt Papaux, der bereits vor fünf Jahren für den Gemeinderat kandidiert hat. «Wir wollen ehrlich und transparent sein und treten darum nur mit jenen Parteimitgliedern an, die auch wirklich gewillt sind, ein Gemeinderatsmandat zu übernehmen.»

Zahlen und Fakten

SVP war noch nie im Gemeinderat

Noch nie sass im Freiburger Gemeinderat eine Vertreterin oder ein Vertreter der SVP. Um in die fünfköpfige Regierung einzuziehen, benötigt eine Partei in der Proporzwahl einen Wähleranteil von 16,7 Prozent. Bei den Nationalratswahlen 2019 kam die SVP in der Stadt Freiburg auf einen Wähleranteil von 9,65 Prozent. Vorteilhaft für die SVP dürfte am 7. März sein, dass die Bevölkerung am gleichen Tag über ein Burkaverbot abstimmt – das dürfte viele SVP-Wählerinnen und -Wähler an die Urne bringen. njb

 

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