Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Synode weist das Budget 2014 zurück

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Synodalrat sah im Budget 2014 der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Freiburg eine Aufstockung in der Administration der Geschäftsstelle vor. Geplant war die Schaffung einer neuen, auf drei Jahre befristeten Sachbearbeiterstelle, die wegen des erhöhten administrativen Aufwandes benötigt wird. Insgesamt sollte das Budget 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 170 000 Franken auf 1,99 Millionen Franken erhöht werden. Mit diesen Plänen stiess der Synodalrat in der Herbstsynode vom Montag in Murten aber auf Widerstand: Wie die Kantonalkirche gestern mitteilte, wies die Synode das Budget 2014 an den Synodalrat zurück.

 Vor der Rückweisung des gesamten Budgets in der Schlussabstimmung stellten die Synodalen einen Antrag für eine Ausgabenkürzung. Dieser wurde aber denkbar knapp durch einen Stichentscheid von Synodalpräsident Frédéric Noyer abgelehnt.

Widerstand erwartet

Der Hauptgrund für die Rückweisung ist für Hans-Ulrich Marti, der im Synodalrat für die Finanzen zuständig ist, klar die Kostensteigerung um 170 000 Franken. «Wir wussten, dass wir damit auf Widerstand stossen könnten», erklärte er gestern auf Anfrage. Bei der vorgängigen Information der Kirchgemeindepräsidentinnen und -präsidenten sei spürbar gewesen, dass das Budget in dieser Form umstritten sei. Der Synodalrat habe aber gehofft, er könne die Synode mit guten Argumenten überzeugen. «Das haben wir aber leider nicht geschafft.»

Marti bedauert den Entscheid der Synode. «Etwas krass formuliert kann man sagen, dass die Synode nicht bereit ist zu bezahlen, was sie bestellt hat.» Denn der Anstieg des administrativen Aufwandes gehe vor allem auf die Revision der Kirchenordnung und -verfassung zurück. So gebe es neu beispielsweise pro Jahr fünf statt wie bisher zwei Synoden. Zudem gelte es, zahlreiche Erlasse anzupassen. «Und im Rahmen der Revision wurden uns neue Aufgaben zugeteilt», so Marti. Es sei klar gewesen, dass dies auch finanzielle Folgen haben würde. «Aber darüber haben wir bei der Revision vielleicht zu wenig gesprochen.»

Einen weiteren Mehraufwand bringe die Registerharmonisierung des Kantons bei Zu- und Wegzügen, wofür 20 Stellenprozente vorgesehen waren. «Wir wollten bewusst eine befristete Stelle für drei Jahre schaffen», sagt Marti. Nach zwei Jahren hätte der Synodalrat Bilanz gezogen und entschieden, wie viel es in Zukunft brauche.

Nun muss der Synodalrat über die Bücher: Es gilt, rasch ein neues Budget zu erstellen. Bis Ende Jahr muss an einer Sondersynode darüber abgestimmt werden. Wie die neueBudgetvariante aussehen könnte, verrät Marti noch nicht. «Wir entscheiden im Synodalrat an einer Sondersitzung, wie es weitergeht.»

Meistgelesen

Mehr zum Thema