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Die Teuerung treibt die Kosten in die Höhe

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Autor: Nicole Jegerlehner

An den beiden entgegengesetzten Enden der Poyabrücke haben die Arbeiten begonnen. In Granges-Paccot wird ein Reinabwassersammelkanal errichtet, und im Schönberg entsteht bei den Familiengärten die Bellevue-Kreuzung, von welcher aus die Strasse auf die Brücke führen wird. Unterhalb der Kreuzung, die bisher nicht mehr als eine braune Narbe im grünen Gras ist, zeigen orangene Holzstöcke den Verlauf der geplanten Brücke an: Die Poyabrücke wird erst leicht nach links schwingen, bevor sie über die Saane führen und in den Tunnel münden wird. Nach dem Tunnel wird die Strasse unter den Bahngleisen durchführen – und in die Kreuzung St. Leonhard (siehe Kasten) münden. Damit der Verkehr nicht gestört wird, erfährt die Murtenstrasse eine Verbreiterung auf vier Spuren.

Subventionen vom Bund

Gestern hat Staatsrat Georges Godel (CVP) das Projekt den Medien vorgestellt, morgen findet der offizielle Spatenstich statt. Bis nächsten Sommer sind allerdings keine spektakulären Arbeiten zu sehen: Erst dann werden die Brückenpfeiler erstellt. Der Tunnel wird gar erst in den Jahren 2010 und 2011 gebaut. 2013 soll die Brücke der Öffentlichkeit übergeben werden. Mit dem jetzigen Baubeginn hat sich der Kanton Freiburg die Bundessubventionen aus dem Infrastrukturfonds gesichert: Um die 67,5 Millionen Franken zu erhalten, musste der Kanton vor dem 31. Dezember dieses Jahres mit dem Bau beginnen.

Mindestens 120 Millionen

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 120 Millionen Franken – zumindest sah dies vor drei Jahren so aus, als die Kosten berechnet und wurden. Unterdessen seien diese gestiegen, schon nur wegen der Teuerung, sagt Godel. Wie viel teurer die Brücke zu stehen kommt, kann der Staatsrat nicht beziffern.

Nach den Erfahrungen des kantonalen Tiefbauamts mit der Umfahrungsstrasse H189, welche 78 Millionen Franken teurer wird als geplant, hat Godel eine Überprüfung des Brückenprojekts veranlasst: Die Organisation wird genauso überprüft wie das Vorankommen der Arbeiten, die Honorare und die Kosten. «Wir sind mit der Revision etwas im Rückstand und erwarten die Resultate für Anfang 2009», so Godel. Dann erst könne er auch sagen, um wie viel die Kosten für die Brücke gestiegen sind.

Godel geht zwar von leicht höheren Kosten aus, hofft diese aber «mit einer Reserve bei den begleitenden Massnahmen» zumindest teilweise auffangen zu können. «Wir haben da wahrscheinlich etwas Spielraum», sagt der Staatsrat; die begleitenden Massnahmen würden aber im vorgesehenen Rahmen umgesetzt. Mit diesen Massnahmen sollen die historischen Stadtteile Freiburgs und die Wohnquartiere vor Lärm und Verkehrsverlagerungen geschützt werden.

Vier Beschwerden hängig

Noch sind im Zusammenhang mit der Poyabrücke vier Beschwerden beim Kantonsgericht hängig; alle stammen von privater Seite. Ein Beschwerdeführer wehrt sich dagegen, dass auf der Palatina-Seite Bäume gefällt werden. Dieser Rekurs hat eine aufschiebende Wirkung. Godel geht davon aus, dass das Kantonsgericht bis Ende Jahr seine Urteile fällt. Projektmanager Christophe Bressoud fügt an, der Kanton ersetze die gefällten Bäume. Die beiden Beschwerden ohne aufschiebende Wirkung könne der Kanton mit den Beschwerdeführern regeln, sagt Godel.

Eine Unsicherheit für den Zeitplan sind auch die Zuschläge an die Baufirmen: «Falls ein Unternehmen eine Beschwerde einreicht, führt dies zu Verzögerungen», sagt Godel. Die Arbeiten werden morgen im Amtsblatt ausgeschrieben.

www.poya-bruecke.ch

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