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Die Tor-Impotenz der Rollenspieler

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Anton Gustafsson zwei Tore, Killian Mottet drei Tore, Flavio Schmutz ein Tor, Chris Rivera zwei Tore, Caryl Neuenschwander kein Tor, Benjamin Neukom drei Tore, John Fritsche kein Tor, Michaël Loichat kein Tor – dies ist die magere Ausbeute der Got­téron-Spieler, die mehr als zehn Partien bestritten haben und meist die dritte und vierte Angriffslinie der Freiburger bilden. Auch wenn die Rolle dieser beiden Formationen primär darin besteht, Gegentore zu verhindern, so bleibt der offensive Output zu gering. «Wir brauchen Tore von allen», fordert deshalb Trainer Larry Huras. «Es genügt ein Blick auf die Statistiken der besten Mannschaften der Liga. Bei diesen kommt die Tor-Power von allen vier Linien.» Letzten Endes ist es eben genau diese Ausgeglichenheit im Kader, die in vielen Spielen den Ausschlag zugunsten der Spitzenteams wie des SC Bern oder der ZSC Lions geben.

«Schiessen, viel schiessen»

Im Fall von Gottéron liegt die mangelnde Torproduktion der dritten und vierten Linie noch nicht einmal daran, dass die Spieler sich keine Möglichkeiten erarbeiten können. Vielmehr liegt der Ursprung bei der eklatanten Abschlussschwäche. So hatten Rivera und Neuenschwander am Dienstag bei der 1:3-Niederlage in Lausanne allein eine Handvoll gute Chancen, konnten diese aber nicht konkretisieren. «Ja, es stimmt, der Abschluss ist zurzeit eines unserer grossen Probleme», bestätigt Neuenschwander. «Wir kreieren uns Chancen, können sie jedoch nicht ausnutzen. Wir arbeiten im Training hart daran, dass sich das ändert. Und dann müssen wir das Glück im Spiel auch mal auf unsere Seite zwingen, indem wir Rebounds provozieren.»

Geradezu ratlos ist Neuenschwanders Stürmerkollege Gustafsson auf die Frage, weshalb die «zweite Garde» nicht mehr trifft. «Wenn ich nur wüsste, woran es liegt. Allgemein schiessen wir zu wenig Tore, das ganze Team hat Mühe.» Huras versucht dem unter anderem dadurch entgegenzuwirken, indem er im Training spezifisch Torschüsse üben lässt. «Schiessen, viel schiessen, und vor allem gut zielen», lautet folglich das Rezept von Gustafsson, auch wenn Training und Match zwei Paar Schuhe seien. «Im Spiel ist halt immer ein Stock oder ein Schlittschuh des Gegners dazwischen.» Neuenschwander plädiert dafür, sich nicht allzu viele Fragen zu stellen. «Wir müssen einfach spielen und Druck auf das gegnerische Tor ausüben, um so das Vertrauen zurückzugewinnen.» Denn, auch das räumt die Nummer 9 ein, das Ausbleiben eines Erfolgserlebnisses zehrt an den Nerven. «Klar arbeitet es in meinem Kopf. Als Stürmer willst du Tore schiessen. Meine Durststrecke hält nun schon lange an. Ich arbeite daran, viel Zug aufs Tor zu haben und schnell zu schiessen.» Einfach sei die Situation für ihn nicht. «Ich fühle mich nach einem Spiel wie in Lausanne schuldig, weil ich die Tore nicht gemacht habe.» Für Neuenschwander ist klar: «In unserer Lage brauchen wir Siege und Punkte. Und wenn gerade die ganze Mannschaft Schwierigkeiten im Abschluss hat, dann täte es schon gut, wenn auch die dritte oder vierte Linie einmal treffen würde. Aber eben, wir alle leiden unter der aktuellen Situation. Ich kann mich deshalb nur wiederholen: Wir müssen am Abschluss weiter hart arbeiten.»

Gustafssons Selbstkritik

«Hart arbeiten» – genau gleich tönt es aus dem Mund von Gustafsson. Der Schwede mit Schweizer Lizenz wurde just dafür geholt, der dritten Formation mehr Feuerkraft zu verleihen. Doch bisher blieb Gustafsson, der letzte Saison für die SCL Tigers noch 26 Skorerpunkte in der Qualifikation erzielt hatte, so gut wie alles schuldig. «Ich stimme vollkommen zu, ich spiele weit unter den Erwartungen, das weiss ich.» Weshalb das so ist, kann er genauso wenig beantworten wie die Frage, warum es beim Toreschiessen hapert. «Ich kann wirklich nicht sagen, woran es liegt. Eine solche Phase hatte ich noch nie, ausser ich war gerade verletzt.» Jetzt sei er aber fit und gesund, versichert der technisch versierte First-Round-Pick der Washington Capitals. «Möglicherweise bekunde ich noch ein wenig Mühe damit, mich dem neuen System hier anzupassen. Ich werde weiter Vollgas geben.»

Dies gilt für alle Gottéron-Spieler, aber insbesondere für jene, die zumeist die zweite Geige spielen. Denn könnten sie sich ab und zu in den Vordergrund drängen, würde die eine oder andere enge Partie gewiss auch mal auf die Seite der Freiburger kippen.

Vorschau

Gegen Biel von Beginn weg mit hoher Intensität

Nach zwei Auswärtsniederlagen in Davos und in Lausanne kehrt Gottéron heute ins St. Leonhard zurück, wo es um 19.45 Uhr den EHC Biel empfängt. «Wir spielen zu Hause und müssen diesmal von Beginn weg bereit sein», sagt Trainer Larry Huras. Etwas, was den Freiburgern zuletzt in den fremden Hallen nicht gelungen ist. Zuversichtlich stimmt den Kanadier die Tatsache, dass sein Team vor eigenem Anhang erfahrungsgemäss besser startet. Auch Stürmer Caryl Neuenschwander fordert grosse Intensität ab dem ersten Bully. Seit Biel seinen langjährigen Coach Kevin Schläpfer gegen den vorherigen Elite-Junioren-Trainer Mike McNamara – der auch eine Vergangenheit bei Gottéron hat – ausgetauscht hat, spielt es ein leicht verändertes System. «Ich kenne Mike gut und habe mit ihm in Lugano zusammengearbeitet. Biel ist gut organisiert und kämpft hart», sagt Huras. Für die Freiburger ist ein Sieg einmal mehr Pflicht, wollen sie am Strich dranbleiben. In Sachen Aufstellung ist im Vergleich zum Match vom Dienstag mit keinen Änderungen zu rechnen. Im gestrigen Training fehlte neben Michaël Loichat einzig Lorenz Kienzle aus persönlichen Gründen.

fs

SC Bern – Lugano 19.45

Davos – Lausanne 19.45

Gottéron – Biel 19.45

SCL Tigers – Servette 19.45

ZSC Lions – Kloten 19.45

Der heutige Gegner

Fakten zum EHC Biel

Seit seinem Wechsel zu Biel hat der bei Gottéron in Ungnade gefallene Marc-Antoine Pouliot in sieben Spielen zwei Tore erzielt. Am Dienstag beim Sieg in Langnau war der Kanadier überzählig.

Mit einer Erfolgsquote von knapp 21 Prozent verfügt Biel über das zeitbeste Powerplay der Liga.

Mit 9 Toren und 13 Assists ist der Kanadier Robbie Earl der Topskorer der Seeländer.

Seit Mike McNamara das Zepter an der Bande übernommen hat, verzeichnete Biel je drei Siege und drei Niederlagen.

Im bisherigen Saisonvergleich mit Gottéron mussten die Bieler zwei Niederlagen einstecken.

«Ich fühle mich nach einem Spiel wie in Lausanne schuldig, weil ich die Tore nicht gemacht habe.»

Caryl Neuenschwander

Gottéron-Stürmer

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