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Die Tore erzwingen

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Seit 137:08 Minuten ist Gottéron inzwischen ohne Torerfolg. Die zwei letzten Partien gegen Zug und Davos gingen beide mit 0:3 verloren, der Toredurchschnitt pro Spiel fiel auf zwei. Nur der EHC Kloten steht in dieser Statistik noch schlechter da (1,56). Nur gerade vier Stürmer (Julien Sprunger, Matthias Rossi, Andrei Bykow und Jim Slater) waren für die Freiburger in den neun bisherigen Spielen erfolgreich. Gleich zehn Angreifer warten damit immer noch auf ihr erstes Saisontor. Einer von ihnen ist Flavio Schmutz. «Die Chancen für Tore waren vorhanden, auch für meine Linie mit Neuenschwander und Meunier», sagt der St. Galler. Die letzte Konsequenz aber habe gefehlt. «Wir übten zu wenig Druck auf das Tor aus.»

Am wenigsten Schüsse

Tatsächlich konnte Gottéron die Scheibe sowohl gegen Zug als auch am Samstag in Davos lange Zeit in der Offensivzone behaupten. «Das war positiv», sagt Trainer Mark French. «Jedoch haben wir zu wenig da­raus gemacht.» Der Kanadier streicht die Präsenz seiner Spieler vor dem gegnerischen Torhüter zwar lobend heraus, kritisiert aber, dass oftmals der eine Pass zu viel gesucht wird. Die Statistik gibt French recht. Im Durchschnitt kommt Gottéron auf 26,67 Schüsse pro Match. Keine andere Mannschaft sucht weniger oft den Abschluss. Leader Bern etwa liegt bei über 34 Torschüssen pro Match. «Wir müssen gradliniger spielen und dorthin gehen, wo die Tore fallen», sieht Schmutz Verbesserungspotenzial. «Wir halten uns zu lange in den Ecken auf und ziehen zu wenig frech auf das Tor zu. Das gilt es, sich vor jedem Einsatz vor Augen zu halten, dann fallen die Pucks schon wieder rein.» Den Abschluss mit Beharrlichkeit zu suchen müsse zu einer Gewohnheit werden, sagt French.

Cervenka kein Allheilmittel

Das Freiburger Offensivspiel ankurbeln würde zweifelsohne Roman Cervenka. Der Ausnahmekönner machte gestern das gesamte Training mit. Ob er heute im Heimspiel gegen Genf nach seinen Schulter- und Rückenproblemen das Saisondebüt geben wird, ist indes offen. French hielt es immerhin für möglich. Doch allein mit der Rückkehr des Tschechen wäre die Torproduktion nicht gesichert, zumal ein anderer Ausländer auf die Tribüne weichen müsste. Auf Torhüter Barry Brust sowie Verteidiger Jonas Holos wird French kaum verzichten, bleiben also die beiden Stürmer Michal Birner und Jim Slater. Birner ist zwar mit 20:33 Minuten pro Partie der Freiburger Spieler mit der meisten Eiszeit, aber auf Center Slater ist aufgrund seiner Stärke beim Bully und der Möglichkeit, mit ihm drei mehr oder weniger ausgeglichene Linien formieren zu können, kaum zu verzichten. «Sollte Cervenka wieder spielen können, wartet auf jeden Fall eine schwierige Entscheidung auf mich», erklärte Gottéron-Trainer French.

Miéville bald eine Option?

«Nur drei Schweizer Spieler, die bisher Tore erzielt haben, ist wenig», weiss auch Sportdirektor Christian Dubé. «Wir verfügen sicherlich nicht über eine Mannschaft, die pro Spiel fünf Treffer schiessen kann, trotzdem haben wir einige gute Elemente im Sturm.» Die defensive Struktur um Goalie Brust sei intakt, so wie er es erwartet habe. Jetzt ginge es da­rum, an der Offensive zu arbeiten. «Zuletzt gegen Zug und Davos waren wir beispielsweise im Powerplay nicht gut genug. Es dürfen aber auch mal schmutzige Tore sein», kritisiert Dubé das manchmal noch zu umständliche Spiel seines Teams.

Es bleibt noch die Möglichkeit, mit einem neuen Spieler dem Freiburger Angriff frische Impulse zu geben. Das Budget für einen weiteren Stürmer ist vorhanden, daraus hat Dubé nach dem Absprung von Reto Berra in die NHL nie einen Hehl gemacht. Womöglich ergibt sich ja in der Waadt schon bald eine Option. Alain Miéville, der einst bei Gottéron sein NLA-Debüt gegeben hatte, ist bei Lausanne-Trainer Dan Ratushny ganz offensichtlich in Ungnade gefallen. Der Freiburger Stürmer, der in den letzten drei Saisons für die Waadtländer stets über zwanzig Skorerpunkte gesammelt hatte, kam bisher im Schnitt nur gerade auf 6:26 Minuten Eiszeit pro Match und damit am zweitwenigsten aller LHC-Feldspieler. Zuletzt wurden Miéville im Angriff gar zwei Verteidiger vorgezogen. «Bis jetzt habe ich nichts davon gehört, dass Miéville auf dem Markt ist», so Dubé in typischer Manier. Man darf getrost davon ausgehen, dass das Dossier auf seinem Pult liegt.

Der heutige Gegner

Die Fakten zu Genf-Servette

• Das Powerplay gehört aktuell nicht zu den Stärken der Genfer. Die Überzahleffizienz beträgt nur gerade 11,76 Prozent.

• Henrik Tömmernes, letzte Saison der produktivste Verteidiger in Schwedens Top-Liga, wartet nach acht Spielen trotz der meisten Eiszeit aller Genfer Spieler (22:35 Minuten pro Match) immer noch auf seinen ersten Torerfolg.

• Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen der Saison zwischen Servette und Gottéron. Die Genfer verloren beide Spiele (1:2 und 2:4).

• In vier Auswärtsspielen hat das Team von Craig Woodcroft erst einen Punkt geholt.

• Der kanadische Stürmer Nick Spaling fällt verletzungshalber zwei Wochen aus. Dafür dürfte Goalie Robert Mayer heute in Freiburg sein Saisondebüt geben.

• Der Genfer Topskorer ist Stürmer Juraj Simek (1 Tor, 4 Assists).

Vorschau

Vauclair zurück, Cervenka fraglich

Mit Ausnahme von Marc Abplanalp (verletzt) waren gestern alle Gottéron-Spieler im Training dabei, also auch Roman Cervenka, der die gesamte Einheit absolvieren konnte. Derweil über das Saisondebüt des Tschechen erst am heutigen Spieltag gegen Servette entschieden wird, kehrt der zuletzt erkrankte Tristan Vauclair definitiv ins Kader zurück. Mark French hielt dem Team gestern zwar eine Standpredigt, die Schimpftirade hatte aber durchaus einen motivierenden Touch, zumal der Trainer sagt: «Ich denke, die Spieler haben in Davos gut auf die Niederlage gegen Zug reagiert, auch wenn der Erfolg ausblieb.»

fs

Gottéron – Servette 19.45

«Wir müssen gradliniger spielen und dorthin gehen, wo die Tore fallen.»

Flavio Schmutz

Gottéron-Stürmer

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