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Die TPF rechnen mit bis zu 15 Millionen Franken Verlust

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«Als ich mich für die Stelle des TPF-Generaldirek­tors beworben habe, gab es noch kein Coronavirus. Es war dann für uns alle eine grosse Überraschung», sagte der Generaldirektor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF), Serge Collaud, an der gestrigen Medienkonferenz. Er trat im April die Nachfolge von Vincent Ducrot an, der zum CEO der Schweizerischen Bundesbahnen berufen worden war.

«Wir mussten ein Darlehen aufnehmen, um die neuen Busse, die Projekte und die Löhne zu finanzieren.»

Serge Collaud

TPF-Generaldirektor

Die Corona-Pandemie hat vieles auf den Kopf gestellt und Collaud noch vor seinem ersten offiziellen Arbeitstag Sorgen bereitet. An der gestrigen Pressekonferenz zog er nun die erste Bilanz.

Mit Verlusten rechnen

«Ich musste in meinen ersten Monaten als Generaldirektor bereits zwei sehr grosse und wichtige Entscheidungen treffen», sagte Collaud. Die erste war finanzieller Art: Die TPF nahmen im Sommer einen Corona-Kredit von 16,5 Millionen Franken auf. «Wir mussten ein Darlehen aufnehmen, um die neuen Busse, die Projekte und die Löhne zu finanzieren», sagte Collaud. Denn die Corona-Pandemie bleibt weiterhin das grösste Problem des Unternehmens. «2019 war für uns ein Rekordjahr. 2020 erwarten wir jedoch grosse Verluste.» So rechnen die TPF mit neun Millionen Passagieren weniger als im vergangenen Jahr – damals waren es 34 Millionen. Das seien 27 Prozent weniger. Die TPF rechnen auch mit einem Verlust von 10 Millionen Franken im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Im Vergleich zum Jahr 2019 seien das 20 Prozent weniger Einkommen. Der Gesamtverlust belaufe sich dieses Jahr auf 10 bis 15 Millionen Franken, sagte Collaud. Im Juni war mit einem noch grösseren Verlust gerechnet worden. «Die Menschen sind früher als erwartet zum öffentlichen Verkehr zurückgekehrt, was uns sehr freut.» Das finanzielle Loch spürt das Unternehmen seit Beginn der Krise. So wurden zur Kostensenkung Projekte und interne Entwicklungen, die nicht unmittelbar notwendig waren, bis auf weiteres auf Eis gelegt. Entlassungen, Lohnkürzungen oder Arbeitszeitreduktionen gab es im Unternehmen jedoch keine.

Unterstützung vom Bund?

700 Millionen Franken wolle der Bund Ende 2021 für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung stellen. Die Bedingungen seien jedoch noch nicht genau definiert worden, sagte Collaud an der Medienkonferenz. Momentan müsse ein Unternehmen zuerst seine Reserven aufbrauchen, bevor es vom Bund Unterstützung erhalten könne. Die TPF hätten zwar Reserven von 25 Millionen Franken aus den vergangenen Jahren, sie seien jedoch nicht flüssig, sondern investiert, sagte Collaud.

Rückkehr der Mitarbeiter

Eine weitere grosse Entscheidung betraf die TPF-Mitarbeitenden, die in den Büros arbeiten. Am 15. Juni holte der neue Generaldirektor alle Mitarbeiter aus dem Homeoffice in ihre Büros zurück. «Ich konnte von unseren Kunden nicht verlangen, dass sie wieder Bus und Zug fahren, wenn bei uns niemand im Büro ist», sagte der Generaldirektor. Da fehle die Kohärenz. Für die Rückkehr der Mitarbeitenden sei ein Schutzkonzept eingeführt worden, das von allen gut angenommen worden sei.

TPF voranbringen

Collaud blickt trotz Corona auch positiv auf die letzten Monate zurück. So würden die grossen Projekte in Bulle, Estavayer, Châtel-St-Denis und Givisiez sehr gut vorankommen. Die Wiederaufnahme des Ticketverkaufs in den Bussen Anfang Juli und die Einführung des Plexiglasschutzes für die Busfahrer seien ebenfalls gut angekommen.

Collaud hat grosse Pläne für die TPF. Er will das Transportunternehmen modernisieren, sicherer gestalten, nachhaltiger werden lassen und die Effizienz steigern. Ein weiteres Ziel des Unternehmens ist es, dass es in sieben bis zehn Jahren im Kanton fast nur noch elektrisch betriebene Busse gibt und nur noch wenige, die mit Diesel fahren. «Wir wollen aber auch über die Kantonsgrenzen hinaus ein wichtiger Akteur sein. Mit einem TPF-Bus oder -Zug zu fahren, soll für die Menschen normal werden», so Collaud.

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