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Die Trendwende verzögert sich immer wieder

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Die Trendwende verzögert sich immer wieder

Der Geburtenrückgang wirkt sich kaum auf die Schülerzahlen aus

Der allgemeine Geburtenrückgang der letzten Jahre hat sich im Kanton Freiburg nur bescheiden auf die Schülerzahlen ausgewirkt. Rund 500 Schülerinnen und Schüler mehr als im Vorjahr werden ab Herbst die Schulbank drücken.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Allerdings gibt es regionale Unterschiede, und es gilt natürlich auch, zwischen Kindergarten, Primarschule, Orientierungsschule (OS) und Gymnasien zu unterscheiden. Insgesamt werden – ohne Gymnasien – 15 Klassen mehr geführt als im Vorjahr. Den 49,5 Klasseneröffnungen stehen immerhin 34,5 Klassenschliessungen gegenüber. Im Kindergarten sind mehr Klassenschliessungen (-14) als Eröffnungen (+ 9) zu verzeichnen. Auch die Schülerzahl ist im Kindergarten insgesamt rückläufig (-112) (vgl. Tabelle).

Zuzüge erschweren die Prognosen

In der Primarschule hingegen steigt die Zahl der Klassen um vier, diejenige der Schüler um 76 an. In der OS sind es im neuen Schuljahr 2005/06 gar 17 Klassen und 487 Schüler mehr als ein Jahr zuvor.

Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport tut sich jeweils schwer, wenn sie eine Tendenz für die nächsten Jahre bekannt geben will. Dies, obwohl sie alljährlich bei den Gemeinden eine Umfrage startet, um die Geburtenzahlen in Erfahrung zu bringen. Vor allem die Zuzüge, die in gewissen Regionen stark sind, erschweren den Prognostikern das Leben, wie Heribert Fasel, stellv. Vorsteher des Amtes für den deutschsprachigen obligatorischen Unterricht, sagt. Auch Wiederholungen, aufgeschobene und vorzeitige Eintritte in den Kindergarten usw. beeinflussen die Schülerbestände.

Die Erziehungsdirektion rechnet im Kindergarten und in der Primarschule in den nächsten Jahren zwar mit einem Rückgang, der sich jedoch der Zuzüge wegen in Grenzen halten wird. In der OS erwartet sie eine weitere Zunahme. Der Höhepunkt sollte allerdings im nächsten Jahr erreicht sein.

Rückgang in Deutschfreiburg
ausgeprägter

In den Kindergärten Deutschfreiburgs werden in diesem Herbst 988 Kinder Platz nehmen. Das sind rund 30 weniger als im Vorjahr. In Bösingen, Heitenried, Alterswil und Rechthalten kommt es gar zu Klasseneröffnungen, während es in Kerzers, Gurmels, Überstorf, Wünnewil und Plaffeien Schliessungen gibt. Im welschen Kantonsteil verläuft der Rückgang mit insgesamt vier Klassen und 100 Kindern im ähnlichen Rahmen.

Anders in der Primarschule: Während es auf das neue Schuljahr hin im französischsprachigen Kantonsteil rund 140 Schülerinnen und Schüler mehr gibt, verzeichnet Deutschfreiburg einen Rückgang von 56 Schülern. Dies war schon vor einem Jahr der Fall. Im welschen Kantonsteil stehen den 18,5 Klasseneröffnungen nur 11,5 Klassenschliessungen gegenüber. In Deutschfreiburg werden vier Klassen eröffnet (Kerzers, Gurmels, Freiburg-Au und Courtepin), jedoch sieben geschlossen (Cordast, Heitenried, Alterswil, Rechthalten, Giffers, Bösingen und Düdingen).

«Eigentlich haben wir in den Primarschulen Deutschfreiburgs mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet», hält Heribert Fasel fest. Gemäss der Umfrage bei den Gemeinden im Juni 2004 müsste Deutschfreiburg im Jahre 2010 fast 1000 Primarschüler weniger aufweisen. «Bereits für das neue Schuljahr 2005/06 haben wir mit 5140 Schülern gerechnet, nun sind es aber 5200, also 60 mehr als vorgesehen», fügt er bei.

OS: Mehr Schüler,
vor allem im welschen Kantonsteil

In der Orientierungsschule verzeichnen zwar sowohl der welsche Kantonsteil wie Deutschfreiburg eine Zunahme. Diese ist aber im welschen Kantonsteil viel ausgeprägter, wo 15 Klassen eröffnet werden müssen
(+ 418 Schüler). In Deutschfreiburg nimmt die Schülerzahl um 54 Einheiten zu, und in Düdingen, Gurmels (Werkklasse) und Murten wird eine Klasse eröffnet. In beiden Kantonsteilen wird je eine Klasse geschlossen: Wünnewil und Freiburg (Pérolles).

Wegen steigender Schülerzahl in Jaun wird in der OS La Tour-de-Trême eine halbe Klasse eröffnet.

Eröffnung des interkantonalen
Gymnasiums in Payerne

Die Freiburger Mittelschulen verzeichnen im neuen Schuljahr 2005/06 einen Rückgang von 108 Schülern. Diese Zahl ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da die 174 Freiburger Schülerinnen und Schüler, die in diesem Herbst ins neue interkantonale Gymnasium der Region Broye in Payerne eintreten, nicht mitberücksichtigt wurden. So verzeichnen auch die Mittelschulen in Wirklichkeit eine Zunahme.
Unterschiedliche
Klassenbestände

Die Grösse der Klassen gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen, nicht zuletzt zwischen Deutsch und Welsch. Die jüngsten Zahlen für das neue Schuljahr 2005/06 zeigen, dass es insbesondere in der OS Unterschiede gibt, nicht oder kaum aber im Kindergarten und in der Primarschule.

Im Kindergarten beträgt die durchschnittliche Schülerzahl in Deutsch- wie auch in Welschfreiburg 16,5 Schüler. In der Primarschule ist der Unterschied minim: 19,7 Schüler in Welschfreiburg gegenüber 20 Schülern in Deutschfreiburg. Das schweizerische Mittel liegt hier bei 19,3 Schülern.

In der OS hingegen weist eine Klasse im französischsprachigen Kantonsteil durchschnittlich 21,36 Schüler auf, in Deutschfreiburg 17,83. Die Gründe dafür sind vor allem in der Tatsache zu suchen, dass die OS-Zentren in Welschfreiburg grösser sind. Grösser ist auch der Anteil Schüler, welche das Progymnasium besuchen.

Gemäss Erziehungsdirektion kostet ein Schüler in den Mittelschulen im Kanton Freiburg 16 670 Franken, im schweizerischen Mittel sind es 20 189 Franken. az
Schulbeginn
am 25. August

Das Schuljahr 2005/06 beginnt in den Kindergärten, Primar- und Orientierungsschulen des Kantons am Donnerstag, 25. August. Eine Ausnahme bildet die Region ABGRU (Agriswil, Büchslen, Gempenach, Ried, Ulmiz, Kerzers, Fräschels), die sich nach dem Kalender des Kantons Bern richtet und bereits am Montag, 22. August, startet. Kollegien und KDMS erwarten ihre Schülerinnen und Schüler am Montag, 29. August. az
Situation entspannt sich

Zumindest im Kindergarten und in der Primarschule kann nicht von einem Lehrermangel gesprochen werden. Die Situation des letzten Jahres hat sich entspannt.

Über 150 Lehrerinnen- und Lehrerstellen (118 im welschen und 36 im deutschsprachigen Kantonsteil) wurden ausgeschrieben. Davon waren rund die Hälfte halbe Pensen. Es konnten sämtliche Stellen problemlos besetzt werden, wie die Erziehungsdirektion schreibt. Rund 40 Stellen erhielten die neu Diplomierten der Pädagogischen Hochschule; 48 PH-Diplome wurden am 14. Juli 2005 erstmals ausgestellt. Diejenigen, die noch keine Stelle haben, stehen für Stellvertretungen zur Verfügung.

OS: 70 Stellen ausgeschrieben

Ausgebildetes Lehrpersonal für Kleinklassen und für Stützunterricht des Sonderschulbereichs sei hingegen sehr schwierig zu finden.

In der Orientierungsschule wurden 70 Stellen ausgeschrieben (58 in Welsch- und 12 in Deutschfreiburg). Ein Drittel davon sind Vollzeitstellen. «Es gibt mehr Bewerber mit anerkanntem Diplom als in den Vorjahren», hält die Erziehungsdirektion fest. Bei gewissen Fächern, insbesondere Deutsch als Fre

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