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Die Union Tafers-Freiburg im Pech

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Ein 4:4 gegen den Tabellenvorletzten Yverdon-les-Bains und eine 1:7-Niederlage bei St. Gallen-Appenzell–so lautet die Ausbeute der Union vom letzten Wochenende. Mit zwei von acht möglichen Punkten kann Tafers-Freiburg im Normalfall nicht zufrieden sein, doch das Wochenende verlief für die Sensler alles andere als normal. Erst musste die Union auf ihre Punktelieferantin Nicole Schaller verzichten, dann verletzte sich der Schotte Kieran Merrilees, und schliesslich wurden die übrigen Unionsspieler auch noch vom Wettkampfpech heimgesucht.

Schaller zehn Wochen out

«Die Rehabilitation schreitet voran», lautet der letzte Eintrag auf der Homepage von Nicole Schaller. Nach ihrer Operation Ende Februar–sie hatte sich ein Stück des rechten Oberschenkelhalsknochens entfernen lassen müssen–ging es mit der 21-Jährigen zuletzt auch sportlich wieder aufwärts. Gesundheitlich hat die Schmittnerin nach ihrer achtmonatigen Verletzungspause allerdings nach wie vor Beschwerden. «Schon seit längerer Zeit verspürte ich Schmerzen im Bein», erklärte Nicole Schaller. «Anfangs bin ich davon ausgegangen, dass es postoperative Schmerzen sind, die mit der Zeit vergehen würden. Doch dem war nicht so, und ich realisierte, dass etwas nicht in Ordnung war.» Eine Untersuchung beim Arzt brachte Anfang letzter Woche die Hiobsbotschaft zutage: Verkalkungen am operierten Oberschenkelknochen. Schaller musste sich letzten Freitag erneut unters Messer legen und sich wiederum ein Stück Knochen entfernen lassen. Vier Wochen muss die Senslerinnen pausieren, dann darf sie wieder mit leichtem Training anfangen. «In acht bis zehn Wochen sollte ich wieder zu 100 Prozent einsatzfähig sein», sagt Schaller. «Ich gehe davon aus, dass ich die letzten Interclubspiele wieder bestreiten kann.»

Remis gegen Yverdon

 Wie wichtig die 21-Jährige für die Union ist, zeigte sich am Wochenende. Im Einzel fehlt Tafers-Freiburg momentan eine echte Alternative zu Schaller. Sophie Marchesi gegen Yverdon-les-Bains und ihre NLB-Kollegin Marie Magnin gegen St. Gallen schlugen sich zwar tapfer, blieben aber chancenlos. Der Ausfall der Teamleaderin ist nicht nur für die Union ein herber Rückschlag, sondern auch für Schaller selbst. Durch die lange Verletzungspause ist sie auch auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 ins Hintertreffen geraten. Anstatt wie geplant viele Turniere bestreiten und Rankingpunkte sammeln zu können, muss Schaller nun tatenlos zusehen, wie ihre Konkurrentin Sabrina Jaquet weiter davonzieht. «Mit Rio wird es nun ganz schwer», sagt die Schweizer Meisterin von 2012, die auch dieses Jahr für die nationalen Titelkämpfe verletzungsbedingt Forfait geben muss.

Trotz des Ausfalls von Nicole Schaller war die Union am Samstag im Heimspiel gegen Yverdon-les-Bains nahe am Sieg. Selbst nachdem Kieran Merrilees sein Spiel gegen Jan Fröhlich wegen einer Zerrung im rechten Schlagarm aufgeben musste, lag ein Erfolg noch in Reichweite. Doch sowohl das erste Männerdoppel mit Gary Fox/Oliver Schaller als auch das Mixed mit Tiffany Girona/Oliver Schaller musste sich in drei Sätzen geschlagen geben. «Tiffany und Oli haben im entscheidenden Mixed einen starken Match gespielt», sagte Stefan Dietrich, Assistenztrainer von Tafers-Freiburg. «Es fehlt ihnen allerdings noch die Routine, um eine solche Leistung bis zum Ende durchzuziehen.»

Nur Andrey siegt

Ohne Nicole Schaller und ohne Kieran Merrilees wurde es für die Union beim sonntäglichen Spiel bei St. Gallen-Appenzell wie erwartet schwer. Der Schotte versuchte es zwar im Doppel, musste wegen seiner Zerrung jedoch die Partie abbrechen. «Wir sind quasi mit einem 0:3-Rückstand gestartet, da war es schwierig», sagte Assistenztrainer Dietrich. «Zudem war Olivier Andrey der Einzige, der im Einzel seine Hausaufgaben gemacht hatte. Julian Lehmann hat im letzten Jahr viele Fortschritte gemacht, er ist aber noch nicht so weit, dass er über sich hinauswachsen kann. Er hat sich gegen Christoph Heiniger gut verkauft, er musste aber dennoch Lehrgeld zahlen.»

Neben Andrey, der das zweite Männereinzel gegen Dominik Bütikofer, den Halbfinalisten der letzten Schweizermeisterschaft, gewonnen hat, konnten nur noch Gary Fox/ Oliver Schaller einen Satz gewinnen. Doch wie schon am Vortag bauten die beiden nach gewonnenem Startsatz ab. Schaller spielte erneut grossartig auf, doch nicht zum ersten Mal in dieser Saison zitterte in den entscheidenden Momenten seine Hand. Gegen Yverdon schenkte er dem Gegner die letzten drei Punkte durch ärgerliche Eigenfehler.

«Wir sind da, wo wir sein wollten»

Die Hälfte der Badminton-NLA-Meisterschaft ist inzwischen absolviert, und Tafers-Freiburg liegt auf dem vierten Tabellenplatz. «Unser Ziel ist einer der vier Playoffplätze», bilanzierte Stefan Dietrich. «Insofern sind wir da, wo wir hin wollten. Wir dürfen uns aber nichts darauf einbilden. Die Teams sind sehr nahe beisammen. Ein, zwei verlorene Spiele, und schon gerät man ins Hintertreffen.» Man müsse konzentriert bleiben und weiterhin hart arbeiten. «Durch den Ausfall von Nicole Schaller wird es für uns nun noch schwieriger.»

Telegramme

Tafers-Freiburg – Yverdon 4:4 (10:8)

Männer. Einzel:Kieran Merrilees – Jan Fröhlich 18:21, 0:21 w.o. Olivier Andery – Anthony Dumartheray 21:19, 21:4. Julian Lehmann – Oliver Colin 21:16, 21:14.Doppel:G. Fox/O. Schaller – A. Dumartheray/B. Stawski 21:13, 16:21, 20:22. O. Andrey/K. Merrilees – J. Fröhlich/O. Colin 21:17, 21:19.Frauen. Einzel:Sophie Marchesi – Lydia Powell 11:21, 13:21.Doppel:T. Girona/A. Larchenko – L. Powell/M. Golay 24:22, 21:15.Mixed:T. Girona/O. Schaller – M. Golay/Ch. Coles 20:22, 21:11, 16:21.

St. Gallen – Tafers-Freiburg 7:1 (15:3)

Männer. Einzel:Agung Ruhanda – O. Schaller 21:14, 21:12. Dominik Bütikofer – O. Andrey 23:12, 18:21, 5:21. Christoph Heiniger – J. Lehmann 21:14, 21:11.Doppel:S. Kusumah/Th. Heiniger – K. Merrilees/O. Andrey 21:12, 21:0 w.o. A. Ruhanda/Ch. Heiniger – G. Fox/O. Schaller 12:21, 21:13, 21:18.Frauen. Einzel:Sabrina Inauen – Marie Magnin 21:6, 21:12.Doppel:C. Burkart/A. Ruhanda – T. Girona/M. Magnin 23:21, 21:5.Mixed:A. Ruhanda/S. Kusumah – T. Girona/G. Fox 21:11, 21:16.

NLA. Rangliste:1. Uzwil 7/18. 2. La Chaux-de-Fonds 7/15. 3. St. Gallen 7/14 (29:27). 4. Tafers-Freiburg 7/14 (28:28). 5. Argovia 7/14 (27:29). 6. Uni Basel 7/14 (26:30). 7. Yverdon 7/12. 8. Adliswil 7/11.

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