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Die Viertelfinals vorzeitig verspielt

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Damit können die Schweizer die K.-o.-Phase nach vier Niederlagen in sechs Spielen nicht mehr erreichen; zum zweiten Mal in Folge verpasst das Team von Trainer Sean Simpson die Viertelfinals. Gegen die Slowakei kamen die Schweizer erneut nicht in die Gänge. Vom Speed, den die Mannschaft zu Beginn des Turniers ausgezeichnet hatte, war wie bereits am Samstag gegen die Franzosen nicht viel zu sehen.

Nachdem sie in der 19. Minute 0:1 in Rückstand geraten waren, vermochten die Schweizer offensiv erst im letzten Drittel etwas Druck zu erzeugen. Insgesamt kreierten die Schweizer aber zu wenig, um die Slowaken in Bedrängnis zu bringen. Am Schluss blieben sie zum ersten Mal an diesem Turnier ohne Torerfolg.

Dass Fehler auf diesem Niveau meistens hart bestraft werden, erfuhr Roman Josi kurz vor der ersten Pause. Der Verteidiger der Nashville Predators, der am Samstag gegen Frankreich debütiert hatte, spielte hinter dem Tor einen Fehlpass. Juraj Mikus schnappte sich die Scheibe und spielte sie in den Slot, wo der slowakische Jungstar Tomas Tatar sein Team verdient in Führung schoss.

Fatale Niederlage

Die Schweizer verpassten es auch im sechsten Anlauf, den ersten Sieg an einer WM gegen die Slowaken zu realisieren. Und es gelang ihnen auch nicht wie im Jahr 2000 in St. Petersburg, als sie nach einem 2:4 gegen Frankreich sensationell Russland mit 3:2 bezwangen, auf eine Schlappe gegen «les bleus» zu reagieren.

Gegen die Slowakei darf man an einer WM verlieren, nicht aber gegen Frankreich. Die Franzosen spielten am Samstag zwar eine starke Partie, mit einer einigermassen ordentlichen Leistung hätten die Schweizer einen solchen Gegner aber bezwingen müssen. Die Entscheidung gegen die Franzosen fiel im letzten Drittel, als die Schweizer während einer sehr harten Fünf-Minuten-Strafe gegen Goran Bezina die zwei letzten Treffer zum 2:4 kassierten.

Bezinas Sperre

Bezina wurde am Tag darauf für den Check gegen den Kopf des Franzosen Anthony Guttig von der IIHF für zwei Partien gesperrt. Der Verteidiger von Genève-Servette fehlte demnach nicht nur gegen die Slowaken, er wird auch gegen die USA auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Sean Simpson war gegen die Slowakei deshalb erneut zu Wechseln in der Aufstellung gezwungen, nachdem er bereits für die Partie gegen die Franzosen zu Umstellungen (unter anderem musste er Mathias Seger als Stürmer aufstellen) gezwungen war. Dieser Umstand trug sicherlich nicht zur Ordnung im Schweizer Spiel bei.

Ernüchterung statt Begeisterung

Die Begeisterung, die nach dem 5. Rang an der WM 2010 in Deutschland aufgekommen war, ist nach dem neuerlichen Verpassen der Viertelfinals der Ernüchterung gewichen. Gewiss, die Schweizer wurden an dieser WM vom Spielplan nicht begünstigt, sie bekundeten Verletzungspech (Sprunger, Moser, Rubin) und beklagten eine strenge Regelauslegung bei der Matchstrafe gegen Goran Bezina. Doch wie 2010 im Viertelfinal gegen Deutschland (0:1) und letztes Jahr in der Zwischenrunde gegen Norwegen (2:3) scheiterten sie in Helsinki in einer entscheidenden Partie gegen einen tiefer kotierten Gegner.

Olympia-Qualifikation in Gefahr

Morgen spielen die Schweizer gegen die bereits für die Viertelfinals qualifizierten USA. Dabei spielen sie im letzten Spiel nicht nur um die Ehre, sondern vor allem auch um die direkte Olympia-Qualifikation. In der massgebenden Weltrangliste, in der sie vor der WM Platz 7 belegt haben, könnten die Schweizer nicht nur von den Slowaken, sondern auch von Norwegen und Deutschland überholt werden.Si

Roman Jossi (l.), Reto Berra (M.) und Félicien Dubois (r.) müssen zusehen, wie der Puck zum 0:1 im Netz landet.Bild Keystone

Telegramm

Schweiz – Slowakei 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

Helsinki. – 4257 Zuschauer.Tor: 19. Tatar (Mikus) 0:1.Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 1-mal 2 Minuten gegen die Slowakei.

Schweiz:Berra; Streit, Blindenbacher; Furrer, Sbisa; Du Bois, Josi; Seger, von Gunten; Brunner, Ambühl, Wick; Bieber, Trachsler, Plüss; Romy, Hollenstein; Niederreiter, Monnet, Rüthemann.

Slowakei:Laco; Sekera, Baranka; Chara, Granak; Starosta, Vydareny; Sersen; Radivojevic, Handzus, Kopecky; Satan, Surovy, Hudacek; Miklik, Mikus, Tatar; Bartovic, Bliznak, Marcel Hossa; Hascak.

Telegramm

Schweiz – Frankreich 2:4 (0:1, 2:1, 0:2)

Helsinki. – 9155 Zuschauer.Tore: 18. Auvitu (Hecquefeuille, Meunier/Ausschluss Bieber) 0:1. 33. (32:44) Teddy da Costa (Bertrand, Roussel) 0:2. 34. (33:14) Brunner (Furrer, Blindenbacher) 1:2. 36. Brunner (Romy) 2:2. 47. (46:21) Meunier (Ausschluss Bezina) 2:3. 48. (47:05) Stéphane da Costa (Bellemare, Amar/Ausschluss Bezina) 2:4.Strafen: 3-mal 2 plus 5 (Bezina) Minuten plus Matchstrafe (Bezina) gegen die Schweiz, 5-mal 2 Minuten gegen Frankreich.

Schweiz: Stephan; Du Bois, Bezina; Streit, Blindenbacher; Josi, Sbisa; von Gunten, Furrer; Brunner, Romy, Hollenstein; Wick, Ambühl, Bieber; Seger, Monnet, Rüthemann; Niederreiter, Trachsler, Plüss.

Frankreich: Huet; Hecquefeuille, Bachet; Rouleau, Amar; Auvitu, Besch; Yorick Treille, Meunier, Desrosiers; Guttig, Bellemare, Stéphane da Costa; Bertrand, Henderson, Roussel; Fleury, Teddy da Costa, Raux.

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