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Die Volkshochschule feiert Jubiläum

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«Ich hätte nie gedacht, dass ich das so lange machen würde», sagt Hans Künzler und lacht. Als er das Präsidium der Volkshochschule (VHS) Schwarzenburg vor 18 Jahren übernahm, sei er der einzige Mann gewesen im Vorstand, inzwischen habe sich dies geändert: «Heute sind die Hälfte Männer.» Doch bei der VHS hat sich in all den Jahren auch das Angebot verändert: Fitness ist der Bildung gewichen, mehr als die Hälfte der Kurse der VHS drehen sich um Gesundheit und Sport. Der Geist ist zwar nicht ganz auf der Strecke geblieben, aber doch in den Hintergrund gerückt: «Die Themen haben sich deutlich verändert», sagt der 76-Jährige. «Bildung für alle» ist die Ursprungsidee der Volkshochschulen. «Aber höhere Bildung für solche, die nicht an eine Universität gehen können, ist nur noch ein schöner Wunsch.» Sie seien froh, wenn alle paar Jahre ein Mathematik- oder ein Astronomiekurs zustande kommt. Das habe wohl mit dem Zeitgeist zu tun. «Die Sprachen laufen hingegen weiterhin gut», erklärt Künzler. Die VHS Schwarzenburg gibt es bereits seit 50 Jahren, der Jubiläumsanlass findet am 12. September statt (siehe Kasten).

Hallenbad ist wichtig

An den Kursen sind Frauen deutlich in der Überzahl: «85 Prozent der Teilnehmer sind Frauen zwischen 40 und 70 Jahren, das ist auch bei anderen Volkshochschulen so.» Diese seien es denn auch, welche die Fitnesskurse belegen. «Gerade Aqua Gym im Hallenbad der Stiftung Bernaville ist sehr beliebt bei Frauen.» Dass sie das Bernaville-Hallenbad benützen dürfen, sei wichtig für die VHS. «Mehr als die Hälfte der Kurse findet dort statt.» Dass das Hallenbad mittelfristig saniert werden muss, mache die Sache nicht einfacher. «Wie es mit der Finanzierung aussieht, ist noch nicht geregelt.» Die VHS habe ein Klumpenrisiko, sagt Künzler, der in seiner Berufslaufbahn im obersten Kader der SBB tätig war. «Ich hoffe, dass der Vertrag in den nächsten Jahren weiterläuft–das ist mein Wunsch für die Volkshochschule», sagt Künzler. Der 76-Jährige will sein Amt als Präsident im Frühling 2016 abgeben: «Ich möchte wieder mehr Zeit haben für mich–zum Schreiben, Lesen und Vorträge halten.» Seine Nachfolge sei auf gutem Weg, mehr könne er dazu noch nicht sagen. Wanderungen für Senioren werde er jedoch weiterhin anbieten, auch nach seinem Rücktritt als Präsident.

Auf dem Land

Blickt Künzler nochmals auf die letzten 18 Jahre zurück, kann er sich nur an eine Reklamation seitens der Kursteilnehmer erinnern. Ansonsten sei immer alles rund gelaufen. «Das hat auch damit zu tun, dass wir selten auswärtige Referenten haben», sagt Künzler. Dass die Kursleiter aus der Region stammen, sei ein ganz wichtiger Faktor. «Wir sind hier auf dem Land», sagt Künzler, der selber in Lanzenhäusern zu Hause ist. «Man kennt sich hier.» Auch sei der soziale Aspekt bei den Kursen nicht zu unterschätzen; «viele der Frauen sind alleinstehend».

Keine Kulturreisen mehr

Früher hätten sie von der Volkshochschule aus auch Kulturreisen in der Schweiz und im nahen Ausland angeboten. Das sei jedoch aus Haftungsgründen heute leider nicht mehr möglich: «Passiert etwas, können wir das als Verein nicht tragen.» Die Versicherung sei ein Kostenpunkt, der die Möglichkeiten des Vereins übersteigt. «Wir hatten schöne Kulturreisen durchgeführt», sagt Künzler, «ich bedaure sehr, dass das nicht mehr möglich ist.»

Der 76-Jährige bedauert auch, dass kein Illetrismus-Kurs zustande kommt. Illettrismus ist die Bezeichnung für mangelnde Grundfertigkeiten in Lesen und Schreiben. Unter anderem gelten nicht entdeckte Legasthenie, Schulangst oder ein schwieriges soziales Umfeld als Gründe dafür, dass Erwachsene trotz obligatorischer Schulzeit Lese- und Schreibschwierigkeiten haben. «Ich finde es bedenklich, dass über zehn Prozent der erwachsenen Schweizer eine Lese- und Schreibschwäche haben.» Doch dafür einen Kursleiter zu finden, sei schwierig, so Künzler, «und die Leute für einen solchen Kurs zu begeistern ist womöglich noch schwieriger». «Aber es wäre dringend nötig», ist Künzler überzeugt.

Zahlen und Fakten

Vortrag zu Veränderungen

Ihr 50-Jahre-Jubiläum feiert die Volkshochschule Schwarzenburg mit einem Vortrag des Politgeografen Michael Hermann. «Das Stadt-Land-Verhältnis einst und heute–Veränderungen in der politischen Landschaft» ist der Titel des Vortrags. Laut Vorankündigung wird der Anlass musikalisch umrahmt. Rund 150 Mitglieder zählt der Verein Volkshochschule (VHS) Schwarzenburg. Im Angebot hat die VHS neben Fitness und Sprachen auch Jodelkurse oder Vorträge zum Thema «Beistandschaft im Erwachsenenalter–Welche Beistandschaften gibt es?».emu

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