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Die Wanderjahre haben begonnen

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Eben noch stand Grossratspräsident Roland Mesot (SVP, Châtel-St-Denis) mitten in einer hitzigen Ratsdebatte, dann galt es, Abschied zu nehmen. Für Mesot nicht nur von seinem Amt als höchster Freiburger, sondern auch vom Rathaus als Sitz des Kantonsparlaments.

Das Freiburger Rathaus erfährt nun während zweier Jahre umfangreiche Umbau- und Renovationsarbeiten. In dieser Zeit ist kein Ratsbetrieb möglich. Stattdessen wird das Kantonsparlament vorübergehend im neuen Gebäude der Kantonspolizei in Granges-Paccot tagen.

Symbolisch übergab Roland Mesot deshalb dem Raumplanungs-, Umwelt und Baudirektor Jean-François Steiert (SP) einen riesigen Schlüssel zum Rathaus. Ein etwas genauerer Blick auf den Schlüssel zeigte: Er war nicht von einem Freiburger Schlosser, sondern von einem Confiseur gefertigt worden.

«In einigen Tagen werden die Maschinen anstelle der Politiker hier das Sagen haben», sagte Kantonsarchitekt Gian Carlo Chiovè. Er betonte den aussergewöhnlichen Wert des Rathauses als Kulturerbe und meinte in Bezug auf das Bauprojekt: «Wir haben den historischen Aspekt und die Bedürfnisses eines Parlaments im 21.  Jahrhundert mühelos unter einen Hut gebracht.»

Überraschungen erwartet

Staatsrat Steiert ging ebenfalls auf den Wert des Rathauses als Kulturgut ein. Man habe in der Planungsphase vieles analysiert und sei auf Überraschendes gestossen. «Es wird sicher auch während der Bauarbeiten Überraschungen geben. Wir wissen nur noch nicht wo», sagte er. «Jeder Bau ist einzigartig, und einige sind noch spezieller», so Steiert. Man werde historisches Kultur­erbe ins 21. Jahrhundert tragen, aber das sei auch schon in anderen Fällen gelungen. Steiert erwähnte die Freiburger Kathedrale als Paradebeispiel dafür.

Der Grosse Rat werde nun für zwei Jahren auf Reisen gehen und erstmals seit Jahrhunderten ausserhalb der Stadt tagen. Er versprach aber: «Das Rathaus wird schöner sein als je zuvor.» Grossratspräsident Roland Mesot hatte herausgefunden, dass der Grosse Rat das Rathaus nicht zum ersten Mal verlässt. Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts sei man während eines Umbaus in den Billardsaal des Kollegiums St. Michael umgezogen.

Wenn der Grosse Rat nun nach Granges-Paccot zieht, so werde es wohl in Europa das einzige Parlament sein, das in Räumlichkeiten der Polizei debattiert. «Wir müssen uns anpassen», so Mesot. «Das hindert uns aber sicher nicht daran, weiterhin gut zu arbeiten.»

Zahlen und Fakten

Wandelhalle im Erdgeschoss

Im November 2021 oder spätestens Anfang 2022 wird der Grosse Rat die Räumlichkeiten im Rathaus nach den Bauarbeiten wieder in Besitz nehmen. Das Parlament und der Staatsrat werden nach den Wahlen erneuert sein. Erneuert wird auch das Gebäude für 20,45 Millionen Franken. Im Erdgeschoss entsteht eine Art Wandelhalle, die vom Rathausplatz her zugänglich ist. Von dort führen Treppen und ein Lift in den Ratssaal. Dieser wird so zugänglich für mobilitätsbehinderte Personen. Technik und Isolation werden ersetzt. Auch das Ratssekretariat zieht ein. Im alten Wachhaus werden Räume für Kommissionssitzungen eingerichtet.

uh

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