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Die Weihnachtsgeschichte in Jaun-Miniatur

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

«Wenn wir mit dem Krippenbau beginnen, wissen wir nie so recht, was schliesslich dabei herauskommt», erzählt der Jauner Pfarreipräsident Martin Schuwey. Der aufwendige Aufbau der Krippenlandschaft in der Kirche muss Platz für Flexibilität lassen. «Am Wasserrad haben wir lange herumgeprobt, bis es endlich funktioniert hat.» Martin Schuwey bezeichnet sich selber und drei weitere Pfarreiratsmitglieder als fanatische Krippenbauer. «Es war mein Bubentraum, einmal in einer Kirche eine Krippe bauen zu können», sagt er. Nun tut er dies seit 19 Jahren, und die Motivation ist nicht kleiner geworden. Im Gegenteil: «Wir streben jedes Jahr mehr Perfektion an.»

«Wir», das ist eine Gruppe aus zwölf Krippenbauern, die ihr Dezember-Hobby miteinander teilen. Jedes Jahr wählen sie ein anderes Thema für die Gestaltung der Krippe aus und führen so in Jaun eine Tradition fort. «Auch in den Privat-häusern sind die Krippen vielerorts relativ gross. Meine Krippe zu Hause misst fünf Quadratmeter.»

Details machen es aus

Das Wasserrad ist nur ein Teil der Krippenlandschaft. In diesem Jahr gehören auch das nachgeahmte Bäderhorn, die Kapelle Kappelboden, der Kappelbodenbach, viele Details, wie kleine Feuerstellen oder Brücklein und natürlich die Krippe selber dazu. Auf einem Felsvorsprung ist sogar der Wolf zu entdecken.

Die Jauner Eigenheiten werden nicht einfach so, sondern möglichst originalgetreu nachgeahmt. «Wir nehmen Fotos als Vorlage und vergleichen ganz genau.» Martin Schuwey hat die Kapelle Kappelboden selber ausgemessen und mit Holz, Karton und Styropor im Massstab 1:10 nachgebaut. «Solche Sachen mache ich für mein Leben gern.»

Zwei Tonnen Material werden für den Bau der Landschaft verwendet. Ein Gerüst stützt die Bergkulisse. Auf die Suche nach dem geeigneten Material begeben sich die Krippenbauer jeweils vor Allerheiligen. Viel wird auch von Jahr zu Jahr aufbewahrt und wieder eingesetzt.

Den grössten Teil der finanziellen Ausgaben können die Krippenbauer mittels Spendenkässeli decken. «Die Leute sind sehr freigiebig», sagt Martin Schuwey. Und an Besucherinnen und Besuchern fehlt es nicht. «Vor allem an den Sonntagen ist der Andrang vor der Krippe gross.» Im Gästebuch können die Besucher ihre Eindrücke niederschreiben. «Die vielen positiven Rückmeldungen geben uns Courage für das nächste Jahr», so der Pfarreipräsident. Doch auch Kritik nehmen die Krippenbauer gerne entgegen. «Aufgrund einer Kritik haben wir zum Beispiel die Beleuchtung intensiviert.»

Arbeit bei Buben beliebt

Dass diese Tradition in Jaun einmal verloren gehen könnte, darüber muss sich Martin Schuwey nicht den Kopf zerbrechen. Er werde jedes Jahr von Buben angefragt, die gerne am Aufbau mithelfen möchten. Bis ungefähr zum 20. Januar 2011 ist die Krippe zu bestaunen. Dann wird sie abgebaut. «Beim Abbau überlegen wir uns jeweils schon, was wir im nächsten Jahr besser machen können.»

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