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Die Welt der Puppen entdecken

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Die Welt der Puppen entdecken

Ausstellung im Sensler Museum in Tafers

Vom 8. Mai bis am 24. August findet im Sensler Museum in Tafers die Ausstellung «Die Welt der Puppen» statt. Sie zeigt Puppen aus der Vor- und Nachkriegszeit aus der Schweiz und dem nahen Ausland.

Von CHRISTINE CARON-WICKLI

Mit einer Puppe kann sich ein Kind seine eigene Miniaturwelt schaffen. Im Spiel wiederholt es Szenen, die es in der Welt der Erwachsenen sieht. Puppen sind somit Zeitzeugen der gesellschaftlichen Entwicklung. Bis Ende August findet im Sensler Museum in Tafers die Ausstellung «Die Welt der Puppen» statt.

Neben Modepuppen aus der Jahrhundertwende umfasst die Ausstellung Puppenkinder aus der Vor- und Nachkriegszeit. Szenische Darstellungen zeigen die Puppen, ihre Kleider und Möbel beim Kochen, Essen, Schlafen, Spielen und Ausfahren. Die Puppen stammen aus privaten Sammlungen und wurden in der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich und Amerika hergestellt.

Von Leder über Porzellan
bis zu Vinyl

«Puppen verbergen ihre Identität am Nacken», erklärte Museumsleiterin Marie-Anne Fankhauser an der Medienorientierung zur Ausstellung. Anhand einer aus Deutschland stammenden Schildkrötpuppe, hergestellt um 1940, erklärt sie, wo die wichtigsten Angaben zu einer Puppe zu finden sind. Aus dem Jahr 1854 und aus Amerika stammt die älteste gezeigte Puppe mit einem Kopf aus Pappmaché und Händen aus Leder. Dieses Exemplar trägt Kleider im damals modernen Biedermeierstil. Auffallend ist, dass früher die meisten Puppen Frauen oder Mädchen darstellten.

Schlaf-, Blinzel- oder Flirtaugen – seit etwa 1900 gibt es Puppen mit beweglichen Augen. Wegen den damals sehr hohen Zollgebühren in Europa schnitten die Hersteller ihren Puppen mit Vollporzellanköpfen den Hinterkopf ab. So sparte man beim Gewicht und ermöglich te zudem das Einsetzen von beweglichen Augen.

Sasha-Puppen:
Ein robustes Spielzeug

«Auch ich habe als Kind viel mit Puppen gespielt», erklärte die Museumsleiterin, die in Tafers ihre eigene Sasha-Puppe ausstellt. An die Sasha-Puppen mögen sich sicher noch viele erinnern. Nach den Vorgaben der Zürcherin Sasha Morgenthaler von 1966 bis 1986 in England hergestellt, verkaufte in dieser Zeit auch die Migros diese Puppen. Morgenthaler wollte mit ihren Puppen aus Vinyl und den handgemalten Gesichtern ein robustes Spielzeug schaffen und das Spielen mit Puppen allen Kindern zugänglich machen.

Zu sehen im Sensler Museum ist zudem eine Gruppe der Puppenherstellerin Antoinette Horner aus Tafers. Sie stellt seit sechs Jahren Porzellanpuppen her und nimmt mit ihren Kreationen an internationalen Ausstellungen teil. Köpfe und Gliedmassen giesst die Puppenmacherin nach alten Modellen aus Porzellan und Mischmasse. Nach alten Schnittmustern und Vorlagen fertigt sie mit viel Liebe zum Detail Kleider, Schuhe und Accessoires für ihre «Kinder» an.

Die Ausstellungsbesucher haben die Möglichkeit, Antoinette Horner beim Porzellangiessen an vier Sonntagen über die Schulter zu schauen. Für die kleinen Gäste finden Ateliers statt. Der Künstler Vital Simonet wird mit den Kindern Comics zeichnen, in denen eine Puppe die Hauptrolle spielt.
Porzellangiessen und Kinder-Ateliers

Die Ausstellung «Die Welt der Puppen» ist jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sie umfasst verschiedene zusätzliche Aktivitäten:

– Führungen mit Marie-Anne Fankhauser: Freitag, 23. Mai und 20. Juni, 19 Uhr.

– Demonstration Porzellangiessen mit Antoinette Horner: Sonntag, 25. Mai, 29. Juni, 27. Juli, 17. August, 14 bis 17 Uhr.

– Kinder-Ateliers mit Vital Simonet: Mittwoch, 4., 11., 18. Juni, 14 bis 16.30 Uhr. Samstag, 21. und 28. Juni, 9 bis 11.30 Uhr.

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