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«Die Welt geheimnisvoll beschreiben»

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«Die Welt geheimnisvoll beschreiben»

Hubert Schaller, Alterswil, legt seinen Gedichtband «Drùm» vor

Als 70. Band der Beiträge zur Heimatkunde erscheint der Gedichtband «Drùm. Seislertütschi Gedicht». Die Mundart-Gedichte von Hubert Schaller sind mit Aquarellen seiner Nichte Pascale Schaller illustriert.

Von KARIN BRÜLHART

Nach «Trommelfellschläge» (Paulusverlag 1985) kann Hubert Schaller seinen zweiten Gedichtband vorlegen: Bei der Präsentation des Bandes «Drùm. Seislertütschi Gedicht» im Pfarreizentrum in Alterswil richtete der Co-Präsident des Deutschfreiburger Heimatkundevereins, Charles Folly, einleitende Worte an die Versammelten: «Die Frage nach dem Warum beschäftigt den Menschen sein ganzes Leben lang.» Warum sei das einzige Wort, das bleibt, wenn man mit dem Tod und dem Sterben konfrontiert werde. «Die einzige Antwort auf das Warum ist », folgert Charles Folly.

Hubert Schaller denkt in seinen Gedichten nach und zugleich vor. «Der Gedichtband ist nicht grundlos da, der Grund liegt im Buch drin», sagt er lachend. Seine Gedankensplitter sollen sich beim Leser festsetzen und ihn zum Mitdenken anregen.

Ältere und neue Gedichte

Der Gedichtband versammelt ältere und neuere Gedichte von Hubert Schaller. Eines haben sie alle gemeinsam: die Verse sind kurz, kein Wort steht zu viel und der Inhalt scheint bis auf ein Konzentrat verdichtet zu sein. Weiter zeichnet der Umgang mit dem Senslerdeutschen die Gedichte aus.

Am Anfang stehe ein einsamer Gedanke oder ein Gefühl, erklärt Hubert Schaller, Gymnasiallehrer und Vater von drei Kindern. Aus dem Gedanken entstehe möglicherweise ein Gedicht, aus dem Gedicht wiederum neue Gedichte und vielleicht – wenn man Glück hat – sogar ein Gedichtband. Als Schriftsteller versucht er die Welt nicht zu erklären, sondern «geheimnisvoll zu beschreiben».

Aquarelle, die zum Nachdenken
anregen

Pascale Schaller wuchs mit den Gedichten ihres Onkels auf. Vor rund zwei Jahren habe er sie gefragt, ob sie nicht ein gemeinsames Projekt realisieren möchten. Die 21-jährige Germanistikstudentin liess sich von den Gedichten ihres Onkels inspirieren. Die entstandenen Illustrationen ergänzen die Mundarttexte. Darüber hinaus stellen sie auch ein eigenständiges Werk innerhalb des Buches dar. Die Zusammenarbeit sei schön, bereichernd und manchmal auch verzweifelt gewesen. «Die Aquarelle sollen zeigen, was die Gedichte sagen, zwischen den Zeilen andeuten oder ganz verschweigen», fügt Pascale Schaller an. Jede weitere Interpretation soll aber dem Leser überlassen werden.

Der Gedichtband «Drùm» ist auch ein Verdienst des Deutschfreiburger Heimatkundevereins, der die beiden unterstützt und das Buch herausgegeben hat. Die Mitglieder des Vereins erhalten das Buch in den nächsten Wochen als Jahresgabe. Zudem wird es auch im Buchhandel erhältlich sein.

Hubert Schaller: Drùm. Seislertütschi Gedicht. Illustriert und gestaltet von Pascale Schaller, Freiburg: Kanisiusdruckerei 2005. (Beiträge zur Heimatkunde, Band 70).

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