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Die Wölfinnen des FC Courgevaux sind hungrig

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Das Frauenteam des FC Courgevaux will sich am Donnerstag den Freiburger Cup zurückholen. Mittelfristig sind die Ziele noch ambitionierter: Mit einem Aufstieg in die NLB möchten die Seeländerinnen dem Frauenfussball im Kanton einen weiteren Schub geben.

«Der Freiburger Cup ist der Heilige Gral. Der Cupfinal ist sehr wichtig für uns», sagt Courgevaux-Trainer Alexander Reidy. Er trifft mit seinem Team am Donnerstagabend (20 Uhr) im Stadion Birchhölzli in Düdingen auf Châtel-St-Denis. «Es ist einer der wenigen Momente, in denen der Frauenfussball im Mittelpunkt des Interesses steht – entsprechend ist es eine gute Werbung für uns.» Rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauer werden für den Match erwartet, das sind deutlich mehr als bei den 1.-Liga-Spielen der Wölfinnen, wie die Spielerinnen wegen des Wappentiers auch genannt werden.

Lange Zeit war der Cupsieg für das beste Frauenteam des Kantons mehr oder weniger Formsache. Von 2013 bis 2019 gewann Courgevaux den Titel sieben Mal in Serie. Seither ist allerdings keiner mehr dazugekommen. Nachdem 2020 der Final wegen der Corona-Pandemie nicht stattfand, gewann 2021 sowie 2022 zwei Mal Vuisternens/Mézières, das wie Courgevaux in der 1. Liga spielt und kantonal der grösste Konkurrent der Seeländerinnen ist. In dieser Saison scheiterte Vuisternens/Mézières allerdings überraschend am 3.-Ligisten Murten.

Und so trifft Courgevaux im Final auf das drittbeste Team im Kanton: Châtel-St-Denis, das in der 2. Liga interregional zu den Spitzenteams gehört. «Ich bin sicher, dass Châtel in der 1. Liga mithalten könnte. Es ist ein gutes Team, das wie wir offensiv eingestellt ist. Es wird bestimmt ein interessanter Match», sagt Reidy.

Überragende Meisterschaft

Trotzdem steigt Courgevaux als Favorit in die Partie. Das Team reitet derzeit auf einer Erfolgswelle. In der 1.-Liga-Meisterschaft belegt es den zweiten Platz, am vorletzten Wochenende gelang ihm gar ein 1:0-Auswärtssieg bei Leader Etoile Carouge, und am vergangenen Samstag fegte Courgevaux den Tabellenfünften Lausanne mit 4:0 vom Platz.

«Die Zwischenbilanz fällt sehr positiv aus.» Als relativ neuer Trainer, der erst im Verlauf der letztjährigen Rückrunde übernahm und die Spielerinnen noch nicht ganz so gut kannte, hatte Reidy zu Beginn der Saison einen gesicherten Mittelfeldplatz als Ziel ausgegeben. Warum läuft es besser als erwartet? «Die Spielerinnen haben diesen absoluten Siegeswillen und sind bereit, über ihr Limit zu gehen. Aber auch spielerisch und taktisch sind sie auf der Höhe, das Aufbauspiel oder auch das Pressing funktionieren gut.»

Sehr professionell

Das alles kommt nicht von ungefähr, Team und Trainer gehen ihre Aufgabe überaus professionell an. Courgevaux trainiert drei Mal pro Woche. «Und die Spielerinnen kommen auch, wenn sie ein kleines Bobo haben. Es sind regelmässig fast 20 Frauen anwesend», sagt Reidy. Sämtliche Spiele werden gefilmt, alle Spielerinnen haben anschliessend Zugriff auf das Material und die Kommentare, die ihr Trainer direkt reinschreibt. «Es ist aufwendig, aber ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg», sagt Reidy, der sich alle Partien mindestens einmal auf Video anschaut. «Ein weiterer Faktor ist, dass wir seit dieser Saison mit einer Mentaltrainerin zusammenarbeiten. Das hat die Winner-Mentalität der Spielerinnen noch weiter akzentuiert.»

Es ist ein grosser Aufwand, den alle Beteiligten betreiben. «Eine finanzielle Entschädigung gibt es für die Spielerinnen dafür nicht, die Entschädigung folgt auf dem Platz…», sagt Reidy. Und die könnte in dieser Saison üppig ausfallen. Bei fünf Punkten Rückstand auf Leader Etoile Carouge ist ein Aufstieg in die Nationalliga B vier Runden vor Schluss zwar nicht gerade wahrscheinlich, aber eben doch nicht ausgeschlossen. «Ein Aufstieg käme aber wohl noch grad ein bisschen zu früh», sagt Reidy.

Freiburger Männerfussball als schlechtes Beispiel

Mit Blick in die Zukunft liebäugeln der Trainer sowie der gesamte FC Courgevaux aber durchaus mit einem Aufstieg in die NLB. «Mittelfristig muss das unser Ziel sein. Aber es wird nicht leicht werden, wir sind ein Dorfclub und spielen zum Teil gegen Grossclubs wie den FFV Basel oder den FC Luzern.»

Es sei jedoch wichtig für den Frauenfussball in Freiburg, dass ein Team in der NLB spiele. «Dazu müssen wir im Kanton mehr und besser zusammenarbeiten. Was passiert, wenn man das nicht macht, sieht man ja beim Freiburger Männerfussball», sagt Reidy. «Dann wird es längerfristig für uns selbst schwierig, ein 1.-Liga-Team zu stellen.» Der FC Courgevaux, der durch die gelebte Zweisprachigkeit von Natur aus einen integrativen Charakter hat, geht mit gutem Beispiel voran. Ab der kommenden Saison spannt er mit dem FC Kerzers zusammen. Gemeinsam werden sie Teams in der 1. Liga, 2. Liga, 3. Liga sowie mindestens ein Juniorinnenteam haben. «Um dies definitiv zu realisieren, brauchen wir jedoch noch Spielerinnen, um Engpässe besser überbrücken zu können», erklärt Reidy.

Eine gute Basis – und Verbesserungspotenzial

«Auf kantonaler Ebene geht es ebenfalls bergauf mit dem Frauenfussball. Die Anzahl Lizenzierte steigt, während sie bei den Männern sinkt. In der Spitze gibt es ebenfalls viele sehr starke Freiburger Spielerinnen. In der Super League hat es sowohl bei YB als auch bei Yverdon mehrere Freiburgerinnen», sagt Reidy. «Auch in der Freiburger U17 wird Grosses geleistet.» Beim Verband ist man daran, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Am Montag hat das Team FFV kommuniziert, dass das Freiburger Ausbildungszentrum ab diesem Sommer eine weibliche Eliteabteilung erhält. Nebst der U17 wird es auch eine U15 geben.

Doch Alexander Reidy sieht auch Verbesserungspotenzial. So fehlt zum Beispiel eine kantonale U19-Auswahl, die für starke Spielerinnen eine wichtige Übergangsequipe von der U17 in ein starkes Erwachsenenteam sein könnte.

«Und leider stellen sich auch im Frauenfussball immer noch viele quer, wenn man von Zusammenarbeit spricht, oft sind das Männer im Vorstand, die alte Geschichten und Rivalitäten mit sich herumtragen», spricht Reidy Klartext. «Aber es darf nicht sein, dass junge Spielerinnen darunter leiden. Man muss ihnen Zukunftsperspektiven bieten können – wir werden alles daran setzen, unseren Teil dazu beizutragen.»

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