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Die Zähringerbrücke erhält einen Suizidschutz

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Am Dienstagabend hatte der Freiburger Generalrat über einen Kredit für eine unvorhersehbare und dringliche Ausgabe zu entscheiden: So werden Kredite für Projekte genannt, die nicht budgetiert waren. Der Gemeinderat will für 300 000 Franken auf der Zähringerbrücke Netze als Schutz gegen Suizide anbringen. Gemeinderätin Andrea Burgener (SP) betonte im Rat, dass der Betrag nicht wirklich unvorhersehbar, jedoch dringend sei.

Béatrice Acklin Zimmermann sagte im Namen der FDP: «Wir stimmen dem Kredit zu und bitten den Generalrat – auch zusammen mit den Lehrkräften und den Elternräten der Schulen in der Unterstadt –, das ebenfalls zu tun.» Mit ihrem Aufruf rannte sie offene Türen ein, denn alle Fraktionssprecherinnen und Fraktionssprecher sprachen sich für den Kredit aus.

Marc Vonlanthen, Fraktionspräsident der SP, sagte, die Netze seien ebenso eine Prävention für jene, die nicht mehr leben wollten, wie auch für jene, die unter der Brücke lebten. Bernhard Altermatt dankte im Namen der CVP-GLP-Fraktion auch dem kantonalen Amt für Denkmalschutz, «dass in diesem wichtigen Dossier vorwärtsgemacht werden kann». Er empfahl dem Gemeinderat, alle Brücken der Stadt unter dem Blickwinkel der Suizidprävention unter die Lupe zu nehmen. «Eine Studie hat gezeigt, dass Suizid im Kanton Freiburg ein grosses soziales Problem ist.» Die Zähringerbrücke sei «ein neuralgischer Punkt, aber nicht der einzige».

Geld für ein Provisorium

Einzelsprecher Jean-Luc Dreyer (CVP) war Mitverfasser der genannten Studie und langjähriger Präsident der Dargebotenen Hand. «Schon vor über 15  Jahren haben wir vorgeschlagen, die Brücken zu sichern. Nun spricht man von Dringlichkeit», kritisierte er. Er bemängelte, dass die Stadt eine provisorische Massnahme vorschlage. «Wir geben viel Geld aus, und in ein paar Jahren müssen wir einem Kredit für die definitive Lösung zustimmen.» Er werde diesem Kredit zustimmen, doch er verlange, dass so rasch als möglich eine definitive Lösung komme.

Gemeinderätin Andrea Burgener sagte, sie nehme gerne die Idee auf, weitere Brücken diesbezüglich zu prüfen. «Hier haben wir aber eine spezielle Situation, denn unter der Brücke befinden sich ein Spielplatz und eine Strasse.» Für eine definitive Lösung sei die Brücke in einem zu schlechten Zustand. «Wir müssen erst die Brücke sanieren, bevor wir die definitiven Netze anbringen können.» Die Stadt hatte die Brücke im Jahr 2014 vom Kanton übernommen.

Einzelsprecher Hervé Bourrier (SP) meinte zu den Kosten: «Dieser Kredit entspricht den Kosten von täglich zwei Kaffees pro Einwohner.» Er verzichte gerne einen Tag auf seinen Kaffee. «Einige Blumen sieht man gerne, andere nicht – beispielsweise jene nicht, die ich regelmässig auf der Zähringerbrücke sehe.»

Der Generalrat akzeptierte den Kredit mit 66 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Kein einziges Ratsmitglied lehnte den Antrag ab.

Zahlen und Fakten

300 000 Franken für die Netze

Von der Zähringerbrücke in der Freiburger Altstadt springen immer wieder Menschen in den Tod. Netze sollen dies verhindern. Die Brücke ist aber in einem schlechten Zustand, so dass aus technischen Gründen nur vertikale Netze installiert werden können. Dies kostet 300 000 Franken. Sobald die Brücke saniert ist, folgen horizontale Netze.

njb

Die dargebotene Hand: Telefon 143.

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